Vogelknöterich - Knöterichgewächse (Polygonaceae) Vogelknöterich / Polygonum aviculare Foto: Kenraiz Lizenz: GFDL
Wie bereits dem Namen dieser Pflanze zu entnehmen ist, zählt der Vogelknöterich zu den Knöterichgewächsen. Ein besonderes Merkmal dieser Pflanzenfamilie sind die knotig wachsenden Stängel mit den röhrigen und häutigen Blattscheiden.
Weitere bekannte, zu den Knöterichgewächsen gehörende Pflanzen sind der Wasserpfeffer, der Schlangenknöterich, der Sauerampfer und der stumpfblättrige Ampfer. Knöterichgewächse besiedeln rasch große Flächen, man findet sie oftmals an Feldrändern, Wegrändern und auf unkultivierten Wildwiesen.
Die nahrhafte Pflanze wurde früher gerne an Schweine verfüttert, die Samen des Vogelknöterich sind ein gutes und nahrhaftes Vogelfutter. In der Naturheilkunde wird die gesamte Pflanze verwendet. In der Volksmedizin wird der Vogelknöterich bereits seit langer Zeit verwendet. Man benutzte die blutstillenden Eigenschaften der Pflanze bei Verwundungen. Auch bei der Behandlung von Durchfall, Steinerkrankungen oder Bronchitis war der Vogelknöterich von großer Hilfe. Zur Behandlung von Diabetes wird diese Heilpflanze auch heute noch verwendet.
Der einjährig wachsende Vogelknöterich erreicht eine Wuchshöhe von 50 cm, die flach liegenden bis leicht aufsteigenden Stängel sind stark verästelt. Das Gesamtbild der Pflanze ist karg, die stiellosen, kleinen Blätter wachsen wechselständig aus einer häutigen, silbrigen bis hellbraunen den Stängel umschließenden Blattscheide. Die den Blattachseln entwachsenden, grünlich-weiß bis rosa gefärbten Blüten sind kurz gestielt.
Hier findet man den Vogelknöterich Diese Heilpflanze ist im gesamten Europa heimisch. Man findet den Vogelknöterich in Höhenlagen bis etwa 2200 m. Bevorzugte Standorte der Pflanze sind unkultivierte Wiesen und die Ränder von Äckern.
Eigenschaften der Heilpflanze Der Vogelknöterich wirkt adstringierend, blutstillend, harntreibend, sedativ und wundheilend
Der Geschmack dieser Heilpflanze ist adstringierend (zusammenziehend).
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzt man von dem Vogelknöterich die ab Mitte Mai bis in den November hinein gesammelte, gesamte Pflanze. Auch die im Herbst gesammelten Wurzeln und den Saft frischer Pflanzen finden Anwendung in der Naturheilkunde.
Die gesammelten Pflanzen trocknet man kopfüber, zu Sträußen zusammengebunden, an einem schattigen Platz.
Vogelknöterich / Polygonum aviculare Foto: Rasbak Lizenz: GFDL
Inhaltsstoffe des Vogelknöterich Gerbstoffe, Harz, ätherische Öle, Schleim, Kieselsäure, Flavonoide
Anwendung der Heilpflanze Der Vogelknöterich wird innerlich und äußerlich angewendet.
Anwendungen mit Vogelknöterich in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Bronchitis, Cellulitis, Diabetes, Gicht, Nasenbluten, Orangenhaut, Steinerkrankungen, Wunde
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen |