Tierische Pflanzenschädlinge
Grundlagen zu den Schädlingen
Bekämpfung der Schädlinge
- Älchen | Wuzelälchen
- Älchen | Blattälchen
- Blattläuse
- Cyclamenmilben
- Dickmaulrüssler
- Gewitterfliege
- Minierfliegen
- Rote Spinne
- Schmierläuse / Wollläuse
- Schildläuse
- Spinnmilben
- Springschwänze
- Trauermücken
- Thripse
- weiße Fliege
Pflanzenkrankheiten
Grundlagen der Pflanzenkrankheiten
Bekämpfung der Krankheiten
- Blattfleckenkrankheit
- Echter Mehltau
- Grauschimmel
- Rußtau
- Schwarzbeinigkeit
- Stamm- und Wurzelhalsfäule
- Viruserkrankungen
Thripse
M. J.
Bestimmte Rechte vorbehalten
Thripse sind auch unter den Namen Blasenfüße oder Gewittertierchen bekannt. Die nur 1 bis 3mm kleinen Thripse sind dunkelbraun bis braunschwarz gefärbt, die schmalen, langen Flügel weisen eine schwarz- weiße Querstreifung auf.
Die Larven der Thripse sind ungeflügelt und gelblich bis gelblichweiß gefärbt.
Thripse vermehren sich rasant, die Weibchen legen etwa 60 bis 70 Eier, aus diesen entwickelt sich innerhalb von 4 Wochen eine neue fortpflanzungsfähige Generation.
Thripse vermehren sich besonders gut bei trockenen warmer Zimmerluft, im Winter, während der Heizperiode ist ihre Ausbreitung besonderst oft zu bemerken.
Da die Thripse sich überwiegend auf der Unterseite der Blätter aufhalten, sollte man diese besonders gründlich und regelmäßig kontrollieren.
Die von den Thripsen verursachten Schäden gleichen denen der von den Spinnmilben verursachten Schäden.
Thripse
Forest Kim Starr
Bestimmte Rechte vorbehalten
Die Thripse saugen mit ihren Stechrüsseln die äußeren Zellen der Blätter aus. Die ausgesogenen Zellen sind anfangs gelblich gefärbt, später werden sie aufgrund der eindringenden Luft silbrig weiß.
Ist der Befall mit Thripsen bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, sehen die Blätter wegen der Vielzahl der ausgesogenen Zellen stark gesprenkelt und fleckig aus. Bei genauerem Hinsehen erkennt man feine schwarze Punkte auf den Blättern, dies sind die Kotausscheidungen der Parasiten.
Die von Thripsen befallenen Pflanze verliert ihre Vitalität und zeigt Wachstumsstörungen. Stark befallenen Blätter sterben ab.
Die Thripse befallen gerne Zimmerpflanzen wie Anthurium / Flamingoblume, Cyclamen / Alpenveilchen, Ficus elastica / Gummibaum, Sinningia / Gloxinie, Saxifraga / Steinbrech einige Orchideenarten und Palmen wie Washingtonia / Fächerpalme, Phoenix / Dattelpalme, Chamaedorea / Bergpalme. Aber auch zahlreiche anderen Pflanzenarten werden von den Thripsen heimgesucht.
Wie bei den meisten Schädlingsproblemen sollte man die mit Thripsen befallenen Pflanzen am besten schnell isolieren.
Da Thripse besonders gut in trockener Umgebung gedeihen, ist das häufige besprühen und gelegntliches Abduschen eine gute Präventivmaßnahme.
Zusätzlich sollte man auf ein systemisch wirkendes Pflanzenschutzmittel in Form von Spray oder Sticks zurückgreifen.
Bei solchen Präparaten wird der für die Thripse schädliche Wirkstoff von der Pflanze aufgenommen. Man streut das Granulat auf die Erde oder steckt die Insektizidstäbchen in die Pflanzenerde. Über den Saftstrom der Pflanze gelangt der Wirkstoff an alle vegetativen Stellen der Pflanze. Bei systemisch wirkenden Sprays nimmt die Pflanze den Wirkstoff über ihre Blätter auf.
Einige in Sprühdosen angebotenen Mittel enthalten neben dem eigentlichen Wirkstoff auch Öle. Besonders bei dünnblättrigen Pflanzen, insbesondere bei eingen empfindlichen Orchideen sollte man bei der Anwendung dieser Mittel vorsichtig sein.
Biologische Bekämpfung der Thripse
Zu den natürlichen Feinden der Thripse zählen die Florfliege und einige im Fachhandel erhältlichen Raubwanzen.