Miltonia - Kulturanleitung & Pflege

 
Zimmerpflanzen | «Miltonia»
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Miltonia

Miltonia - Orchideen

Zu der Gattung Miltonia gehören etwa 40 bekannte Arten. Mittlerweile sind aber viele Hybriden gezüchtet worden. Diese epiphytisch wachsenden Orchideen mit ihren großen, ausgebreiteten Blüten, die eine Ähnlichkeit mit Stiefmütterchen oder Veilchen haben, sind als Gattung unverkennbar. Die ovalen oder länglichen, oft seitlich zusammengedrückten Pseudobulben einer Miltonia werden etwa 5 bis 10 cm lang und 3 cm breit, jedoch meist nur 13 mm dick. Aus den Spitzen der glatten, glänzenden, graugrün gefärbten Pseudobulben entwickeln sich 1 bis 3 hellgrüne, meist lange, schmale und elegant gebogene Blätter.

An der Basis der Pseudobulben einer Miltonia entspringen 15 bis 50 cm lange, aufrecht wachsende Blütenschäfte, die 1 bis 10 kurzstielige Blüten tragen. Besonders bei den Hybriden haben die Blüten eine samtartige Struktur. Die Petalen und Sepalen sind länglich und haben meist zurückgebogene Spitzen. Die Blüten dieser Orchideen sind kräftig gefärbt, meist mit einem kontrastierenden Fleck im oberen Teil der großen, breiten Lippe. Bei vielen Sorten der Miltonia duften die Blüten süßlich. Die Hauptblütezeit liegt je nach Art zwischen dem Frühjahr und dem Herbst. Die Einzelblüten halten 4 Wochen.

Die Miltonia Orchideen legen keine ausgeprägte Ruheperiode ein und gedeihen im Zimmer unter geeigneten Bedingungen das ganze Jahr hindurch gleich gut. Da die Miltonia aber auf Temperaturschwankungen recht empfindlich reagiert, ist es ratsam, sie in eine Pflanzenvitrine oder in ein geschlossenes Blumenfenster zu stellen.

Kulturanleitung Miltonia

Licht: Vom Frühling bis zum Herbst gedeiht eine Miltonia am besten bei mittleren Lichtverhältnissen. Direkte Sonnbestrahlung lässt die Blätter der Orchideen vergilben.

Während der kurzen, lichtarmen Wintertage stellt man die Miltonia jedoch besser an einen hellen Platz, der am Morgen oder am späten Nachmittag einige Stunden direkter Sonne ausgesetzt ist.

Gießen: Man wässert eine Miltonia mäßig und lässt die Erde zwischen den Wassergaben abtrocknen.

Temperatur: Die Temperatur sollte am Tage bei etwa 22 °C und des Nachts bei ungefähr 18 °C liegen. Eine Miltonia verträgt im Sommer auch höhere Temperaturen und die Orchideen nehmen auch keinen Schaden, wenn die Tagestemperatur zeitweilig auf 17 °C absinkt. Die Luftfeuchtigkeit muss für diese Orchideen stets ausreichend hoch sein, man stellt deshalb die Orchideen in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine und besprüht sie jeden Morgen mit zimmerwarmem, kalkfreiem Wasser.

Vermehrung: Orchideen der Gattung Miltonia werden zur Vermehrung im Frühjahr geteilt, vorausgesetzt die Pflanze ist zu groß geworden und es sind ausreichend viele Pseudobulben vorhanden. Man zerschneidet die Rhizome in zwei oder mehr Teilstücke. An jedem Teilstück sollten sich mindestens zwei Pseudobulben befinden. Die Stücke setzt man in kleine Töpfe mit einem Durchmesser von 8 bis 10 cm. Alternativ können die Teilstücke der Rhizome auch an einem Epiphytenstamm befestigt werden. Bis zum neuen Austrieb werden die geteilten Rhizome nur mäßig gegossen. Danach kann man die geteilte Miltonia wie ausgewachsene Orchideen weiterkultivieren.

Erdmischung: Man verwendet eines der für epiphytische Orchideen empfohlenen Substrate und setzt diesem eine Handvoll Holzkohlebrocken zu. Zur Verbesserung der Dränage füllt man die Töpfe zur Hälfte mit Tonscherben. > Substrate für Orchideen

Umtopfen: Man setzt eine Miltonia in den möglichst kleinen Topf, der noch drei oder vier weiteren Pseudobulben Platz bietet. Umgetopft wird die Orchidee wird nur bei Bedarf und möglichst im Sommer, unmittelbar nach der Blüte.

Dünger: Man verwendet zur Düngung einer Miltonia  einen stickstoffreichen Orchideendünger, der in den wärmeren Monaten mit jeder dritten oder vierten Wassergabe und in der übrigen Zeit mit jeder sechsten oder achten Wassergabe verabreicht wird.

Hinweise: Vertrocknete Blüten und Blätter der Miltonia müssen sofort entfernt werden. Ansonsten hinterlassen sie hässliche Flecken, wenn sie mit den gesunden Blättern der Orchidee in Berührung kommen.

Schwarze Flecken an den Blättern der Pflanzen lassen erkennen, dass die Temperatur zu niedrig ist. Als Gegenmaßnahme erhöht man die Temperatur oder verringert die Luftfeuchtigkeit.

Krankheiten & Pflanzenschädlinge:

Spinnmilben

Trockene, warme Heizungsluft bietet im Winter ein ideales Klima für Spinnmilben. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Regelmäßiges Einsprühen der Orchideen beugt dem Befall mit Spinnläusen vor.
> Spinnmilben erkennen und bekämpfen

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