Hochbeet: Stein, Holz oder Metall?

Material für ein Hochbeet

Der Bau eines Hochbeetes im eigenen Garten ist eine durchaus fordernde Aufgabe. Nicht nur die Maße des Kastens müssen stimmen, denn auch der Standort und die Befüllung nehmen großen Einfluss auf die Ertragsstärke und den Erfolg, den ein Gärtner mit seinem Hochbeet genießen wird. Vor dem Bau und dem Start in das Projekt „Hochbeet-Bau“ stellt sich vielen Gärtnern auch die Frage nach dem richtigen Material. Die individuellen Vorstellungen und Bedürfnisse spielen hier selbstverständlich eine wichtige Rolle, sollten jedoch nicht als einziges Entscheidungskriterium gelten. So haben Holz, Stein und auch Metall verschiedene Eigenschaften, die Gartenbesitzer vor der Auswahl ein wenig besser kennenlernen sollten.

Hochbeete aus Holz – Die natürlichen Klassiker

Die meisten Hochbeete, die heute in Gärten zu finden sind, bestehen aus Holz. Eines der wichtigsten Argumente stellt hier für viele Gartenbesitzer die Optik dar. So hat Holz einen warmen und natürlichen Charakter, der das Erscheinungsbild des Gartens untermalt und ein wenig mehr Gemütlichkeit in den Außenbereich bringt. Zudem lassen sich Holz-Hochbeete recht unkompliziert selbst bauen. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und dem richtigen Werkzeug kann ein Hochbeet aus Holz schon nach einem Tag der Arbeit den Garten bereichern.

Was jedoch bei Holz-Hochbeeten wichtig ist, ist die Auswahl der richtigen Holzart. So eignen sich nur Sorten mit einer gewissen Robustheit und Widerstandsfähigkeit gegen Witterung und andere Umwelteinflüsse. Wer Fichtenholz verwendet, wird sich schon kurz nach dem Bau über die schnell abfallende Qualität des Holzes ärgern. Besser geeignet für den Bau eines Hochbeetes sind daher harte und widerstandsfähige Holzarten wie Eiche, Lärche oder auch Douglasie. Laut Angaben auf Meingartenversand.de lässt sich ein Hochbeet nicht nur aus zugeschnittenen Brettern bauen, sondern auch aus vorgefertigten Douglasien-Terrassendielen.

Grundsätzlich empfehlen sich unbehandelte Holzbretter für den Bau eines Hochbeetes, da druckimprägnierte Varianten oftmals mit chemischen Stoffen behandelt wurden und diese an die Erde im Hochbeet abgeben. Daher ist die Wahl eines von Natur aus robusten Holzes so wichtig. Gartenbesitzer sollten sich dennoch der Tatsache bewusst sein, dass es sich bei Holz um ein arbeitendes und verrottbares Material handelt. Ein Hochbeet als Holz ist also sicherlich nicht für die Ewigkeit gebaut, kann jedoch bei richtiger Auswahl und einer sorgsamen Verarbeitung mehr Natürlichkeit schaffen.

Stein-Hochbeete

Auch Stein ist recht beliebt, wenn es um den Bau eines Hochbeetes geht. Hier wird jedoch schon zum Beginn des Projektes deutlich, dass Stein sich weitaus schwieriger verarbeiten lässt als Holz. Dieses Material ist schwerer und es braucht für das Mauern durchaus etwas Erfahrung und Geschick. Hierdurch steigt auch die Gefahr möglicher Fehler beim Hochbeet-Bau. Wird nicht genügend Zeit in die Planung des Beetes investiert, kann dies schnell für Frust sorgen. Laut Hochbeet-Abc.de lassen sich Fehler vor allem bei Hochbeeten aus Beton oder verfugten Natursteinen dann kaum mehr korrigieren. Es braucht also weitaus mehr Zeit und fachliches Wissen, um ein Stein-Hochbeet entstehen zu lassen. Alternativ zum Mauern eines Hochbeetes bieten sich auch sogenannte Gabionen an. Hierbei handelt es sich um Metallkörbe, in die größere Steine eingefüllt werden können. In diesem Fall müssen Gärtner weniger auf die statischen Eigenschaften der Hochbeet-Wände achten.

Gelingt der Bau jedoch, haben Hochbeete aus Stein durchaus Vorteile. So können Witterung und Umwelteinflüsse Steinen kaum etwas anhaben. Die Pflege der Steine bewegt sich auf einem besonders niedrigen Niveau und die temperaturisolierende Charakteristik des Materials unterstützt die Funktion des Hochbeetes.

Was die Optik eines Stein-Hochbeetes betrifft, so ist diese weit weniger wärmend und gemütlich als bei einem Holz-Hochbeet. Oft wirken Stein-Hochbeete daher ein wenig starr und allzu ausladend, was dem Erscheinungsbild des eigenen Gartens nicht immer zuträglich ist. Hochbeete aus Stein finden ihren Weg daher häufig in Gärten, in denen der Anbau von Obst und Gemüse, nicht aber das gemütliche Wohnen, im Vordergrund steht.

Metall als Alternative für das Hochbeet?

Auch Metall bahnt sich schon seit einer Weile seinen Weg in die Welt der Hochbeete. Die Beete zeichnen sich oftmals durch ein sehr geradliniges Design aus, das jedoch kaum Natürlichkeit verspricht. Dennoch hat Metall im Hochbeet Bau durchaus Vorteile zu bieten. Aus Edelstahl gefertigt ist ein Hochbeet kaum anfällig für äußere Einflüsse und daher extrem lange haltbar. Es muss kaum gereinigt werden und auch ein Ölen oder Streichen einfällt vollständig. Wer wenig Zeit für die Pflege des Hochbeetes hat, wird daher sicherlich auch mit Metall liebäugeln.

Fakt ist allerdings, dass Hochbeete aus Metall einige entscheidende Nachteile mit sich bringen. So hat Metall keine isolierenden Eigenschaften, was die Temperatur im Inneren des Hochbeetes betrifft. Sinken die Temperaturen im Freien, überträgt das Material diese auch auf die Erde im Hochbeet und lässt den erwünschten Verrottungsprozess deutlich langsamer ablaufen. Das kann sich auf die Erträge und den tatsächlichen Nutzen des Hochbeetes negativ auswirken und macht die Nutzung während der Wintermonate kaum möglich. Auch sind Metall Hochbeete in aller Regel recht teuer, da es sich bei Metall um einen kostspieligen Rohstoff handelt.

Zudem kann die Wiederbefüllung eines Hochbeetes aus Metall sehr zeitaufwändig und kräftezehrend sein, da sich das Beet nicht in einzelne Bestandteile zerlegen lässt. Die gesamte Füllung muss daher mit einigem Aufwand aus dem Hochbeet entnommen werden, was sich als anstrengend erweist. Ähnliches gilt jedoch auch für Stein-Hochbeete.

Fazit: Holz hat die Nase vorn

Hochbeet aus Stein gemauert

Die Frage, ob sich Holz, Stein oder Metall besser für den Hochbeet-Bau eignen, kann pauschal nicht beantwortet werden. Grundsätzlich ist der Bau, genau wie der eines Gartenhauses, mit allen Materialien möglich. Letztlich jedoch bringt Holz trotz der Tatsache, dass es sich im Laufe der Zeit der natürlichen Verrottung beugt, mehr Vorteile mit sich. Es ist leichter als Stein und weitaus einfacher zu verarbeiten, hat bessere isolierende Eigenschaften als Metall und wirkt zudem sehr viel natürlicher und wärmer. Insbesondere der letzte Punkt ist in einem Garten, der zusätzlich als Wohnbereich unter freiem Himmel verstanden wird, sehr wichtig. Auch in der Anschaffung bewegen sich die Ausgangsmaterialien für ein Holz-Hochbeet in einem leistbaren Bereich. Im Zweifel machen Gartenbesitzer mit einem Hochbeet aus Holz daher nichts falsch.

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