Gewöhnliche Robinie - Hülsenfrüchtler (Fabaceae) Die Gewöhnliche Robinie, wird fälschlicherweise oft für eine Akazie gehalten. Die Robinie ist nach Jean Robin benannt, dem Hofgärtner der französischen Könige Heinrich IV. und Ludwig XIII. Heinrich der VI hatte die Robinie aus Nordamerika erhalten und somit im Jahre 1601 als erster in Europa eingeführt. Ab dem 18. Jahrhundert wurden diese schnellwachsende Bäume in großen Beständen angepflanzt und forstwirtschaftlich genutzt.
Die sich zahlreich vermehrende und leicht verwildernde Gewöhnliche Robine hat sich im Laufe der Zeit über das ganze gemäßigte Europa ausgebreitet. Die Gewöhnliche Robinie kann eine Wuchshöhe von bis zu 30 m erreichen, die Rinde dieser Bäume bildet tiefe Längsrisse und Furchen, die Äste der Robinie sind glattrindig. Die bis zu 30 cm langen Blätter einer Robinie sind unpaarig mit 9 bis 25 elliptisch geformten, ganzrandigen und kurz gestielten Fiederchen gefiedert. Die Nebenblätter sind zu kräftigen, bis zu 3 cm langen Dornen umgewandelt.
Als frostempfindliches Gewächs meidet die Robinie lediglich die sehr kalten nördlichen und die hohen Lagen mit kräftigen Frösten. Eine Robinie reichert den Boden mit Stickstoffverbindungen an und veranlasst dadurch eine erhebliche Veränderung der ursprünglichen, sie umgebenden Vegetation. Die stark Nektarhaltigen, etwas nach Jasmin duftenden Blüten werden sehr gerne von Bienen besucht. Aus den Blütentrauben einer Robinie kann man delikat duftende Pfannkuchen, aromatisches Toilettenwasser, Sirup und tonisch wirkenden Wein zubereiten. Die Samen, die Wurzeln und die Rinde einer Robinie enthalten einen giftigen Stoff.
Hier findet man die Gewöhnliche Robinie Die Pflanze ist fast im gesamten gemäßigten europäischen Raum, in Nordafrika, Nordamerika und in Asien bis in Höhenlagen von etwa 800 m zu finden. Die Gewöhnliche Robinie gilt als anspruchslose, schnellwachsende Pionierpflanze. Bevorzugte Standorte der Gewöhnlichen Robinie sind Mischwälder mit einem großen Anteil an Laubbäumen.
Eigenschaften der Heilpflanze Die Gewöhnliche Robinie wirkt erweichend, gallentreibend, krampflösend und tonisch. Der Geruch einer gewöhnlichen Robinie ist kräftig aromatisch, der Geschmack süßlich.
Gewöhnliche Robinie Foto: Botaurus stellaris
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzt man von der Gewöhnlichen Robinie die Blüten und die Blätter
Inhaltsstoffe der Gewöhnlichen Robinie Glykoside, ätherische Öle mit stark, aromatisch duftenden Verbindungen, Flavonoide, Gerbstoffe
Anwendung der Heilpflanze Die Gewöhnliche Robinie wird in der Naturheilkunde innerlich angewendet. Die in den Anwendungen angegebenen Dosierung sind unbedingt einzuhalten!
Anwendungen mit der Gewöhnliche Robinie in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Anämie, Kopfschmerzen, Leber, Magenbeschwerden, Magenkrämpfe
Wichtige Hinweise
Die Samen, die Wurzeln und die Rinde einer Robinie enthalten einen giftigen Stoff, deshalb darf man Zubereitungen nur nach ärztlicher Verordnung verwenden.
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
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