Orchideen - Orchideen im Frühling

Phalaenopsis

Phalaenopsis von Wolfgang H Thailand

Orchideen im März

Frühling Im Frühling beginnt für viele Orchideen, so wie für zahlreiche andere Zimmerpflanzen auch, die Wachstumszeit. Nun ist der richtige Zeitpunkt, eine Orchidee die verblüht ist und zu wachsen beginnt, umzutopfen. Kindl können von der Mutterpflanze abgetrennt und in eigene Substrate getopft werden.

Wässern und Nährstoffe: Mit dem Wachstumsbeginn im März müssen die Orchideen wieder stärker und öfter gewässert werden. Auch dem steigenden Nährstoffbedarf sollte man nun nachkommen. Man kann der Orchidee nun wieder mit schwachen Düngergaben verbrauchte Nährstoffe zuführen. Das Düngen sollte man mäßig vornehmen, zu häufige und zu konzentrierte Düngergaben schaden der von Natur aus an wenig Nährstoffe angepassten Orchidee erheblich. Alle 3 bis 4 Wochen kann man düngen, die Düngerkonzentration sollte die vom Hersteller angegeben Werte niemals übersteigen. Noch besser ist es, die Konzentration der Düngerlösung auf 50 bis 70% der Herstellerangaben zu reduzieren, damit ein Überdüngen möglichst ausgeschlossen ist.

Parasiten: Durch die lichtarme Jahreszeit sind die Orchideen zu Anfang des Frühlings noch etwas geschwächt, die Pflanzen sind jetzt besonders anfällig für saugende Parasiten wie Spinnmilben, Thripse oder Schildläuse, die nun wegen der steigenden Temperaturen und der frisch zirkulierenden Pflanzensäfte auch wieder aktiver werden. Deshalb sollte man seine Orchideen nun alle paar Tage aufmerksam begutachten. So kann man einem Parasitenbefall rechtzeitig erkenn und durch geeignete Maßnahmen größere Schäden oder gar eine sich auf weitere Pflanzen übertragende Invasion verhindern.

Licht und Sonne: Nach der lichtarmen Winterzeit können die Orchideen empfindlich auf zu kräftige Sonneneinstrahlung reagieren. Um Schäden an den Blättern vorzubeugen, sollte man seine Orchideen anfangs noch etwas abschatten, eine Gardine oder der Schatten einer größeren Pflanze leisten gute Dienste, die Orchidee wieder langsam an die Sonne zu gewöhnen.

Orchideen im April

Die im Frühling blühenden Orchideen sollten nun im April ihre volle Blütenpracht zeigen und die später blühenden Pflanzen zeigen nun ein kräftiges Wachstum.

Orchideen düngen:
Wenn sich zahlreiche neue Triebe an der Orchidee bilden kann man den Abstand der Düngergaben etwas erhöhen, alle 2 bis 3 Wochen eine Düngung ist aber ausreichend. Die Konzentration des Düngers sollte man nicht erhöhen, 60 bis 70% der Herstellerangaben sind meist ausreichend. Die gilt speziell für Orchideen mit dünnen und salzempfindlichen Wurzeln.

Licht und Sonne: Besonders die sonnenempfindlichen Orchideen müssen nun vor der schon recht kräftigen Mittagssonne geschützt werden. Wenn dies an dem Standort nicht richtig möglich ist, sollte man der Orchidee einen Platz suchen an dem sie bis zum Herbst gepflegt werden kann. Der Standort sollte mit Voraussicht auf die kommenden lichtstarken Monate ausgesucht werden, damit man den Standort der Pflanze nicht zu oft verändern muss. Zwei bis drei Standortwechsel pro Jahr werden von den Orchideen gut vertragen, aber ein ständiges hin- und herstellen schadet den Pflanzen.

Orchideen im Mai

Schaden an den Blättern durch Sonneneinstrahlung Phalaenopsis mit Verbrennungsschäden
© Foto: Wolfgang H., Chiangmai Thailand

Wenn die Nächte wieder etwas wärmer werden kann man geeignete Orchideen nun im Freien kultivieren. In klimatisch kälteren Gebieten wie z.B. im bayrischen Wald oder in höheren Lagen sind die Nächte eventuell noch zu kalt. In der wärmeren, milder klimatisierten  Rheinebene kann nun aber der richtige Zeitpunkt für den beginnenden Freilandaufenthalt sein.

Besonders wichtig ist in der Anfangszeit, die Orchideen langsam an das stärkere Sonnenlicht zu gewöhnen. Ansonsten kann es zu Verbrennung an den Blättern kommen. Da einige Orchideen jedoch den Aufenthalt im Freien in den nördlichen Breitengraden nicht gut vertragen, lässt man diese an ihrem angestammten Platz in der Wohnung, im Wintergarten oder im Gewächshaus.

Problematisch ist bei unserem Klima die Freilandkultivierung folgender Arten: Aerangis, Angraecum, Bulbophyllum, Dendrobium, Doritis, Phalaenopsis

Unproblematisch ist bei unserem Klima die Freilandkultivierung folgender Arten: Cattleya, Cymbidium, Dendrobium (Kalthaus), Miltonia, Odontoglossum, Oncidium, Sophronitis, Stanhopea, Vanda

Da sich das Klima aber je nach Lage auch innerhalb von Deutschland recht stark unterscheiden kann, sollte man bei einer hier nicht aufgeführten Art durchaus den Freilandaufenthalt austesten. Wer seine Orchidee sorgfältig beobachtet, wird schnell merken ob die Pflanze sich wohl fühlt oder nicht. Bei Anzeichen von Problemen bringt man die Orchidee wieder zurück an ihren alten Standort.

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