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Teil 1: Licht und Temperatur
Teil 2: Gießen
Teil 3: Sukkulenten richtig düngen
Teil 4: Erde und umtopfen
Teil 5: Sukkulenten vegetativ vermehren
Teil 6: - mit Samen vermehren
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Lexikon der Sukkulenten
Sukkulenten & Kakteen
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Sukkulenten & Kakteen
Kulturanleitungen Sukkulenten:
Aeonium | Agave | Aichryson | Aloe | Ceropegia | Cotyledon | Crassula | Echeveria | Faucaria | Gasteria | Graptopetalum | Haworthia | Kalanchoen | Lithops | Pachyphytum | Pedilanthus | Perilepta | Sedum | Stapelia
Crassula capitella
Foto: Eric Hunt
Lizenz: Bestimmte Rechte vorbehalten.

Kalanchoe thyrsiflora
Foto: Forest & Kim Starr
Lizenz: Public Domain.
Lithops herrei
Foto: Stan Shebs
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Bild: Agave colorat
Foto: Stan Shebs
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Sukkulenten sind nicht in einer Familie zusammengefasst, sie gehören vielen unterschiedlichen Pflanzenfamilien an.
Pflanzen mit wasserspeicherndem Gewebe nennt man Sukkulenten. Diese Pflanzen wachsen meist in Gebieten mit wenig oder jahreszeitig periodischen Regenfällen. Die Sukkulenten verfügen ein internes Wasserreservoir um längere Trockenperioden gut überstehen zu können.
Man unterscheidet zwischen den Wurzelsukkulenten, den Blattsukkulenten und den Stammsukkulenten. Die Blattsukkulenten zeichnen sich durch ihre dickfleischigen wasserspeichernden Blätter aus. Stammsukkulenten besitzen dicke und saftige Sprosse als Wasserspeicher.
Meist besitzen die Stammsukkulenten keine, bzw. fast keine Blätter, die Assimilation wird bei diesen sukkulenten Pflanzen ebenfalls durch die dicken Sprosse übernommen. Die bekanntesten Stammsukkulenten haben wir ausgegliedert, den Kakteen als sukkulente Pflanzen ist ein eigenes Kapitel zugeordnet. > Kakteen
Damit die Sukkulente möglichst wenig Wasser verdunstet, bildet die sukkulente Pflanze verkleinerte, kugelförmige, walzenförmige oder keine Blätter. Um die Verdunstung von Feuchtigkeit noch weiter zu reduzieren, sind die Spaltöffnungen in den umgebildeten Blättern sukkulenter Pflanzen wesentlich kleiner als bei herkömmlichen Pflanzen.
Der gedrungene, kompakte Wuchs der Sukkulenten verkleinert die Verdunstungsoberfläche zusätzlich. Ein weiterer Trick der Sukkulenten die Verdunstung möglichst gering zu halten, ist die Bildung einer Wachsschicht auf der Oberfläche der Pflanze.
Ein weiteres markantes Merkmal der Sukkulenten ist die Verlagerung der Photosynthese von den Blättern auf den Stamm der Pflanze.
Die besonders bei Kakteen auftretenden Warzen oder Rippen dienen zur Stabilisierung des Stammes und zur eigenen Beschattung eines großen Teils der Oberfläche der Sukkulente.Manche Sukkulenten haben eine etwas korkige oder eine sich abschälende Rindenschicht. Auch dies dient zur Beschattung und zur Isolierung vor zu großer Hitze.
Zahlreiche Sukkulenten bilden einen haarigen oder wolligen Flaum zur Beschattung des Stammes und zum Schutz vor Verdunstung von Flüssigkeit bei heißen Winden und kräftiger Sonnenbestrahlung. Die Dornen der Sukkulenten sollen Fressfeinde abwehren, das gespeicherte Wasser in den Pflanzenkörpern der Sukkulenten ist besonders bei Wüstenkakteen ein willkommener Wasserspeicher für Die Tiere in heißen und wasserarmen Gebieten.
Auch die starke Giftigkeit zahlreicher Sukkulenten soll Fressfeinde von dem Verzehr des wasserspeichernden Gewebes abhalten. Zur weiteren Verringerung von Verdunstung und zur Abwehr von Fressfeinden haben besonders die Wurzelsukkulenten einen Großteil ihres Pflanzenkörpers in die Erde verlegt.
Mit Ausnahme einiger Mitglieder der Gattung Liliaceae benötigen Sukkulenten einen hellen Standort mit möglichst viel direktem Sonnenlicht. Sind die Lichtverhältnisse nicht ausreichend, so wachsen die Sukkulenten sparrig und vergeilt. Das sonnigste Fenster ist für die Sukkulenten gerade gut genug.
Da mit Ausnahme von großen Dachfenstern das Licht während der Wachstumsphase einseitig in die Fenster einfällt, sollte man den Pflanztopf mit den Sukkulenten alle zwei bis drei Tage um ein Viertel drehen. So erreicht man ein gleichförmiges und schönes Wuchsbild der sukkulenten Pflanzen.
Wie zahlreiche Zimmerpflanzen sind auch Sukkulenten im Frühjahr und Sommer über einen Platz im Freien sehr dankbar. Die Gattungen Haworthie, Gasterie und Aloen sollten aber einen halbschattigen Platz im Freien bekommen.
Für die übrigen Sukkulenten kann man im Freien einen sehr sonnigen Platz wählen.
Sukkulenten im Regen: Sukkulenten mit kleinen, weich behaarten Blättern vertragen kein Wasser auf den Blättern. Die Pflanzen nicht im Regen stehen lassen und beim Gießen darauf achten, kein Wasser über die Blätter zu schütten. Zu den empfindlicheren Sukkulenten gehören einige Arten der Pachyphytum und Echeverien
Die Wärme in unseren Wohnräumen, auch in stark besonnten Fenstern, ist den Sukkulenten im allgemeinen sehr zuträglich. Dies gilt für die meisten Sukkulenten auch im Winter.
Es gibt jedoch auch einige sukkulente Pflanzen die im Winter einen kühleren Platz benötigen. Den Temperaturbedarf der einzelnen Sukkulenten finden Sie in unserer Beschreibung der jeweils einzelnen Pflanzen. > Lexikon Sukkulenten
Sukkulenten im Freien: Bevor die Tage und Nächte kühl werden, stellt man die Sukkulenten wieder an ihren Platz in der Wohnung zurück.