Schädlinge an Zimmerpflanzen bekämpfen

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Zimmerpflanzen | «Pflanzenschädlinge bekämpfen»
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Bekämpfung von Pflanzenschädlingen

SchildläuseSchildläuse
Wim b
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Früherkennung der Parasiten
Das wichtigste bei der Bekämpfung der Pflanzenschädlinge ist die frühe Erkennung der Parasiten. Je eher man die saugenden, bohrenden und fressenden Schädlinge bemerkt, um so erfolgreicher und einfacher kann man sie bekämpfen.

Schnelle Vermehrung der Schädlinge
Die meisten Pflanzenschädlinge werden in kurzer Zeit geschlechtsreif und legen dann zahlreiche Eier, oder gebären wie die Blattläuse bereits lebende Jungtiere. So vermehren sich die Schädlinge innerhalb kürzester Zeit und breiten sich über die Zimmerpflanzen aus.

Die ersten Anzeichen von Schädlingsbefall
Im Anfangsstadium kann man manchmal gut sichtbare Schädlinge, z. B. Dickmaulrüssler, von den Pflanzen absammeln und kleinere Schädlingskolonien vollständig vernichten, indem man sorgfältig alle befallenen Pflanzenteile entfernt. Wenn man die ersten Anzeichen übersieht und die Pflanzenschädlinge sich bereits fortgepflanzt und verbreitet haben, reichen diese einfachen Methoden nicht mehr aus.

Eier sterben meist nicht ab
Auch wenn sich ein Erfolg abzeichnet, sollte man bei dem geringsten Anzeichen einer weiteren Ausbreitung die gesamte Pflanze mit einem Pflanzenschutzpräparat / Insektizid behandeln. Oftmals werden die Eier der Schädlinge bei einer Behandlung nicht abgetötet und es schlüpft nach einem anfänglichen Behandlungserfolg eine neue Schädlingsgeneration. Fast alle Pflanzenschädlinge kann man jedoch durch das richtige Mittel erfolgreich bekämpfen.

Pflanzenschutzmittel als Spray, Pulver oder in Form von Stäbchen
Die Insektizide und Pflanzenschutzmittel gibt es meist sowohl als Flüssigkeit, Spray, Pulver oder in Form von Stäbchen, diese jedoch meist in Verbindung mit einem Langzeitdünger.

Kontaktgifte und systemisch wirkende Insektizide
Die Insektizide / Pflanzenschutzmittel wirken entweder als Kontaktgift wenn der Schädling mit ihnen in Berührung kommt oder wenn das Insektizid durch Pflanzenteile oder über den Pflanzensaft aufnimmt. Letztere nennt man systemisch wirkende Insektizide.

Systemisch wirkende Gifte bleiben meist länger wirksam
Nach der Anwendung eines Pflanzenschutzmittels entsteht entweder ein geschlossener Spritzbelag auf der Pflanze, oder die wirksamen Bestandteile werden von ihr aufgenommen und bleiben eine Zeitlang im Pflanzengewebe, so dass das Insektizid über einen längeren Zeitraum wirkt. Solch längerfristig wirkenden Pflanzenschutzmittel haben den Vorteil, das auch nachfolgende Generationen der Pflanzenschädlinge vernichtet werden.

Insektizide die über die Wurzeln oder das Blattgewebe in den Saftstrom der Pflanze eindringen, nennt man systemische Präparate. Sie haben den Vorteil, das man auch versteckte Pflanzenschädlinge erreicht.

Kontaktgifte wirken schneller
Ein Kontaktgift das man anwendet sobald man einen Schädlingsbefall erkannt hat, führt schnell zum Erfolg, hat aber meist keine so nachhaltige Wirkung wie ein systemisches wirkendes Präparat. In Ritzen, in verwinkelten Blattachseln und in jungen, noch geschlossenen Trieben versteckte Schädlinge werden mit einem Kontaktgift oftmals nicht erreicht. Sie überleben und können eine neue Generation hervorbringen.

Pflanzenschutzmittel im Winter
Bei der Auswahl des Pflanzenschutzmittels, welches man in einem geschlossenen Wohnraum anwenden möchte, sollte man neben seiner Wirkung auf die Pflanzenschädlinge auch beachten, wie es sich auf die Pflanze auswirkt und wie schädlich es für den menschlichen Organismus ist. Generell sollte man zu sprühende Pflanzenschutzmittel niemals in der Wohnung verwenden.

Da jedoch besonders in der kalten Jahreszeit Schädlinge vermehrt auftreten, ergibt sich ein anders Problem. Stellt man die Pflanze zu einsprühen ins Freie, so kann es zu einem Kälteschock kommen. Die Pflanze wird zusätzlich geschwächt oder stirbt gänzlich ab. Aus diesem Grund sollte man während des Winters nach Möglichkeit immer auf ein systemisch, über das Gießwasser oder Stäbchen eingebrachtes Pflanzenschutzmittel zurückgreifen.

Pflanzenschutzmittel für empfindliche Pflanzen
Einige in Pflanzenschutzmitteln enthaltende Wirkstoffe können eine schädliche Wirkung auf bestimmte Pflanzen haben. Meist wird in der Beschreibung darauf hingewiesen, man sollte diese Hinweise genau beachten.

Vor allem Farnpflanzen, Kakteen und andere Sukkulenten reagieren sehr empfindlich auf bestimmte Mittel. Im Besonderen darf man die Vorschriften über die Dosierung nicht ignorieren. Eine zu hohe Dosis des Pflanzenschutzmittels kann der Pflanze schaden, eine zu niedrige Dosierung ist gegenüber den Pflanzenschädlingen wirkungslos.

Die Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln sind immer sehr genau zu beachten. Wichtig ist es auch, nach der Anwendung der Mittel sich die Hände gründlich zu waschen. Beim Einsatz von Sprühdosen und Zerstäubern darf man niemals in Windrichtung stehen, sonst atmet man die giftigen Wirkstoffe ein.


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