Alpenveilchen richtig pflegen

Deutscher Name: Alpenveilchen
Wissenschaftl. Name: Cyclamen
Familie: Myrsinaceae
Wuchshöhe: bis 30 cm
Verwendung: Blüten- und Fruchtschmuckpflanze
Blütezeit: August bis April
Schwierigkeit: mittelschwer bis anspruchsvoll

pflegeleicht: Für Anfänger geeignet
mittelschwer: Erfahrung und Pflegekenntnisse erforderlich
anspruchsvoll: Gute Kenntnisse der Zimmerpflanzenpflege sind zu empfehlen, diese können Sie hier nachlesen: Der grüne Daumen

Steckbrief / Beschreibung

Die Alpenveilchen sind knollenbildende, hübsch blühende Pflanzen, die zur erfolgreichen Kultivierung einen Teil des Jahres im Freien verbringen sollten. Die zahlreichen, einzeln an Stängeln sitzenden Blüten der Alpenveilchen gibt es in den Farben purpurrot, malvenfarben, rosarot, rot, dunkelrot, weiß und lachsrosa. Bei einigen Variationen sind die Blütenblätter am Rande kontrastreich gefärbt oder wellig gekräuselt. Die Blätter dieser Pflanzen entspringen an etwa 10 cm langen Stielen den leicht abgeflachten Knollen.

Alpenveilchen während des Sommers ins Freie stellen
Zu Beginn des Sommers, sobald die Alpenveilchen verblüht sind, sollte man die Cyclamen an einen schattigen Ort ins Freie stellen. Im Herbst holt man die Pflanzen dann wieder in die Wohnung, bis dahin sollten sich bereits die ersten Blütenknospen gebildet haben. Üblicherweise werden zu dieser Jahreszeit die Alpenveilchen auch im Handel gerne angeboten.

Alpenveilchen über mehrere Jahre hinweg kultivieren
Will man die Alpenveilchen mehrere Jahre in Folge zur Blüte bringen, was ziemlich schwierig ist, schränkt man ab der beginnenden Vergilbung der Blätter im Juni die Wassergaben ein, gießt anschließend gar nicht mehr und entfernt das gesamte Laub. Dann lässt man die Knollen in ihren Töpfen an einem nicht zu feuchten, aber kühlen Ort im Freien bis zum Austriebsbeginn im zeitigen Herbst. Dann nimmt man sie aus dem Topf, schüttelt die alte Erde ab und setzt sie in den gleichen Topf in frische Erde. Nun stellt man den Topf an einen hellen, kühlen Ort und gießt mäßig, so dass der Ballen bis zur Ausbildung kräftigerer Blätter gerade feucht ist. Danach kann man die Pflanze wie ein ausgewachsenes Alpenveilchen weiterkultivieren.

Standort / Licht

Die Alpenveilchen kultiviert man an einem hellen bis halbschattigen, nicht sonnigen Standort. Nur im Winter sollten diese Pflanzen auch direktes Sonnenlicht bekommen. An einem zu warmen und zu sonnigen Standort können die Alpenveilchen schnell absterben.

Alpenveilchen gießen

Da die nur zur Hälfte in der Erde sitzenden Knollen des Alpenveilchens nicht direkt begossen werden dürfen, gibt man das Gießwasser in den Untersetzer. Nach 20 Minuten entfernt man dann das überschüssige, nicht aufgesogene Wasser, damit die Pflanzen nicht unter stauender Nässe leiden. Wenn man die empfindlichen Knollen der Alpenveilchen direkt wässert, neigen die Blütenknospen und jungen Blätter zum Verfaulen und die Pflanze stirbt manchmal ab.

Temperatur

Alpenveilchen vertragen keine hohen Temperaturen. Der ideale Temperaturbereich liegt zwischen 12 und 16 °C. Die Temperaturen für die Überwinterung der Alpenveilchen als Topfpflanze sollten zwischen 10 und 15 °C liegen. Die Knollen winterharter Alpenveilchen können im Garten verbleiben, sofern sie mindestens 7 cm tief in der Erde liegen.

Alpenveilchen vermehren

Knollenpflanzen sind etwas schwierig zu vermehren. Die Methoden unterscheiden sich bei den verschiedenen Pflanzen. Bei manchen dieser Pflanzen treten kleine Knöllchen am Stiel auf. Andere wiederum bilden kleine Knollen am Ende ihrer Wurzeln. Diese Knollen können zur Vermehrung direkt eingesetzt werden.

Eine weitere Möglichkeit der Vermehrung besteht darin, die Hauptknolle der Pflanze in Teilstücke mit jeweils einer Triebknospe zu zerschneiden. Zum Schutz der Schnittstelle vor Fäulnis wird diese mit Schwefelpulver bestreut. Die Teilstücke werden eingepflanzt und nur mäßig gegossen.

Bei der Verwendung von Samen der Alpenveilchen achtet man darauf, dass die Samen Dunkelkeimer sind. Die ideale Keimtemperatur liegt bei 20 °C.

Erde / Substrat

Alpenveilchen werden in handelsüblicher Blumenerde auf Kompost- oder Torfbasis kultiviert.

Alpenveilchen umtopfen

Normalerweise braucht man die Alpenveilchen nicht umtopfen. Wer seine Alpenveilchen dennoch in ein neues Pflanzgefäß umsetzen möchte, kann dies etwa 6 bis 8 Wochen nach dem Ende der Blütezeit tun. Wenn sich dann der erste Neuaustrieb zeigt, werden die Knollen in frische, humose Erde umgetopft. Man darf die Knollen nicht zu tief setzen, dass oberste drittel einer Knolle sollte aus dem Substrat herausschauen.

Düngen / Nährstoffbedarf

Die Alpenveilchen werden nur während der Hauptwachstumsphase alle 2 Wochen mit Flüssigdünger in schwacher Konzentration gedüngt. Die ersten 2 Monate nach der Blütezeit werden die Alpenveilchen nicht gedüngt.

Alpenveilchen winterhart

In den Geschäften werden winterharte Alpenveilchen für den Garten angeboten. Winterharte Alpenveilchen werden etwa fünf bis sieben Zentimeter tief gesetzt. Beim Auslegen der abgeflachten Knollen erkennt man die Unterseite an dem  Wurzelbüschel. Wer sich bereits im zeitigen Frühling gerne an den Blüten seiner winterharten Alpenveilchen erfreuen möchte, sollte die Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) wählen. Diese Sorte entwickelt bereits im Februar oder März die ersten Blüten. Spätblühendere winterharte Sommer-Alpenveilchen sind Cyclamen purpurascens. Diese blühen von August bis September. Gut passend ist dann auch das Herbst- Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium), das von August bis Oktober blüht. Die während des Winters grün bleibenden Blätter dieser interessanten Sorte zeigen sich erst mit der Blüte im Herbst. Im Frühsommer zieht sich die Pflanze dann wieder zurück. Das Anatolien-Alpenveilchen, auch unter dem botanischen Namen Cyclamen cilcium angeboten, übersteht den Winter ebenfalls und kann somit als winterhartes Alpenveilchen den Garten schmücken.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Die Alpenveilchen werden manchmal von Cyclamenmilben befallen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Pflanzenschädlingen kontrollieren.

Leider findet auch der Dickmaulrüssler die Alpenveilchen recht schmackhaft, die typischen Fraßspuren des Dickmaulrüsslers sind jedoch leicht an den Blättern der Pflanzen zu erkennen. Die Larven des Dickmaulrüsslers sind schwerer zu entdecken, oft bemerkt man sie nur wenn die Pflanze bereits stark geschädigt ist, oder wenn sich die Käfer entwickeln und die Fraßspuren sichtbar werden.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Bilder der Alpenveilchen

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Alpenveilchen

Alpenveilchen

Cyclamen
Foto: Meneerke bloem, GFDL

Alpenveilchen Cyclamen alpinum

Alpenveilchen

Cyclamen alpinum

Foto: Meneerke bloem, GFDL

Alpenveilchen Cyclamen cyprium

Alpenveilchen

Cyclamen cyprium
Foto: Meneerke bloem, GFDL