Rosmarin - Heilkräuter und Heilpflanzen

   
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Lexikon der Heilpflanzen / Rosmarin

Rosmarin - Lippenblütler (Lamiaceae)

Rosmarin Wie viele andere Heilkräuter und Gewürzpflanzen unter den Lippenblütlern, liegt auch das Ursprungsgebiet des Rosmarin im Mittelmeergebiet. In Mitteleuropa wird der Rosmarin als Gewürzpflanze angebaut. Rosmarin wächst verwildert nur in den warmen Lagen rund um das Mittelmeer.

Schon im Altertum wurde der Rosmarin von den Griechen und Römern als ausgezeichnete Gewürz- und Heilpflanze kultiviert. Die medizinischen Eigenschaften des Rosmarins beruhen vor allem auf seinem hohen Gehalt an ätherischen Ölen.

Durch Destillation der ätherischen Öle mit Alkohol stellte man schon im 16. Jahrhundert aus Rosmarinblüten Lavendelblüten und Poleiminze, das berühmte Aqua Reginae Hungariae her. Dieses königlich ungarische Wasser soll dabei geholfen haben, Königin Isabella von Ungarn im 72. Lebensjahr von ihren Gelenkschmerzen zu heilen.

Wie viele Lippenblütler auch wirkt der Rosmarin stimulierend auf das Nervensystem. In der Naturheilkunde wird der Rosmarin äußerlich zur Schmerzlinderung bei Rheumatismus angewandt, innerlich verwendet man diese Heilkräuter gegen Verdauungsschwäche, zur Förderung der Gallensekretion und als harntreibendes Mittel.

Hier findet man den Rosmarin
Die Pflanze ist in den warmen Lagen des Mittelmeergebietes beheimatet. Mittlerweile findet man den Rosmarin auch ganzjährig in vielen Gärten im gemäßigten europäischen Raum. Der Rosmarin bevorzugt trockene, sonnige Standorte mit kalkreichen Böden.

Eigenschaften der Heilpflanze
Der Rosmarin wirkt antiseptisch, gallentreibend, harntreibend, krampflösend, magenwirksam, stimulierend, tonisch und wundheilend. Der Geruch vom Rosmarin ist intensiv aromatisch, der Geschmack ist leicht harzig und etwas bitter.

RosmarinRosmarin, Foto: H. Zell, Lizenz: GFDL

Wirksame Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Rosmarin die Blüten und die Blätter.

Inhaltsstoffe des Rosmarin

ätherische Öle, Terpene, Kampfer, Glykoside, Saponin, Cholin

Anwendung der Heilpflanze
Der Rosmarin wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet.

Anwendungen mit dem Rosmarin in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Asthenie, Asthma, Bäder, Cholesterin, Gallenblase, Gedächtnis, Haut, Leber, Nervosität, Runzeln, Rheumatismus, Schlaf, Verdauung, Verstauchung, Zahn

Wichtige Hinweise
Dosierungen und Dauer der Anwendungen beachten. Schwangeren Frauen wird von Anwendungen mit Rosmarin abgeraten.
 
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten.
Disclaimer

Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen