Löwenzahn - Standort und Anwendung der Heilkräuter

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Lexikon der Heilpflanzen / Löwenzahn

Löwenzahn

Steckbrief / Beschreibung

Im Altertum war der Löwenzahn vermutlich noch nicht als Heilpflanze bekannt, denn vor dem 15. Jahrhundert wird er von keinem Botaniker oder Arzt erwähnt. Hieronymus Bock führt erstmals im Jahr 1546 die harntreibenden Eigenschaften des Löwenzahns an, für Tabernaemontanus, einem Apotheker des 16. Jahrhunderts, stellte der Löwenzahn ein unvergleichliches Wundkraut dar. Damals wurde die vor der Blütezeit gesammelte Wurzel mit dem oberirdischen Teil der Pflanze in der Naturheilkunde verwendet. Der Löwenzahn ist auch heute noch eine sehr beliebte Heilpflanze. Er wird zur Behandlung zahlreicher Krankheiten und Beschwerden benutzt. Der gute Ruf dieser Heilpflanze besteht völlig zu Recht, denn der Löwenzahn fördert, wie klinisch nachgewiesen wurde, die Gallensekretion und wirkt harntreibend. Bei leberbedingter Wassersucht leistet der Löwenzahn als Heilpflanze vorzügliche Dienste. Besonders bei der ländlichen Bevölkerung wird der Löwenzahn als blutreinigendes und magenwirksames Mittel, bei Leber- und Gallenleiden, bei chronischen Ekzemen und anderem mehr verwendet. Seine Blätter werden in manchen Gegenden zu einem schmackhaften Salat angerichtet. Die im Spätsommer gestochene Wurzel wurde früher geröstet und diente nach dem Krieg als Kaffee-Ersatz.

Je nach Standort wird der ausdauernde Löwenzahn 10 bis 50 cm hoch. Die Pflanze bildet einen pfahlwurzelähnlichem Wurzelstock. Die in einer grundständigen Rosette angeordneten Blätter sind tief eingeschnitten bis fiederteilig, mit dreieckigen Abschnitten. Die Blütezeit des Löwenzahns erstreckt sich von März bis Oktober. Die großen, gelben Blütenköpfe stehen einzeln, endständig auf einfachen, hohlen, kahlen Stielen. Die gesamte Pflanze bildet Milchsaft. Der Geschmack des Löwenzahns , besonders der älteren Blätter ist bitter.

Standort / Hier findet man den Löwenzahn

Der Löwenzahn wächst im gesamten europäischen Raum. Man findet den Löwenzahn bis in Höhenlagen von etwa 2000 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Löwenzahn

abführend, appetitanregend, blutreinigend, fördert die Gallensekretion, harntreibend, magenwirksam, gegen Skorbut, tonisch

In der Naturheilkunde verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Löwenzahn den Wurzelstock, die im Frühjahr gesammelten Blätter und den im Herbst gewonnenen Saft.

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Inulin, Gerbstoff, Bitterstoff, Xanthophylle, ätherisches Öl, Cholin, Provitamin A, Vitamine B, C, Mineralsalze

Der Löwenzahn wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Löwenzahn in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Arteriosklerose, Asthenie, Cholesterin, Fettleibigkeit, Frühjahrskur, Gallensteine, Gelbsucht, Gesichtsfarbe, Gicht, Hämorrhoiden, Harnstoff, Haut, Krampfadern, Leber, Nierensteine, Rheumatismus, Sommersprossen Steinerkrankungen, Verstopfung, Warze

Bitte beachten Sie auch diesen Hinweis

Obwohl die Anwendungen mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten.

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Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen