Orchideen - Orchideen richtig pflegen
Licht & Temperatur, Luftfeuchtigkeit & Gießen

Zu den Orchideen gehören über 700 bekannte Gattungen mit 22000 verschiedenen Arten. Wegen Ihrer farbenfrohen und grazilen Blüten werden sie von vielen Pflanzenfreunden in Zimmerhaltung gepflegt.

Dendrobium unicum

Dendrobium unicum von Wolfgang H Thailand

Das richtige Licht für Orchideen

Orchideen lieben einen hellen Standort, am besten direkt an einem Fenster mit ein wenig  Sonneneinstrahlung am Vor- oder Nachmittag. Es gibt allerdings einige Gattungen von Orchideen bei welchen man das direkte Sonnenlicht, besonders im Sommer, meiden sollte. Hierzu gehören die Orchideen der Gattung Paphiopelidium, Lycaste und Miltonia. Eine Verallgemeinerung der Lichtbedürfnisse ist aber nicht möglich, sie sollten sich die speziellen Bedürfnisse in der jeweiligen Kulturanleitung anschauen. Ein Überblick über verschiedene Gattungen, Arten und Sorten mit ihren Bedürfnissen für eine Kulturhaltung gibt Ihnen das Orchideenlexikon.

In den Wintermonaten benötigen die epiphytischen Orchideen möglichst viel direktes Sonnenlicht. Alternativ kann man auch eine künstliche Beleuchtung anbringen um den Lichtbedarf von ca. 11 Stunden täglich zu gewährleisten.

Temperaturen für die Orchideenhaltung

Um Orchideen gesund und blühfreudig zu halten, benötigen viele Orchideen ganzjährig eine möglichst gleichförmige Wärme, einige Arten mit Tag- und Nachtunterschied.

Die Temperaturansprüche sind bei den verschiedenen Orchideen aber unterschiedlich, man sollte also immer in der Kulturanleitung der jeweiligen Gattung oder Art nachschauen, welche Temperaturen geeignet sind. Bei den angegebenen Werten handelt es sich aber immer um Durchschnittswerte. Je nach Pflanze und Standort werden kurzzeitig auch niedrigere oder höhere Temperaturwerte als die den Kulturanleitungen angegebenen toleriert.

Die Bedürfnisse der jeweiligen Gattungen finden Sie unter den Kulturanleitungen für die jeweiligen Orchideen. Ein Überblick über verschiedene Gattungen, Arten und Sorten gibt Ihnen das Orchideenlexikon.

Orchideen und die Luftfeuchtigkeit

Orchideen lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Pflanzgefäße der Orchideen können auf mit Wasser und Kieselsteinen gefüllte Schalen gestellt werden. Auch ein kleiner Wasserverdunster, in der Nähe der Orchideen aufgestellt, kann helfen die Ansprüche unserer Pflanzen zu erfüllen. Bei Temperaturen unter 21 °C sprüht man die Orchideen einmal, bei höheren Temperaturen auch mehrmals täglich ein.

Gießen der Orchideen

Orchideen werden auch während der Wachstumszeit recht mäßig gegossen. Zwischen den einzelnen Wassergaben sollte die Erde oder das Substrat fast vollkommen abtrocknen, jedoch nicht austrocknen. Ein Gießen alle 7 bis 10 Tage ist meist ausreichend, eine Verallgemeinerung jedoch nicht möglich, da zu viele Faktoren eine Rolle für den Wasserbedarf einer Pflanze verantwortlich sind. Kultiviert man seine Orchideen auf faserigen Pflanzenunterlagen, so kann ein häufigeres Gießen notwendig sein. Das Fasermaterial sollte sich vor der nächsten Wassergabe jedoch trocken anfühlen. Auf sehr wasserdurchlässigen kultivierte Orchideen müssen in der Regel öfter gegossen werden, je nach Klima und Temperatur kann sogar tägliches Gießen notwendig sein.

Besonders für Anfänger stellt sich die Frage: Wie gieße ich richtig und woran erkenne ich, ob ich der Orchidee zu viel oder zu wenig Wasser gebe?

Wann gießt man eine Orchidee ?

Generell wird einer Orchidee immer nur nach Bedarf Wasser gegeben. Es gibt keine festen zeitlichen Abstand, die Notwendigkeit des Gießens ist von zahlreichen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Um den richtigen Zeitpunkt zu ermitteln muss man immer nach Abtrocknungsgrad des Orchideensubstrats schauen. Ist das Substrat nach einige Tagen noch nicht abgetrocknet, so wartet man besser noch einige Tage bis zum nächsten Wässern.

Eine sehr gute Methode zum feststellen ob gegossen werden muss oder nicht ist das Überprüfen des Gewichtes des Topfes. Mit ein wenig Übung und Erfahrung funktioniert diese Methode sehr gut.

Wie gießt man eine Orchidee richtig ?

Wenn man seine Orchidee dann endlich wässert, so sollte man reichlich gießen. Das Wasser muss aus dem Abzugloch wieder herauslaufen und das Substrat sollte nach dem Gießen vollkommen durchfeuchtet sein.  Falls Sie die Orchidee mit einem Übertopf kultivieren, müssen Sie das überschüssige Gießwasser nach dem Wässern ausleeren. Die Orchidee darf mit ihren Wurzeln nicht längere Zeit im Wasser stehen, ansonsten kommt es schnell zur Fäulnis und die Orchidee stirbt - wahrscheinlich einer der häufigsten Pflegefehler.

Die Wasserqualität

Das beste Gießwasser für die Orchideen ist sauberes Regenwasser. Dies bekommen sie auch in der Natur und darauf ist die Orchidee biologisch eingestellt. Wer keine Möglichkeit hat Regenwasser in sauberer Qualität zu sammeln, kann Leitungswasser mit einem Wasserfilter enthärten. Diese Filter werden meist zur Enthärtung von Leitungswasser für Tee angeboten, sie sind mittlerweile überall erhältlich.

Nicht ganz so empfindliche Orchideenarten, besonders robustere Hybriden, kann man auch mit abgestandenem Leitungswasser gießen.

Das Gießwasser sollte immer zimmerwarm sein, zu kaltes Wasser schadet den Pflanzen.

Fehler beim Gießen der Orchideen

Einer der Fehler bei der Haltung von Orchideen ist das zu häufige und zu reichliche Gießen der Pflanzen. Überschüssiges Wasser muss nach dem Gießen aus dem Übertopf entfernt werden. Gießt man zu häufig und lässt man das Substrat vor dem Wässern nicht genügend abtrocknen, so entsteht Wurzelfäule. Einige Orchideen benötigen eine Ruhepause im Herbst oder Winter. In den tropischen und subtropischen Gebieten, der Heimat zahlreicher von Hobbygärtner kultivierter Orchideen, fällt die Ruhezeit mit einer Trockenzeit zusammen. Aus diesem Grund hält man während der meist kurzen, wenige Wochen dauernden Ruhezeit das Substrat nur leicht feucht, jedoch nicht vollkommen trocken.

Orchideen und Zubehör online kaufen

Bücher über Orchideen bei Amazon

Bücher

Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz