Habichtskraut - Standort und Anwendung der Heilpflanzen

   
Heilkräuter | «Habichtskraut, kleines»
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Lexikon der Heilpflanzen / Habichtskraut

Habichtskraut - Korbblütler (Asteraceae)

Habichtskraut / Hieracium pilosella Die zu den Korbblütlern zählende Gattung Hieracium, das Habichtskraut, gehört zu den formenreichsten unter den Korbblütlern. Außer den zahlreichen, fast ausschließlich gelb blühenden Arten gibt es noch viele Zwischenformen. Dies mach die Abgrenzung der Art und die Bestimmung der Pflanze oft sehr schwierig machen. Glücklicherweise ist jedoch das kleine Habichtskraut eines der wenigen Heilkräuter dieser Gattung welches leicht zu erkennen ist.

Das kleine Habichtskraut wächst vorwiegend auf trockenen und nährstoffarmen Untergründen. Magerwiesen und heideartige Weideflächen sowie steinige Hänge sind typische Standorte dieser Heilkräuter.

Als Heilpflanze ist das kleine Habichtskraut wegen der stark adstringierenden Wirkung mit Vorsicht anzuwenden. Früher war es in ländlichen Gebieten üblich, den frischen Saft des Habichtskrautes zur Wundheilung und zur Stärkung der Sehkraft zu verwenden. Das Kleine Habichtskraut wurde in der Naturheilkunde aber auch gegen verschiedene Blutungen, Durchfall und Wurmbefall benutzt.

Vom Mai bis September bildet das Habichtskraut kleine, hellgelbe, einzelnstehende Blüten. Die blattlos wachsenden Stängel dieser Pflanze tragen jeweils nur ein hellgelb gefärbtes, am Rand manchmal rötlich gesäumtes Blütenköpfchen. Die bläulich-grün gefärbten, langborstig und auf der Oberseite schwach behaarten Blätter wachsen grundständig oder an Ausläufern. Die Unterseite ist dicht mit hellgrauem, kurzem, filzigem Haar bedeckt. Während Trockenperioden rollt die Pflanze ihre Blätter ein. Die helle Blattunterseite wird während dieser Zeit der Sonne zugewandt, so kann die Pflanze Wärme reflektieren und die Verdunstung von Feuchtigkeit minimieren. Das kleine Habichtskraut erreicht je nach Standort eine Wuchshöhe 5 bis 35 cm. Die Pflanze bildet bei guten Wuchsbedingungen beblätterte Ausläufer.

Hier findet man das Habichtskraut
Die Pflanze wächst im gesamten europäischen Raum bis bis in Höhenlagen von etwa 3000 m. Bevorzugte Standorte dieser Heilkräuter sind Magerwiesen, steinige Hänge und Heidelandschaften mit nährstoffarmen Böden.

Eigenschaften der Heilpflanze
Das Habichtskraut wirkt blutreinigend, erfrischend, erweichend und harntreibend.

Der Geschmack dieser Heilpflanzen ist bitter.

Wirksame Pflanzenteile des Habichtskraut
In der Naturheilkunde benutzt man von dem Habichtskraut die gesamte frisch gesammelte Pflanze und den frischen Pflanzensaft.

Inhaltsstoffe des Habichtskraut
Cumarine (Umbelliferon), Flavonoide, Schleimstoffe, Gerbstoff, Harz, Mangan

Habichtskraut / Hieracium pilosellaHabichtskraut / Hieracium pilosella
Foto: H. Zell
Lizenz: GFDL

Anwendung der Heilpflanze
Das Habichtskraut wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet.

Anwendungen mit Habichtskraut in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Albuminurie, Bettnässen, Blutung, Bluthochdruck, Cellulitis, Durchfall, Harnstoff, Nasenbluten, Odem, Rekonvaleszenz, Urin

Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten.
Disclaimer

Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen