Pflegemaßnahmen: So bleiben Gartengeräte funktionsfähig

Gartengeräte sind Schmutz, mechanischer Belastung und Wettereinflüssen ausgesetzt. Um die Lebensdauer der Werkzeuge zu verlängern, müssen sie regelmäßig gepflegt und auf Rost, Verunreinigungen sowie Bruchstellen untersucht werden.

Gartengeräte

Die Beständigkeit unserer Gartengeräte hängt nicht allein von der Qualität ab. Auch Pflegemaßnahmen entscheiden darüber, wie lange wir Scheren, Schaufeln und andere Gadgets im Garten nutzen können. Gerade heutzutage ist nachlässige Pflege mit schlechtem Gewissen verbunden. Wer nach Zero-Waste-Prinzip lebt und gärtnert, pflegt und repariert Gartengeräte nach bestem Wissen, anstatt sich regelmäßig neue anzuschaffen.

Gerätepflege nach Zero Waste Prinzip

Hunderttausende Tonnen Müll fallen in der deutschen Wegwerf-Gesellschaft Jahr für Jahr an. Unter dem Stichwort Zero Waste verringern zunehmend mehr Menschen ihren ökologischen Fußabdruck im Alltag. Nicht nur beim Einkaufen, sondern auch bei der Gartenarbeit lässt sich nach Zero-Waste-Prinzip Müll vermeiden. So zum Beispiel, was Gartengeräte betrifft. Werkzeuge wegen abgebrochenen Griffen oder Knöpfen zu entsorgen, ist heutzutage kaum noch vertretbar. Mit wetterbeständigem Kunststoff- und extra-belastbarem Holzkleber lassen sich kleinere Bruchstellen am Gartenwerkzeug im Handumdrehen reparieren. Genauso wichtig wie die Reparatur ist im Kontext der Müllvermeidung die richtige Gerätepflege.

Keine Chance für Roststellen

Bei der Gartenarbeit verschmutzt Werkzeug zusehends. Eine nicht zu unterschätzende Pflegemaßnahme ist im Anschluss an den Gebrauch die Beseitigung etwaiger Erd- und Pflanzenrückstände.

Spaten reinigen

Bei mechanischem Gartenwerkzeug oder Kleingeräten wie Bindezangen verdienen die beweglichen Teile besondere Aufmerksamkeit. Eine grobe Bürste und etwas Wasser reichen zur Säuberung aus. Sobald das Werkzeug nicht mehr schmutzig ist, fallen auch die unauffälligsten Roststellen auf. Mit einer Drahtbürste lässt sich oberflächlicher Rost genauso gut entfernen wie mit Schleifpapier der richtigen Körnung. Letzteres eignet sich übrigens auch, um die Holzelemente der Werkzeuge anzurauen und anschließend mit Lein- oder Terpentinöl zu versiegeln. Tiefer sitzende Roststellen an Gartengeräten lassen sich nicht mit Schleifpapier, aber mit der Schleifmaschine behandeln.

Vorsicht bei elektrischen Gartengeräten

Elektrische Gartengeräte wie Motorsägen oder Rasenmäher können sich ohne Pflegemaßnahmen und regelmäßige Kontrolle zur Gefahrenquelle entwickeln. Besonders die Kabel und Schutzabdeckungen der Maschinen müssen intakt bleiben. Eigenreparaturen sind gerade im Kabelbereich nicht empfehlenswert. Um Sicherheitsrisiken zu vermeiden, überlässt man die Reparatur defekter Stellen lieber dem Fachmann. Sind die Kabel und Schutzabdeckungen in Ordnung, kontrolliert man die Geräte auf lose Teile und zieht entsprechende Schwachstellen regelmäßig an. Nach einer gründlichen Reinigung versiegelt man bewegliche Teile wie Aufhängungen außerdem mit Wachs oder Öl, um Rost vorzubeugen.

Länger scharf

Auch stumpf gewordene Gartenwerkzeuge müssen nicht aussortiert werden. Mittels Schleifstein lassen sich Gartenscheren und Messer nach der Säuberung schärfen.

Gartenschere schärfen

Auch Wetzsteine und Stahl eigenen sich zum Schärfen etwaiger Schnittwerkzeuge. Im Idealfall tragen die Klingen im Anschluss an die Pflegemaßnahme keine Unebenheiten mehr. Abschließend macht die Behandlung mit Maschinenöl oder Wachs die frisch geschliffenen Schneiden wetterbeständig.