Flamingoblume - Kulturanleitung & Pflege der Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen | «Flamingoblume»
Sie sind hier: Startseite > Zimmerpflanzen F > Flamingoblume

Grundlagen für alle Zimmerpflanzen


Grundlagen für Pflanzengruppen


Pflegeprobleme


Lexikon / Pflanzen


Pflanzen Spezial


Pflanzen-Foren


Online Einkaufen


Branchenbuch

Flamingoblume

Pflanzenlexikon F - Flamingoblume

Fatshedera
Fatsia japonica
Faucaria
Ferokaktus
Ficus
Ficus elastica
Ficus benjamina
Fittonia
Fortunella
Fuchsia

deutsche Pflanzennamen:
Felsenkaktus
Fensterblatt
Fetthenne
Feuerradbaum
Fiederaralie
Fischschwanzpalme
Flamingoblume
Flaschenbaum
Flaschenputzer
Fleißiges Lieschen
Frauenhaarfarn
Frauenschuh
Friedenslilie
Fuchsien

Anzeigen

Flamingoblume

Zu der großen Gattung der Anthurien (Flamingoblume) gehören Pflanzen, die in einer Wohnung nicht ganz leicht zu kultivieren sind. Die Gattung der Anthurien enthält aber auch weniger anspruchsvolle Arten. Flamingoblumen bezaubern durch ihre prachtvollen Blätter und durch auffallend schöne, dauerhafte Blütenstände, der die Pflanzen ihrem Namen verdanken. Obwohl die Blütezeit üblicherweise auf den Sommer fällt, können unter Idealbedingungen kultivierte Flamingoblumen ganzjährlich Blüten bilden.

In der freien Natur wächst die Flamingoblume entweder am Boden oder epiphytisch auf Bäumen. Die Pflanzen bilden nur ein spärliches Wurzelwerk aus. Die Blätter einer Flamingoblume entspringen bei den meisten Arten direkt dem fleischigen Wurzelstock.

Die ursprüngliche Art der Flamingoblumen ist in Zimmerkultur nicht häufig anzutreffen. Die Ursprungspflanze wurde von einer Anzahl Unterarten und zahlreichen Hybriden abgelöst.

Anthurium-Andreanum-Hybriden besitzen kräftig grüne, ledrige Blätter in Pfeilform. Diese Blätter können bis zu 40 cm lang und 15 cm breit werden. Die Hüllblätter sind weiß, lachsrot oder dunkelrot, werden 8 bis 13 cm lang und glänzen. In der Regel haben die Hüllblätter eine gehämmerte Oberfläche.

Der herausragende, fleischige Blütenkolben ist zylindrisch geformt, 6 bis 8 cm lang, mit einer leichten Krümmung, gelb oder cremefarbenen.

Anthurium-crystallinum besitzt ein sehr dekoratives Laub. Die herzförmigen Blätter dieser Art können bis zu 55 cm lang und 35 cm breit werden. In der Jugend besitzt Anthurium-crystallinum eine metallisch-purpurrote Farbe. Wenn die Pflanze ein höheres Alter erreicht, ändert sich die Farbe in ein samtiges, tiefes Smaragdgrün. Die Mittelrippe und die seitlichen Hauptadern der Blätter sind scharf abgegrenzt und silbrig weiß gezeichnet. Im Vergleich zum auffälligen, kräftig gefärbtem Laub ist der Blütenstand der  Anthurium-crystallinum unscheinbar.

Anthurium-Scherzeranum-Hybriden, auch kleine Flamingoblume genannt besitzen ledrige, dunkelgrüne, lanzettliche Blätter, die eine Länge von bis zu 30 cm und eine Breite von bis zu 10 cm ausbilden. Das 8 bis 12 cm lange, wachsartige, leuchtend rote Hüllblatt umgibt einen orangeroten und spiralig gedrehten Blütenkolben.

Kulturanleitung Flamingoblume

Licht: Flamingoblumen benötigen keine direkte Sonnenbestrahlung, um ihre hübschen Blüten auszubilden. Das ganze Jahr über bevorzugen die Pflanzen jedoch einen hellen Standort. Man sollte die Flamingoblumen deshalb direkt an ein Fenster stellen. Wenn die Pflanzen zu wenig Licht bekommt, werden ihre Blätter lang und sparrig.

Gießen: Während der Hauptwachstumszeit werden die Flamingoblumen reichlich und so oft gegossen, dass der Wurzelballen der Pflanzen stets gleichmäßig feucht ist. Während der Ruhezeit lässt man zwischen den Wassergaben die oberste Schicht der Erde leicht antrocknen. Generell sollte man zum Gießen weiches, also möglichst kalkfreies Wasser verwenden.

Temperatur:  Die Flamingoblumen kultiviert man am besten bei möglichst konstanten Temperaturen im Bereich von 19 bis 23 °C. Kurzeitig können die Pflanzen aber auch Temperaturen bis 13 °C vertragen.

Vermehrung: Größere Pflanzen können im Frühjahr geteilt werden. Man nimmt die Flamingoblume vorsichtig auseinander, so dass an jedem Teilstück einige fleischige Wurzeln und ein Vegetationspunkt verbleiben. Diese Teilpflanzen setzt man in kleine Töpfe in Torf oder Torfkultursubstrat, stellt sie an einen hellen, nicht sonnigen Ort bei möglichst konstanten Temperaturen um 22 °C. Die Pflanze gießt man nur soviel, dass der Torfballen bis zur Bewurzelung mäßig feucht bleibt. Begünstigt wird das Anwachsen der Flamingoblumen durch leichte Bodenwärme. Hierfür eignet sich ein elektrisch beheizter Vermehrungskasten. > siehe Marktplatz

Erdmischung: Die Erdmischung für eine Flamingoblume sollte einen hohen Anteil an saurem Torfmull, grober Lauberde oder Sphagnum haben. Für die Kultivierung dieser Pflanzen eignet sich auch ein reines Torfkultursubstrat, wenn man für eine ausreichende Ernährung durch gleichmäßige Düngung sorgt. Die ideale Kulturerde für eine Flamingoblume sollte jedoch zu gleichen Teilen groben Tort, Komposterde und Sand enthalten. Junge Pflanzen dieser Art werden im Frühjahr in größere Topfe umgetopft. Man achte aber darauf die Pflanzen nicht tiefer als zuvor einzusetzen. Damit das Wasser gut abläuft und keine Staunässe entsteht, müssen die Töpfe im unteren Bereich mit einer Sandschicht, mit Kieseln oder mit Tonscherben gefüllt werden. Für die Zimmerkultur von Flamingoblumen reichen in der Regel Töpfe mit einem Durchmesser von höchstens 10 bis 18 cm.

Dünger: Während der Wachstumszeit vom Frühjahr bis zum Herbst verabreicht man alle zwei Wochen einen Flüssigdünger in schwacher Konzentration.

Hinweise: Für die Kultivierung der Anthurium crystallinum sollte die Luftfeuchtigkeit sehr hoch sein. Geschlossene Blumenfenster mit entsprechenden Kulturbedingungen eignen sich deshalb besonders gut.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt auch die Blütenbildung bei Anthurium-Andreanum-Hybriden und Anthurium-Scherzeranum-Hybriden. Deshalb sollte man diese Pflanzen in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine stellen. Zusätzlich besprüht man die Blätter dieser Flamingoblumen Arten täglich mit kalkfreiem lauwarmen Wasser. Die kräftigen lederartigen Blätter dieser beiden Arten können zur Reinigung mit einem feuchten Schwamm abgewischt werden. Die empfindlicheren Blätter des Anthurium crystallinum reinigt man durch Absprühen mit kalkfreiem Wasser. Anthurium-Andreanum-Hybriden eignen sich sehr gut für die Kultivierung in Hydrokultur.

Krankheiten & Pflanzenschädlinge:

Schildläuse

Schildläuse erkennt man bei genauem Hinsehen leicht an den hoch gewölbten, festen Rückenschildern. Da die Schildläuse aufgrund ihrer Färbung jedoch gut getarnt sind, werden sie schnell übersehen. Man sollte seine Pflanzen deshalb regelmäßig und sorgfältig untersuchen.
> Schildläuse bekämpfen / Symptome erkennen

Rote Spinne

Bei einem Befall mit der roten Spinne sind die befallenen Blätter der Flamingoblume mit einem feinen Gespinst überzogen. Bei einer  genaueren Untersuchung sieht man kleine helle bis gelblich weiße Flecken. Bei stärkerem Befall mit der roten Spinne ändert sich die Farbe der Blätter von grün zu gelb und graugün bis kupferbraun.
> Rote Spinne bekämpfen / Symptome erkennen

Hier geht es weiter im Pflanzenlexikon:

Flaschenbaum