Pflanzenkrankheiten

Blattfleckenkrankheit

Das Sprichwort "Vorbeugen ist besser als heilen" gilt auch für die Pflanzenkrankheiten. Eine gesunde, unter den bestmöglichen Kulturbedingungen wachsende Zimmerpflanze ist bei weitem nicht so anfällig wie eine schlecht gepflegte, vernachlässigte und geschwächte Pflanze.

Zahlreiche an Zimmerpflanzen auftretende Krankheiten werden von mikroskopisch kleinen Organismen wie Bakterien, Viren oder auch von Pilzen verursacht, die in Pflanzenzellen eindringen. Außer der richtigen Pflege kann man die Pflanzen vor Krankheiten und Pilzen am besten dadurch schützen, dass man Wasser nicht auf den Blättern und Blüten stehenlässt.

Auch ist es zur Vorbeugung und zur Vermeidung der Ausbreitung einzelner Pflanzenkrankheiten wichtig zwischen den Pflanzen ausreichende Abstände einzuhalten. Erkrankungen des Wurzelsystems beugt man am besten vor, indem man nur hochwertige, sterilisierte Kulturerde verwendet.

Pflanzen sofort in Quarantäne stellen

Wird eine Pflanze infiziert und die Krankheit erkannt, dann sollte man die betroffene Zimmerpflanzen so schnell wie möglich in Quarantäne stellen, da die Pflanzenkrankheiten ansteckend sind.

Wird eine unserer Zimmerpflanzen einmal von einer Krankheit befallen, so entfernt und vernichtet man zuerst alle befallenen Pflanzenteile. Dies ist besonders wichtig, denn die meisten Krankheiten breiten sich nicht nur durch den direkten Kontakt, sondern auch über die Luft sehr schnell auf die anderen Zimmerpflanzen aus.

Zur Früherkennung von Pflanzenkrankheiten sollte man verletzte Pflanzen immer aufmerksam beobachten, da verletztes Gewebe einen leichten Zugang für Bakterien, Viren und Pilze darstellt.

Bei Fäulnis großzügig schneiden

Wenn man an einer Pflanze Fäulnis bemerkt, so schneidet man diese immer großzügig mit einem sauberen, scharfen Messer heraus. Wichtig ist dabei, das Schneidewerkzeug nach jedem Schnitt mit Spiritus zu desinfizieren. So kann man eine versehentliche weitere Ausbreitung der Fäulnis verhindern. Der Schnitt  muss immer im gesunden Gewebe erfolgen, nur so kann man sicher sein, dass man alle Bakterien entfernt hat.

Pflanzenschutzmittel

Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Krankheiten, die durch Pilze oder Bakterienbefall verursacht werden, nennt man Fungizide oder Bakterizide. Wie auch bei den Insektiziden gibt es systemisch wirkende und bei direktem Kontakt wirkende Pflanzenschutzmittel.

Systemisch wirkende Pflanzenschutzmittel werden mit dem Gießwasser vermischt und über die Wurzeln der Pflanze aufgenommen. Diese Pflanzenschutzmittel verteilen sich über den Saftfluss in der gesamten Pflanze.

Die Fungizide und Bakterizide sind in der Regel weder für die Pflanzen, noch für Menschen oder Haustiere schädlich. Aber auch hier gibt es Ausnahmen und man muss die in der Beschreibung angegebenen Sicherheitsvorschriften sorgfältig beachten. Am gebräuchlichsten sind Pflanzenschutzmittel in Form flüssiger Konzentrate, die mit Wasser verdünnt und dann gespritzt werden. Wie auch bei den Insektiziden sollte man das Einsprühen der Pflanzen nur im Freien vornehmen.

Kleine Pflanzen tauchen, große Pflanzen einsprühen

Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass das Mittel möglichst alle Pflanzenteile gut benetzen, insbesondere die zarten Triebspitzen dürfen nicht ausgelassen werden. Verdünnte Pflanzenschutzmittel können bei kleinen Pflanzen auch als Tauchbad verwendet werden. Bei einer solchen Anwendung sind unbedingt wasserdichte Schutzhandschuhe zu benutzen. Man legt eine Hand so über die Blumenerde, dass sich die Basis der Pflanze zwischen den Fingern befindet, während man die Pflanze kopfunter in das Pflanzenschutzmittel eintaucht.

Bei der Verwendung von Sprühdosen darf man den Mindestabstand zur Pflanze nicht unterschreiten, da das austretende Mittel sehr kalt ist und direkte Schäden durch Erfrierung an den Pflanzen hervorruft. Fungizide in Pulverform eignen sich gut zur Behandlung von Schnittflächen und Wunden, diese werden direkt mit dem Präparat bestäubt.