Phalaenopsis

Phalaenopsis

Phalaenopsis von Wolfgang H Thailand

Trivialnamen: Malaienblume, Nachtfalter-Orchidee
Wissenschaftl. Name: Phalaenopsis
Familie: Orchideen (Orchidaceae)
Wuchshöhe: 10 bis 110 cm
Blütezeit: Herbst bis Frühjahr, Hybriden auch ganzjährig
Verwendung: Blütenschmuckpflanze, sehr beliebte Zimmerpflanze, Ampelpflanze
Hilfreiche Seiten: Orchideen pflegen
Lexikon / Übersicht:  Orchideen
Schwierigkeit: pflegeleicht

Phalaenopsis ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Die aus den tropischen Regenwäldern stammenden Phalaenopsis ist als Zierpflanze sehr beliebt. Es gibt zahlreiche großblumige Hybriden und auch reine Arten die als Sammlerobjekte begehrt sind.

Die pflegeleichten Phalaenopsis sind besonders für Anfänger eine gute Wahl, denn die Orchideen gelten als tolerant gegenüber kleineren Pflegefehlern, sie sind klimatisch relativ anpassungsfähig.

Beim Kauf muss man jedoch etwas aufpassen. Da die Phalaenopsen in Supermärkten, Baumärkten, Gartencentern und Floristikgeschäften ein Massen- und Wegwerf-Artikel geworden sind, ist die Qualität dieser Orchideen nicht immer die Beste.

Die in fast allen Farben erhältlichen Phalaenopsis-Hybriden und Sorten mit ihren überhängenden Blütenständen und langen Blütezeiten machen diese Pflanzen zu sehr attraktiven Ampelpflanzen.

 Pflege der Phalaenopsis

Die Phalaenopsis Pflege ist einfach, die Orchidee verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler. Gesunde Exemplare erkennt man an halb aufrecht stehenden Blättern mit einer glatten, straffen Oberfläche. Zusammengefasst kann man sagen, die Phalaenopsen gedeihen gut, wenn man sie an einem hellen, luftigem aber nicht zugigem, warmen und luftfeuchten Platz pflegt.

Die natürlichen Standorte der Phalaenopsis weisen meist durchschnittliche Tagestemperaturen von 25 °C bis 35 °C und Nachttemperaturen zwischen 15 °C und 25 °C auf.  Während der Wachstumszeit fallen hohe Niederschlagsmengen, die Luftfeuchtigkeit ist ganzjährig hoch. Einige Arten wie beispielsweise Phalaenopsis lobbii wachsen in Habitaten mit deutlich geringeren Temperaturen die, besonders während der Wintermonate, auf etwa 5 °C fallen können. Phalaenopsis gedeihen überwiegend an halbschattig bis hellen Standorten, ohne direktes Sonnenlicht. Selten finden sich jedoch auch Habitate in voller Sonne.

Die Orchideen der Gattung Phalaenopsis wachsen vorwiegend als einstämmige Epiphyten. Der dicke, aufrecht stehende und, bis zu 12 cm hohe Stamm einer Phalaenopsis bildet breite, fleischige, wechselständig wachsende Blätter, die bei den meisten Phalaenopsis nach unten geneigt sind.

Phalaenopsis bilden am Stamm zwischen den unteren Blättern Luftwurzeln aus. Ähnliche Wurzeln breiten sich auch über das Substrat aus. Den Blattachseln der Orchideen entspringen bis zu 100 cm lange, elegant gebogene Blütenschäfte. An den locker-traubigen oder rispenartigen Schäften der Phalaenopsis bilden sich bis zu 30 schmetterlingsähnliche Blüten in einem Blütenstand.

Die Blüten einer Phalaenopsis können zu jeder Jahreszeit erscheinen und halten sich bis zu drei Wochen. Neben den Phalaenopsis Arten gibt es zahlreiche Hybriden und Sorten dieser hübschen Orchideen mit eleganten Blüten, die unter der botanischen Bezeichnung Phalaenopsis -Hybriden zusammenfasst sind.

Standort / Licht

Man pflegt die Phalaenopsis während des ganzen Jahres hindurch an einem hellen, aber nicht vollsonnigem Platz. Phalaenopsen vertragen für kurze Zeit zertstreutes Sonnenlicht, die Orchideen sind jedoch empfindlich gegenüber direkter Sonnenbestrahlung während der Mittagsstunden. Pralle Sonne führt meist schnell zu Verbrennungen. Den Sonnenbrand erkennt man an dunklen Blattflecken.

Nach Eingewöhnung kann man die Phalaenopsis auch an relativ lichtarmen Standorten, wie z.B. einem nicht abgeschattetem Nordfenster (ohne gegenüberliegende Bebauung oder Bewuchs durch Bäume, etc.) pflegen. Ideal sind nach Osten- oder Westen ausgerichtete Blumenfenster. Auch Südfenster kommen als Standort in Frage, die kräftige Sonne muss hier aber durch Gardinen, vorgestellte Pflanzen oder ähnliches deutlich abgeschwächt werden.

In den kurzen, lichtarmen Wintertagen kann man die Phalaenopsis Orchideen durch eine zusätzliche künstliche Beleuchtung und eine Temperaturabsenkung während der Nacht zur Bildung von Blütenknospen anregen.

An Tagen mit niedriger Luftfeuchtigkeit sollten die Phalaenopsis öfter besprüht werden.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Phalaenopsis Gießen / Wässern

Man gießt Phalaenopsen regelmäßig. Vor dem nächsten Wässern lässt man das Substrat leicht abtrocknen aber niemals austrocknen. Bei durchschnittlichen Zimmertemperaturen und mittelgroßen Pflanztöpfen gießt man durchschnittlich einmal pro Woche, so hält man die Orchideen zwischen mäßiger Feuchtigkeit und leichter Trockenheit.

Einsprühen

Um die Pflanzenbasis herum wachsen fleischige, silbrige Luftwurzeln, die sich von den im Substrat befindlichen Wurzeln unterscheiden. Während der Wachstumsphase verlängern sich die silberfarbenen Luftwurzeln, erkennbar an den grünen Wurzelenden. Die frischen Wurzelspitzen überziehen sich mit einem weiß-silbrigen, Feuchtigkeit aufnehmendem Belag. Die Luftwurzeln sollten hin und wieder leicht besprüht werden.

Gießfehler vermeiden

Sollte das Substrat der Phalaenopsen einmal zu stark abgetrocknet sein, stellt man das Pflanzgefäß für etwa 5 Minuten in eine Schüssel mit Wasser. Der Wasserstand darf nicht so hoch sein, dass das Herz der Orchidee im Wasser steht, ansonsten kann es zur Fäulnis an der Pflanzenbasis führen. Dies hätte eine Blühpause von einigen Jahren zur Folge.

Auf den Blättern und im Herz der Orchidee darf kein Wasser stehenbleiben. Alle Blätter sollten vor Nachteinbruch wieder abgetrocknet sein, denn die Phalaenopsen werden leicht von Fäulnis und Pilzkrankheiten befallen. Die Pflanze bekommt schwarze Flecken, wenn Nachts Wassertropfen auf den Blättern bleiben. Am besten wird eine Phalaenopsis am frühen Morgen gegossen.

Die Orchideen vertragen keine Staunässe. Überschüssiges Wasser muss deshalb frei ablaufen können oder spätestens 5 Minuten nach dem Gießen aus dem Übertopf zügig abgeschüttet werden.

Wasserqualität

Als Gießwasser und zum Besprühen nimmt man für die Phalaenopsis weiches, abgestandenes und handwarmes Wasser. Wenn möglich, verwendet man sauberes, bei Bedarf gefiltertes Regenwasser.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Phalaenopsis überwintern / Ruheperiode

Die Phalaenopsis legt keine Ruheperiode ein und wächst das ganze Jahr über. Aufgrund des während der Wintermonate geringeren Lichtangebotes, verlangsamt sich das Wachstum der Orchideen jedoch deutlich.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Die Phalaenopsis sollten nicht im Freien gepflegt werden, da sich die mitteleuropäischen Klimabedingungen zu sehr von dem natürlichen Habitat der Orchideen unterscheiden.

Blüten, Blütezeit, Abwurf der Knospen

Blüten, Blütenbildung

Am Grunde der Pflanze erkennt man in den Blattachseln die Anlage für neue Blütenstände. Zuerst bildet sich eine kleine, grüne Ausbuchtung und ähnelt einer herauswachsenden Wurzel. Mit zunehmender Entfaltung verlängert sich der Blütenstand und man erkennt bereits den beginnenden Knospenwuchs. Während der darauffolgenden Wochen vergrößern sich die Knospen und beginnen dann sich einzeln, manchmal auch paarweise, zu öffnen.

Blütezeit

Phalaenopsis-Arten blühen meist zwischen Herbst bis Frühjahr. Phalaenopsis -Hybriden können ganzjährig Blüten bilden. Besonders ältere, bereits ausgereifte Phalaenopsen können über mehrere Jahre hinweg fast ununterbrochen blühen. Aber auch jüngere Exemplare erfreuen uns mit zwei bis drei Blütenständen pro Jahr.

Bei zahlreichen Arten und Hybriden wachsen nach der ersten Blüte Verzweigungen und Verlängerungen an den alten Blütenständen. Man erkennt den Wuchsansatz frühzeitig an einigen kleinen verborgene Knoten entlang des Blütenstandes. Schneidet man nach der Blüte den oberen Teil des Blütenstandes zwischen zwei oberen Knoten ab, regt man die Bildung eines neuen Blütenstandes aus den schlafenden Augen an.

Abgeblühte Blütenstände schneidet man nur dann etwa 2 cm über der Basis ab, nachdem sie vollständig vertrocknet sind.

Um nach dem Abblühen eine erneute Knospenbildung anzuregen, senkt man die Nachttemperaturen über einen Zeitraum von 5 bis 6 Wochen auf 14 bis max. 16 °Celsius ab. Die Temperaturabsenkung sollte jedoch frühestens 4 bis 5 Wochen nach der letzten Blüte versucht werden.

Knospenabwurf

Bei Pflegefehlern kommt es nicht selten vor, dass sich die Knospen gelb verfärben und dann abfallen. Meist kann man dies während der Wintermonate beobachten. Die zarten Knospen sind ein guter Pflegeindikator, denn sie reagieren am stärksten auf Fehler in der Pflege. Fast immer ist Lichtmangel oder ein zu kühler Standort, aber auch zu nasse Pflege für das Abfallen der Knospen verantwortlich. Ein hellerer Standort, oder eine zusätzliche künstliche Beleuchtung schaffen Abhilfe bei dem Lichtproblem. Die nachfolgen ausgebildeten Knospen entwickeln sich dann wieder ganz normal.

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Temperatur

Die weiß und rosa blühenden Arten pflegt man ganzjährig in einem Temperaturbereich zwischen 13 und 30 °Celsius. Ideal sind 23 °C tagsüber und 18 °C Nachttemperatur.

Die bunten Phalaenopsis-Arten mögen es etwas wärmer, der Temperaturbereich sollte sich ganzjährig zwischen 16 und 30 °Celsius bewegen. Ideal sind 25 °C tagsüber und 20 °C Nachttemperatur.

Die angegebenen Temperaturen sollte man nicht über- oder unterschreiten. Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig. Phalaenopsen die nicht zu stark geschädigt sind, können sich wieder erholen, wenn man sie im geeigneten Temperaturbereich pflegt.

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Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock

Phalaenopsis vermehren

Die meisten Phalaenopsen Arten und Hybriden können nur durch Samen oder Gewebekultur in sterilen Speziallabors vermehrt werden. Einige Phalaenopsen neigen jedoch dazu, an der Basis der Pflanze oder den Verzweigungen abgeblühter Schäfte, Seitensprosse auszubilden. Wenn die Wurzeln etwa 3 bis 4 cm lang sind, kann man die Sprosse vorsichtig abschneiden und einzeln in kleine Pflanzgefäße mit dem für die Phalaenopsis empfohlenen Substrat setzen.

Die Sprösslinge stellt man an einen warmen, hellen,  nicht sonnigen Platz: In den kommenden 5 bis 6 Wochen werden die frisch eingesetzten Phalaenopsis nur sparsam gegossen. Ab der siebten Woche behandelt man sie wie ausgewachsene Exemplare.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Generell sollten alle Orchideen in gut wasserdurchlässigen Substraten gepflegt werden. Als Substrat für eine Phalaenopsis verwendet man ein gleichförmiges Gemisch aus hochwertiger Blumenerde oder Torf, kleine Holzkohlebrocken, bröckeligem Lehm, zerkleinertem Sumpfmoos (Sphagnum) und Quarzsand oder Perlite.

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Zur Verbesserung des Wasserabzugs gibt man zunächst eine etwa 4 cm hohe Schicht Tonscherben in das Pflanzgefäß. Die Orchideen der Gattung Phalaenopsis gedeihen sehr gut in Holz- oder Drahtkörben, die man mit Sphagnum oder Osmunda auslegt.

 Sphagnum und Osmunda sind über das Internet hier erhältlich:

Phalaenopsis umtopfen

Neu gekaufte Phalaenopsen müssen erst einige Jahre nach dem Kauf umgetopft werden. Später topft man ältere Phalaenopsis im Abstand von 2 bis 3 Jahren um. Die günstigste Zeit ist das Frühjahr. Die Orchideen dürfen zum Umtopfen nicht in Blüte stehen. Ungünstig ist es auch, wenn die Pflanzen bereits mit dem Wachstum begonnen haben und das neue Blatt noch sehr klein ist.

Die alte Erde wird aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln der Orchidee werden abgeschnitten. Auch lebende Wurzeln können bei Bedarf etwas gestutzt werden. Nach dem Umtopfen stellt man die Phalaenopsis 3 bis 4 Wochen lang an einen schattigen Platz. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Orchideen - Theorie & bebilderte Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Während der Hauptwachstumszeit bekommt die Phalaenopsis bei jedem dritten Gießvorgang einen handelsüblichen Orchideendünger nach Herstellerangaben. Während des Winters düngt man seltener, zwischen November und März reichen meist ein bis zwei Düngergaben aus.

Phalaenopsis schneiden

Bei zahlreichen Phalaenopsis Arten und Hybriden wachsen an den verblühten Blütenständen Verzweigungen oder Verlängerungen. An diesen bilden sich dann erneut Knospen und Blüten. Aus diesem Grund sollte man abgeblühte Blütenstände nur dann abschneiden, nachdem sie vertrocknet sind.

Lesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Die Gattungen Phalaenopsis und Doritis sehen sich nicht nur besonders ähnlich, sie haben auch fast die gleichen Pflegeansprüche. Der Gattungsname Doritis ist derzeit ein Synonym für die Gattung Phalaenopsis, mit der Doritis zusammengelegt wurde.

Gelbe, welke oder schlaffe, durchsichtige Blätter

Eine Pflege bei zu hohen Temperaturen äußert sich durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig. Phalaenopsen die nicht zu stark geschädigt sind, können sich wieder erholen, wenn man sie im geeigneten Temperaturbereich pflegt.

Weiche, runzelige Blätter

Falls trotz zahlreicher Luftwurzeln die Phalaenopsis sehr locker im Substrat sitzen, ist dies ein Hinweis auf altes, bereits verrottetes Substrat oder auf Schädigungen an den Wurzeln. Weiche und runzlige Blätter deuten in der Regel auf Wurzelschäden hin. Diese sind meist auf zu nasse Pflege oder Staunässe zurückzuführen.

Wenn es nicht bereits zu spät ist, schafft Umtopfen, die Vermeidung von Staunässe und künftiges sparsameres Wässern Abhilfe bei dem Wurzelproblem. Bis zur Ausbildung neuer Wurzeln werden einige Wochen vergehen. Während dieser Zeit sollte man dir Luftwurzeln und Blätter öfter mit handwarmem, weichem Regenwasser besprühen. Das Substrat wird in den ersten Wochen nur ganz wenig angefeuchtet.

Wenn die Orchidee während einer Problemphase blüht, kann man den Blütenstand ausnahmsweise abschneiden und in eine Vase stellen. Meist halten sich die Blüten noch eine ganze Weile.

Schädlinge an den Orchideen

Die Phalaenopsis werden manchmal von Schmier- und Wollläusen befallen. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der Orchideen zu erkennen.

Schildläuse erkennt man bei genauem Hinsehen leicht an den hoch gewölbten, festen Rückenschildern. Da die Schildläuse aufgrund ihrer Färbung jedoch gut getarnt sind, werden sie schnell übersehen. Man sollte seine Phalaenopsis regelmäßig und sorgfältig untersuchen.

Eine Phalaenopsis ist vermutlich nicht giftig, da in der Literatur keine Hinweise auf eine potentielle Toxizität gefunden wurden.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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© Foto: Wolfgang H.
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