„Seniorentaugliches Grün“ – Diese pflegeleichten Zimmerpflanzen sind für ältere Menschen bestens geeignet.

Ältere, pflegebedürftige Menschen sind in ihrem Bewegungsradius oftmals erheblich eingeschränkt. Ihnen fällt es vielfach buchstäblich schwer, einen Fuß vor die Tür zu setzen und sich an der Natur zu erfreuen - geschweige denn längere Spaziergänge zu unternehmen. Was liegt da näher, als sich ein Stückchen Natur in die eigenen vier Wände zu zaubern, wenn der Bewegungsapparat nicht mehr so recht mitmachen will?

pflegeleichte Orchidee

Um sich unnötige und mühsame Arbeit zu ersparen, die im Alter zudem zunehmend schwerer zu bewerkstelligen ist, bieten sich einige besonders anspruchslose Pflanzen als Zimmergenossen an, wenn Gelenkigkeit und Kraft nachlassen. Sie können mit ihrem frischen Grün und mitunter schönem Blütenzauber auch ältere Herzen immer noch erfreuen und den Betrachter in seinen Bann ziehen.

So rückt bei jedem Anblick der mitunter beschwerliche Alltag – er ist oftmals zusätzlich durch tägliche Routine und Herausforderungen bei der Grundpflege wie Baden, Zähneputzen, Anziehen, Essen oder die Erinnerung an die Medikamenteneinnahme besonders eng getaktet - schnell in den Hintergrund. Unterstützung bekommen Senioren beispielsweise von der Deutschen Seniorenbetreuung mit einer 24-Stunden-Pflege.

Es folgt eine kleine Hitparade der „seniorentauglichen Fensterbank-Lieblinge“, die Sorgen und Nöte ihrer Betrachter für mehr als einen Augenblick vergessen machen und ein Lächeln auf die Lippen zaubern können.

Sukkulenten aller Art

3 sukkulente Pflanzen

Sukkulenten-Pflege ist auch für ältere Menschen alles andere als schwierig. Die zahlreichen Vertreter der Sukkulenten-Gewächse sind dankbare Zimmerpflanzen, da sie nachlässige Pflege mehr als die meisten anderen Zierpflanzen in beheizten Wohnungen klaglos verzeihen.

Sukkulenten werden auch als Dickblattgewächse oder Fettpflanzen bezeichnet, da ihr charakteristisches Gewebe und trockenheitsangepasstes Blattwerk eine hohe Wasserspeicherfähigkeit besitzt. Von Natur aus an trockene Standorte perfekt angepasst, ist die Blattoberfläche durch eine Schutzschicht aus Wachs verdickt und lässt die Blätter ledrig erscheinen. Dadurch wird die Blattoberfläche in Relation zum Volumen vermindert und der Wasserverlust eingeschränkt. Wachsüberzüge oder Behaarung reflektieren zudem das Licht.

Gelegentliche bescheidene Wassergaben und ein möglichst heller Platz auf der Fensterbank reichen vollkommen aus, gedüngt werden muss grundsätzlich nicht. Auch ist die Wärme im Allgemeinen in unseren Wohnräumen – zwischen 19 und 23 Grad – den Sukkulenten sehr zuträglich. Normale Blumenerde, vielleicht etwas mit Spielsand oder feinkörnigem Kies durchsetzt, reicht ebenfalls aus. Mit ihren oftmals bizarren Formen und fleischigen Blättern wirken sie wie eine lebendige Skulptur, die - in kleinen Gruppen zu mehreren Exemplaren in Glasgefäßen etwa zusammengesetzt – ein lebendiger Blickfang sein können.



Platz 6 – Die Deutsche Eiche (Crassula ovata)

Pfennigbaum oder Geldbaum

Crassula ovata

Das auch als Pfennigbaum oder Geldbaum bezeichnete Dickblattgewächs zählt zu den beliebtesten Vertretern der Crassula-Arten. In seiner ursprünglichen Heimat Südafrika kann der Geldbaum bis zu zwei Meter hoch werden. Er wächst aufrecht und erinnert mit seinen Verästelungen tatsächlich an einen kleinen Baum. Ganzjährig trockene Zimmerluft schadet der Pflanze ebenso wenig, wie mehrmals versäumte Wassergaben. Auch kann, aber muss nicht zwingend gedüngt werden, lediglich ein heller Platz auf der Fensterbank oder in Fensternähe sollte gegeben sein.

Platz 5 – Das Rosettendickblatt (Aeonium arboreum)

Kreuzkraut (Senecio)

Flache Rosetten bilden zahlreiche Arten der Echeverien, während das Kreuzkraut (Senecio) seine Wasserreservoirs in winzigen kugelförmigen Blättern beherbergt. Das Rosettendickblatt (Aeonium arboreum) ist ein Vertreter der über 30 Arten umfassenden Aeonium-Familie. Sie alle werden gemeinhin unter den Bezeichnungen Dickblätter, Rosettendickblätter oder Rosettenbäumchen geführt.

Das Rosettendickblatt stammt ursprünglich aus den Kanaren und ist an trockene Standorte bestens angepasst. So brauchen die Dickblattgewächse wenig Wasser, einmal in der Woche gießen reicht vollkommen aus. Die Blätter dieser Pflanze sind robust und zu einer Rosette angeordnet, neben grünen Sorten gibt es auch rotblättrige Vertreter. Die Pflanze ist blühfreudig und bringt bis zu 40 Zentimeter lange Blütenrispen im Spätwinter und zeitigen Frühjahr hervor.

Platz 4 – Der Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata)

Elefantenfuß

Beaucarnea recurvata

Äußerst geringen Pflegeaufwand benötigt ebenso der pittoresk anmutende Elefantenfuß, auch Elefantenbaum oder Flaschenbaum genannt. Ursprünglich aus Mexiko stammend, erreicht die Pflanze in tropischen Trockenwäldern eine Wuchshöhe von bis zu zehn Metern mit einer Stammbreite von bis zu einem Meter. Charakteristisch ist eine rundlich verdickte Stammbasis mit dicht wachsenden, überhängenden schmalen Blättern.

Der Flaschenbaum kann nach einigen Jahren eine Wuchshöhe von knapp einem Meter erreichen, wobei der außergewöhnlich verdickte, borkige Stamm als Wasserspeicher an Umfang stetig zunimmt. Er sorgt dafür, dass der Elefantenbaum ganzjährig ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt ist und ruhig auch mal austrocknen darf. Ganzjährige trockene Zimmerluft verträgt er ebenso schadlos, auch höhere Zimmertemperaturen tun seinem Wohlbefinden keinen Abbruch.

Als Substrat eignet sich sandige, durchlässige Kakteen- oder Kübelpflanzenerde. Zusätzliche, gelegentliche Düngergaben sind zwar willkommen, aber nicht dringend notwendig.

Platz 3 – Die Klivie (Clivia miniata)

Riemenblatt

Das zur Familie der Amaryllisgewächse gehörende Riemenblatt stammt aus Südafrika und gehört zu den robustesten Zimmerpflanzen. Innerhalb der verschiedenen Arten gibt es gelb- und orangeblühende Arten, teils mit kurzen und breiten, teilweise auch langen und schmalen wie panaschierten Blättern. Alle Arten kommen mit widrigen Umständen zurecht und verzeihen längere Trockenphasen ebenso wie fehlende Düngergaben.

Die Hauptblütezeit liegt im Spätwinter und Frühjahr, einen hellen, aber halbschattigen Standort vorausgesetzt. Auch schattige Standorte verträgt die Zimmerpflanze, blüht dann aber nicht. Um die Blütenbildung zu fördern, sind außerdem unterschiedliche Tages- und Nachttemperaturen erforderlich. Auch ist dann ein kühler Winterstandort bei Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad angezeigt, wenn die Klivie im Frühjahr blühen soll.

Herkömmliche Blumen- oder Kakteenerde eignet sich gleichermaßen, an das Substrat werden keine speziellen Anforderungen gestellt, da die Pflanze keinen hohen Nährstoffbedarf hat. Wenn gedüngt werden soll, reichen monatliche Flüssigdünger-Gaben in der Vegetationsperiode von April bis September vollkommen aus.

Platz 2 – Der Christusdorn (Euphorbia milii)

Christusdorn

Ein wahrer Hungerkünstler ist der aus der Pflanzengattung der Wolfsmilchgewächse stammende Christusdorn, der außer möglichst viel Licht in unmittelbarer Fensternähe keine besonderen Ansprüche an Wasser, Dünger und Substrat stellt. Verwandt mit dem pflegeintensiveren Weihnachtsstern, gehört er mit seinem namensgebenden Dornenbesatz (erinnert mit seinen Dornen an die „Krone“ Christi) zu den Sukkulenten und ist in Madagaskar heimisch.

Die Blattschmuckpflanze kann je nach Alter bis zu 50 Zentimetern und höher werden und wächst als Strauch mit starker Verzweigung. Die grünen, wechselständig angeordneten Blätter sind verkehrt eiförmig. Je zwei oder vier rot gefärbte Blüten mit roten, rosa, weißen oder gelben Hochblättern bilden sich an den kurzen Blütenstielen.

Gelegentliche, moderate Wassergaben sollten lediglich ein Anfeuchten der Bodenoberfläche bewirken. Vor der jeweils nächsten Wassergabe sollte die oberste Schicht der Erde angetrocknet sein. Dabei gilt: Je wasserdurchlässiger das Substrat ist, desto reichlicher muss gegossen werden. Trockene Zimmerluft übersteht das Wolfsmilchgewächs jedenfalls schadlos.

Platz 1 – Robuste Orchideen-Hybriden

Phalaenopsis-Orchidee

Mit ihren faszinierenden Blütenformen und -farben gehört die große Pflanzenfamilie der Orchideen mit ihren etwa 30 000 Naturarten und zahllosen Hybriden zu den beliebtesten Zimmerpflanzen überhaupt. Vielfach pflegeintensiv, gehören jedoch gerade Kreuzungen mittlerweile zu den anspruchslosesten Zimmerpflanzen überhaupt, die sich schadlos auch an karge Ansprüche bestens angepasst haben.

Zu den anspruchslosen Gattungen, die in beheizten Räumen zurechtkommen, gehören die bekannten Phalaenopsis-Orchideen, die auch als Nachtfalterorchideen bezeichnet werden. Ihre einzigen höheren Ansprüche an ganzjährige Zimmertemperaturen belohnen sie im Gegenzug mit großen, farbenprächtigen Blüten und einer langen Blütezeit. Dabei ist das Farben- und Musterspektrum so vielfältig wie in kaum einer anderen Pflanzengattung. Die pflegeleichten Kreuzungen stammen ursprünglich aus dem asiatisch-pazifischen Raum und blühen selbst bei schattigem Standort das ganze Jahr über, ohne ausgeprägte Ruhezeit.

Ein weiterer, robuster Vertreter aus der großen Orchideenfamilie sind die zweitblättrigen Cattleya-Arten aus Mittel- und Südamerika, die mit zahlreichen, farbenprächtigen Blüten punkten. Allerdings benötigen die Sonnenanbeter einen eher hellen bis sonnigen Standort. Auch tritt eine Blüte nur dann ein, wenn eine winterliche Ruhezeit bei leicht abgesenkten Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad eingehalten wird.