Cattleya / Orchideen - Kulturanleitung & Pflege

 
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Cattleya

Cattleya / Orchideen

Die epiphytisch wachsenden Orchideen Cattleya bilden bis zu 25 cm lange Pseudobulben, an deren Spitze ein oder zwei fleischige, riemenförmige, dickledrige grün gefärbte Blätter sitzen. Der neue Austrieb, der dem kurzen Rhizom an der Basis der letzten Bulbe entspringt, besteht aus einer jungen Pseudobulbe mit einigen grünen Blättern. Die Blüten der Orchidee bilden sich einzeln oder in Trauben an den endständigen Stielen. Die hübsch gefärbten Blüten sind meist wachsartig, fleischig und haben eine röhrenförmige Lippe. Es gibt zahlreiche Arten der Cattleya, Hybriden und Sorten mit unglaublich prachtvollen Blüten.

Die Cattleya ist eine tolle Orchidee für ein lichtdurchflutetes Badezimmer, sofern sie nicht direkt von der Sonne beschienen wird.

Cattleya intermedia hat zylindrisch geformte Pseudobulben von 25 bis 35 cm Länge und 1 cm Durchmesser. Diese Pseudobulben tragen an ihrer Spitze zwei etwa 20 cm lange und 5 cm breite, dunkelgrüne Blätter. Eine Traube mit bis zu sechs rosaroten Blüten von je 10 cm Durchmesser entfaltet sich im frühen Sommer und hält bis zu fünf Wochen. Die Lippen der Blüten sind dunkelpurpurrot.

Die Sorte Cattleya intermedia "Aquinii" hat rosarote Petalen mit purpurroten Flecken. Von dieser Züchtung stammen zahlreiche Sorten mit gefleckten Blüten ab.

Cattleya labiata hat flach-keulenartig geformte Pseudobulben, die bis zu 25 cm lang, 3 cm breit und 2 cm dick werden. Die Pseudobulben bilden an ihrer Spitze ein dickfleischiges, grünes, bis zu 25 cm langes und 10 cm breites Blatt. Im Herbst oder im frühen Winter treten an den 7 bis 8 cm langen Stielen Trauben mit 5 stark duftenden, etwa 12 cm großen Blüten auf, die bis zu fünf Wochen halten. Die Blütenfarben sind sehr unterschiedlich.

Die ursprüngliche Art Cattleya labiata hat rosarote Blütenblätter mit leicht welligem Rand und eine dunkelkarminviolett gefärbte, gekräuselte Lippe, die am Schlund goldgelb gestreift ist. Es gibt auch zahlreiche Sorten mit größeren Blüten.

Cattleya loddigesii hat zylindrisch geformte, 20 bis 30 cm lange Pseudobulben, an deren Spitze zwei graugrüne, 10 bis 15 cm lange und 2 bis 3 cm breite Blätter sitzen. Im Sommer erscheinen an den etwa 15 cm langen Stielen die Blütentrauben, die bis zu sechs 10 cm große, blass lila gefärbte Blüten haben. Die Blüten halten etwa vier Wochen bevor sie verblühen. Die dunkelpurpurfarbene Lippe der Blüte kann am Schlund gelb gefleckt sein.

Cattleya trianae mit flach-keulenförmigen Pseudobulben, die 20 bis 25 cm lang, 2 cm breit und 2,5 cm dick werden und je ein einzelnes, dunkelgrünes, 15-25 cm langes und 3-7 cm breites Blatt tragen. Die Blütentrauben bilden gegen Ende des Winters aus zwei bis fünf 15 cm großen, meist dunkellila Blüten. Die Blüten der Sorte Cattleya trianae halten sich etwa drei Wochen. Die gewellte Lippe einer Blüte ist dunkelkarminrot mit orangegelbem Schlund.

Licht: Cattleyen benötigen einen hellen Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung.

Gießen: Während des Hauptwachstums gießt man die Cattleyen reichlich. Zwischen den einzelnen Wassergaben lässt man den Wurzelballen fast vollständig austrocknen.

Während der sechs- bis siebenwöchigen Ruhepause nach der Blüte wird die Orchidee nur so viel gegossen, dass die Pseudobulben nicht einschrumpfen.

Temperatur: Gleichmäßige Wärme ist für diese Orchideen wichtig. Cattleyen vertragen keine Temperaturen unter 15 °C und müssen unbedingt vor plötzlichen Temperaturschwankungen geschützt werden.

Um die Luftfeuchtigkeit für die Orchideen zu erhöhen, stellt man die Cattleyen während der Hauptwachstumszeit in wassergefüllte Untersetzer auf Kieselsteine und besprüht sie täglich, sofern die Temperaturen 21 °C überschreiten.

Vermehrung: Zur Vermehrung dieser Orchideen zerschneidet man das Rhizom in zwei etwa gleich große Stücke, schüttelt den Erdballen etwas aus und entfernt verfaulte oder abgebrochene Wurzeln.

Dann pflanzt man die beiden Hälften einzeln in geeignete Pflanzgefäße mit leicht angefeuchteter frischer Erde. Die Gefäße werden an einen hellen, nicht sonnigen Platz gestellt, bis die geteilten Rhizome nach etwa vier Wochen neue Wurzeln gebildet haben. Die jungen Cattleyen kultiviert man dann wie ausgewachsene Orchideen weiter.

Erdmischung: Man verwendet eines der für Orchideen empfohlenen Erdgemische > Orchideen.

Umtopfen: Wenn der Haupttrieb der Orchidee den Rand des Pflanzgefäßes erreicht hat, setzt man die Cattleya in ein größeres Gefäß um - gegen Ende der Ruheperiode ist der beste Zeitpunkt dafür. Man setzt den alten Teil der Pflanze an den Rand des Topfes und drückt das frische Erdgemisch rund um die Wurzeln und das Rhizom leicht an. Danach wird die Erde kräftig angegossen. Die umgetopfte Pflanze stellt man zwei Wochen lang an einen etwas schattigen Platz, danach kann man die Orchidee wieder dem normalem Licht aussetzen. Wenn die Cattleya die maximale Topfgröße erreicht hat, kann man die Orchidee durch Teilung des Rhizom vermehren.

Dünger: In der Hauptwachstumszeit düngt man die Orchideen bei jeder vierten Wassergabe mit einen speziellen Orchideendünger.

Krankheiten & Pflanzenschädlinge:

Schildläuse
Schildläuse erkennt man bei genauem Hinsehen leicht an den hoch gewölbten, festen Rückenschildern. Da die Schildläuse aufgrund ihrer Färbung jedoch gut getarnt sind, werden sie schnell übersehen. Man sollte seine Pflanzen deshalb regelmäßig und sorgfältig untersuchen.
> Schildläuse bekämpfen / Symptome erkennen

Dickmaulrüssler
Der Dickmaulrüssler findet eine Cattleya recht schmackhaft, die typischen Fraßspuren des Dickmaulrüsslers sind jedoch leicht an den Blättern der Pflanzen zu erkennen. Die Larven des Dickmaulrüsslers sind schwerer zu entdecken, oft bemerkt man sie nur wenn die Pflanze bereits stark geschädigt ist, oder wenn sich die Käfer entwickeln und die Fraßspuren sichtbar werden.
> Dickmaulrüssler bekämpfen / Fraßspuren erkennen

Spinnmilben
Trockene, warme Heizungsluft bietet im Winter ein ideales Klima für Spinnmilben. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen.
> Spinnmilben erkennen und bekämpfen

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