Teil 1: Licht und Temperatur
Teil 2: Gießen
Teil 3: Sukkulenten richtig düngen
Teil 4: Erde und umtopfen
Teil 5: Sukkulenten vegetativ vermehren
Teil 6: - mit Samen vermehren
Lexikon
Lexikon der Sukkulenten
Sukkulenten & Kakteen
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Kulturanleitungen Sukkulenten:
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Echeveria lavi
Foto: Fritz Geller-Grimm
Lizenz: Bestimmte Rechte vorbehalten.
Graptopetalum amethystinum
Foto: Stan Shebs
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Sukkulente Pflanzen vertragen eine längerere Trockenheit besser als andere Pflanzen. Diese Genügsamkeit der Sukkulenten darf man aber nicht übermäßig beanspruchen, es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass die meist aus trockenen Gebieten stammende sukkulenten Pflanzen nur sehr wenig oder gar kein Wasser brauchen.
Auch Sukkulenten sterben bei zu seltenen oder zu sparsamen Wassergaben ebenso ab wie andere Pflanzen, allerdings nicht ganz so schnell. Es ist jedoch wichtig nicht in das andere Extrem zu fallen und die Sukkulenten genauso reichlich gießen wie nicht sukkulente Pflanzen. Bei zu feucht kultivierten Sukkulenten kann vor allem während der jährlichen Ruheperiode schnell Fäulnis eintreten.
In der freien Natur wachsen Sukkulenten während der feuchten Jahreszeit, die je nach Herkunftsland der sukkulenten Pflanze im Sommer oder im Winter sein kann. Während der trockenen Jahreszeit gehen die Sukkulenten dann in eine Ruheperiode über.
Aus diesem natürlichen Rhythmus ergibt sich die Grundregel für die erfolgreiche Kultur praktisch aller Sukkulenten: Man wässert die sukkulenten Pflanzen verhältnismäßig reichlich zur Zeit des Hauptwachstums und man gibt den Pflanzen während der Ruhezeit gerade so viel Wasser, dass die Topferde nicht vollständig austrocknet.
Während des Hauptwachstums sollte man die Sukkulenten erst dann wässern, wenn die oberste Schicht des Topfballens vollständig ausgetrocknet ist. Regenwasser ist für sukkulente Pflanzen günstiger, die meisten Sukkulenten nehmen aber auch mit gewöhnlichem, nicht zu kalkhaltigem, harten Leitungswasser vorlieb.
Einige sukkulente Pflanzen haben sehr zarte Triebe und Blätter, an denen unbeabsichtigte Wasserspritzer durch Regen oder durch das Wässern unansehnliche Flecken zurücklassen. Am besten stellt man die Pflanzgefäße mit solch empfindlichen Pflanzen zum Wässern in ein größeres Gefäß, das etwa 10 cm hoch mit Wasser gefüllt ist.
Durch die Kapillarwirkung steigt die Feuchtigkeit in der Erde auf, bis auch die Oberfläche leicht feucht wird. Länger darf das Pflanzgefäß nicht im Wasser bleiben, man nimmt es heraus und stellt es auf zwei parallel liegende Holzleisten, so dass überschüssiges Wasser etwa 15 Minuten lang frei aus dem Wasserabzugloch abtropfen kann.
Falls man die Sukkulenten nicht auf diese Weise bewässern kann, verwendet man eine Gießkanne mit einem langen und schlankem Gießrohr. Dabei achtet man darauf, dass die Blätter der Sukkulenten nicht bespritzt werden.
Vorsicht: Ein zu reichliches gießen während der Ruhezeit lässt die Sukkulenten faulen und absterben. Bei Gefäßen aus Kunststoff sollte man besonders vorsichtig gießen, um eine Vernässung des Wurzelballens zu vermeiden. Schlechte Drainage, kalte Zugluft und zu häufiges Gießen sind die Ursachen für die Fäulnis.