Dost - Lippenblütler (Lamiaceae) Der sehr angenehm duftende Dost ist eine in mageren Böden wachsende, weit verbreitete krautige Pflanze.
Der Dost wurde früher auch wilder Majoran genannt und ähnlich wie der echte Majoran verwendet. Die Menschen im Mittelalter glaubten, der Dost könne sie vor Teufeln und hexen schützen. Wichtig bei dem Dost als Heilpflanze ist jedoch sein stimulierender Einfluss auf das Nervensystem und seine schmerzstillende Eigenschaft.
Der Dost wurde bei zahlreichen Beschwerden verwendet, diese Heilkräuter gelten als schweiß- und harntreibend, als magenwirksam, windtreibend, menstruationsfördernd und auch als krampflösend. Aus den blühenden Sprossspitzen des Dost kann man ein appetitanregendes Getränk herstellen, das die Verdauung fördert und Husten und Heiserkeit lindert.
Der Dost ist eine etwa 50 cm hoch wachsende, krautige Pflanze. Die behaarten Stängel dieser Pflanzen sind im oberen Bereich verzweigt und rot überlaufen. Die gegenständig angeordneten, spitz eiförmigen und kurz gestielten Blätter eines Dost sind schwach behaart. Der Blattrand ist glatt oder unscharf gezahnt. Vom Juli bis September bildet der Dost in den Achseln kleiner Tragblätter rotviolett gefärbte Blüten.
Hier findet man den Dost Den Dost findet man in ganz Europa bis in Höhen von 2000 m. Bevorzugte Standorte dieser Pflanze sind Wiesen und lichte Wälder mit mageren Böden.
Eigenschaften der Heilpflanze Der Dost wirkt antiparasitär, antiseptisch, auswurffördernd, krampflösend, magenwirksam, menstruationsregulierend, schmerzstillend und tonisch.
Der Geschmack des Dost ist bitter.
Dost / Origanum vulgare Foto: Sten Porse Lizenz: GFDL
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzt man von dem Dost die vom Juli bis in den September gesammelten blühenden Sprossspitzen. Diese sollten schonend an einem schattigen Platz getrocknet werden.
Inhaltsstoffe des Dost ätherische Öle, Harz, Gerbstoff
Anwendung der Heilpflanze Anwendungen mit Dost in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Appetit, Cellulitis, Haar, Husten, Läuse, Luftröhrenentzündung, Luftschlucken, Magenverstimmung, Menstruation, Mund, Neuralgie, Zahn.
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
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