Frauenhaarfarn - Pteridaceae Adiantum capillus-veneris, By Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé, Gera CC-BY-SA-3.0
Der hübsch anzuschauende, kleine Frauenhaarfarn trägt seinen Namen zu Recht. Die Stiele der doppelt bis dreifach gefiederten Wedel und vor allem die Stielchen der Fiederblättchen sind haarfein. Das attraktive Erscheinungsbild macht den Frauenhaarfarn auch zu einer beliebten Zimmerpflanze. Der wissenschaftliche Gattungsname Adiantum setzt sich aus der Silbe a (nicht) und dem griechischen diainein (benetzen) zusammen. Die Blätter des Frauenhaarfarns bleiben beim Eintauchen in Wasser trocken, die Wassertropfen gleiten an ihnen ab.
In Mitteleuropa wird der Frauenhaarfarn meist als Zierpflanze gezogen. Natürliche Vorkommen der Frauenhaarfarne befinden sich im Bereich der Südalpen, z. B. im Tessin. Dort steht der unter Naturschutz. In den nördlichen Teilen Europas sind diese Heilpflanzen nicht zu finden. Seit dem Mittelalter galt der Frauenhaarfarn als ein gut wirksames Mittel gegen alle Erkrankungen der Lunge, auch der Tuberkulose. In Form von Sirup oder als Aufguss innerlich angewandt, ist er ein auch für Kinder gut geeignetes hustenstillendes und leicht harntreibendes Mittel. Als Hauptwirkstoffe enthält der Frauenhaarfarn Schleimstoffe.
Beschreibung des Frauenhaarfarns Je nach Standort wird der Frauenhaarfarn 10 bis 40 cm hoch. Der Farn wächst in lockeren Büscheln, die Stiele des Wedels und der Wedelteile sind sehr fein, schwarz oder dunkelbraun und glatt. Die zarten Blattwedel sind im Umriss dreieckig und doppelt bis dreifach gefiedert. Der Wurzelstock ist mit Schuppen bedeckt. Der Geruch des Frauenhaarfarns ist schwach, der Geschmack dieser Heilpflanze ist etwas bitter.
Hier findet man den Frauenhaarfarn Die Frauenhaarfarn wächst in Süd- und Westeuropa bis in die südlichen Alpengebiete. Man findet die Pflanze bis in Höhen von 1300 m. Bevorzugte Standorte dieser Heilpflanze sind Felsspalten mit feuchten Rinnsalen, gemauerte Brunnen und feuchter Kalktuff.
Wirkung des Frauenhaarfarns in der Naturheilkunde erweichend, harntreibend, hustenbekämpfend, reguliert die Menstruation
Wirksame Pflanzenteile des Frauenhaarfarns In der Naturheilkunde benutzt man von dem Frauenhaarfarn die von Juni bis September gesammelten Wedel.
Inhaltsstoffe des Frauenhaarfarns Schleimstoffe, Gerbstoff, Zucker, Bitterstoff, ätherisches Öl, Gallussäure, Capillarin
Anwendung der Heilpflanze Der Frauenhaarfarn wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Frauenhaarfarn in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten:
Angina, Bronchitis, Haar, Halsweh, Schuppen
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen
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