Sukkulenten - Substrat

Ein Substrat für Sukkulenten (Sukkulentenerde) sollte eine ähnliche Zusammensetzung wie der Boden im natürlichen Habitat der Pflanzen aufweisen. Sukkulenten wachsen in ihrer natürlichen Umgebung meist auf humusarmen oder humusfreien, mineralischen Verwitterungsböden.

Die im Handel erhältlichen Sukkulenten werden jedoch meist in herkömmlicher Torf- oder Blumenerde und leider seltener in Spezialsubstrat angeboten. Diese Blumenerde sollte man zügig austauschen, spätestens aber beim ersten Umtopfen sollte man ein für Sukkulenten besser geeignetes Substrat verwenden.

Eigenschaften des Substrats

Ein Substrat für Sukkulenten sollte gut wasserdurchlässig sein, damit sich nach dem Gießen kein Wasser stauen kann. Durch den mineralischen Anteil läuft das Wasser im Substrat zügig ab und es besteht nur eine geringe Fäulnisgefahr für die Sukkulente. Um eine ausreichende Belüftung der Wurzeln zu gewährleisten, muss das Substrat formstabil sein und nicht verdichten oder zusammensacken. Das Substrat darf nicht verklumpen.

Die offenporigen, mineralischen Bestandteile, Perlite und Granulate unterstützen die Luftführung und Krümelstruktur des Substrats, sie speichern die Nährstoffe und Feuchtigkeit. Diese geben sie langsam an die Pflanzen ab. Die Pflanzenwurzeln finden guten Halt und können sich in dem so aufgelockerten Boden ideal entwickeln.

Eine gute gemischte Sukkulentenerde behält, nach dem man sie in der Hand zusammengedrückt hat, für einen kurzen Moment ihre gepresste Form und fällt danach locker auseinander.

Substrat Mischung

Notwendig ist eine Substrat Mischung aus Erde und mineralischen Bestandteilen. Einer möglichst humusarmen Blumenerde werden grobkörnige Perlite und etwas kalkfreier Sand (Quarzsand) zugesetzt, dann wird alles gründlich vermischt.

Welche Inhaltsstoffe in welchem Verhältnis man genau verwendet, kann nach Anforderung variieren. Man sollte sich aber nicht von zu vielen möglichen Rezepturen für Substrate verunsichern lassen. Wenn man die notwendigen Anforderungen an das Substrat einhält, kann man eine Grundmischung erstellen und für alle seine sukkulenten Zimmerpflanzen verwenden.

Bewährt hat sich eine Mischung aus:

20 bis 75% Sukkulentenerde (Kakteenerde), alternativ Pikiererde und 25 bis 80% mineralische Beimischung, wie Bims-Kies oder Lavalit, Lavagranulat und etwas Quarzsand.

Bausand, herkömmliche, stark nährstoffhaltige oder vorgedüngte Blumenerden für Garten- und Zimmerpflanzen, Erden aus Wald oder eignem Garten eignen sich nicht!

Um nicht für jede Sukkulente eine eigene Mischung herzustellen, verwendet man eine praktische Grundmischung: 50% Anzucht- oder Sukkulentenerde und 50% mineralische Beimischung. Für sehr nässeempfindliche Sukkulenten senkt man den Erdanteil und erhöht den mineralischen Anteil der Mischung.

Rezepte für ein Sukkulenten-Substrat

Ein einfaches und gutes Substrat-Rezept: 1 Anteil Perlite, bestehend aus Feinkies, Grobsand und Tonsplitt. Dieses Gemisch wird mit einem ebenso großem Volumenanteil Anzuchterde vermengt.

Rezept 2: 1 Anteil Lava, 1 Anteil Bimskies und 0,5 Anteile Quarzsand mit 2,5 Anteilen Anzuchterde.

Rezept 3: 1 Anteil Perlite, 1 Anteil Lava Kies mit 3 Anteilen Sukkulenten- und Kakteenerde.

Rezept 4: 1 Anteil Vermiculite, 1 Anteil Lava Kies und 0,5 Anteile Quarzsand mit 2,5 Anteilen Anzuchterde.

Die hier angegebenen Substratrezepte haben sich bereits bewährt. Man kann die Zutaten aber auch auch nach eigenen Vorstellungen kombinieren und testen.

Bezugsquellen der Zutaten

Die passenden Substratanteile kann man in Gartencentern, Baumärkten und im Fachhandel kaufen. Die mineralischen Substrate sind in Baumärkten oft nur in sehr großen Verpackungseinheiten oder in zu grober Ausführung erhältlich. Quarzsand und kleinkörnigen Kies erhält man auch in kleineren Mengen im Zoofachgeschäft Mit etwas Einsatz kann man sich alle passenden Zutaten in den einzelnen Geschäften zusammensuchen.

Alternativ können die Zutaten auch über das Internet bestellt werden. Wir haben Ihnen die Bezugsquellen für hochwertige Bestandteile zusammengestellt.

Für die Grundmischung

Sukkulentenerde oder Anzuchterde verwendet man als Basis:
Kakteen u. Sukkulentenerde (Amazon)
oder alternativ
Anzuchterde, Pikiererde, Aussaaterde, bei Amazon

Perlite sind ein aufgeblähtes, vulkanisches Mineral zur Substratverbesserung. Die Erde bleibt locker und aufnahmefähig, zu viel Wasser fließt zügig ab:
Perlite 5 l, ab ca. 4 Euro über Amazon

Weitere mineralische Bestandteile

Der mineralische Anteil kann aus einem einzigen Bestandteil, Perlite, Vermiculite oder Bims-Kies usw. bestehen. Da die mineralischen Zusatzstoffe jedoch etwas unterschiedliche Eigenschaften haben, werden sie auch gerne in Kombination verwendet.

Vermiculite: aufgeblähtes Tonmineral zur Substratverbesserung: Lockerung, großes Anlagerungsvermögen für Nährstoffe und Wasser. Körnung 1-3mm
Vermiculite 5 l, ab ca. 5 Euro, Amazon

Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
Bims 10 l, ca. 10 Euro, Amazon

Lava: Eifel-Lava, rein mineralisches Material mit optimalem Wasser- und Luftgehalt. Körnung ca. 0-12 mm
Lava 10 l, ca. 10 Euro über Amazon

Quarzsand zur Auflockerung und für einen guten Wasserabzug
Quarzsand, Körnung 1 bis 4 mm, ab ca. 5 Euro / 10 kg über AMAZON

Bevor man die eigene Substratmischung verwendet, sollte man den pH-Wert überprüfen. Liegt dieser über 7 würde die meisten Sukkulenten recht schnell kränkeln oder absterben. Zur Messung verwendet man elektronische Messgeräte. Ideal ist ein kombinierter Bodentester. Ein digitales Bodenmessgerät ist ab etwa 20 Euro über Amazon erhältlich:

Kombinierte Bodentester, ph-Wert, Lux, Lumen, Feuchtigkeit

Falls der pH-Wert des Substrats zu hoch ist, mischt man Torfmull zur Senkung des pH-Wert hinzu.