Wacholder - Zypressengewächse (Cupressaceae) Wacholder / Juniperus communis Foto: Piero Amorati Bestimmte Rechte vorbehalten
Der fast in ganz Europa heimische Wacholder wächst in hohen alpinen Lagen als ein flacher Strauch. In tieferliegenden Gebieten entwickelt sich der Wacholder zu einem mehrere Meter hohen Strauch oder sogar zu einem 10 bis 12 Meter hohem Baum.
Die während einer Blütezeit befruchteten weiblichen Blüten bilden erst im darauffolgenden Jahr die für den Wacholderstrauch typischen blauschwarz gefärbten, erbsengroßen kugeligen Scheinbeeren aus. Der in der Naturheilkunde wirksamste Bestandteil dieser Beeren ist ein ätherisches Öl.
Den Wacholderbeeren wurden im Mittelalter Wunderheilungen nachgesagt, sie galten als regelrechte Allheilmittel. Heute werden die Wacholderbeeren hauptsächlich wegen der harntreibenden und appetitanregenden Wirkung verwendet. Beliebt sind die Wacholderbeeren auch wegen ihres feinen Aromas. und wegen des Aromas. Die Würze der Wacholderbeeren findet man in Spirituosen, Schinken, Sauerkraut und Wildgerichten.
Bei Hautkontakt mit den ätherischen Ölen der Wacholderbeeren können Entzündungen der Haut, verbunden mit Blasenbildung und Schwellungen hervorgerufen werden. Menschen mit Nierenerkrankungen müssen bei der innerlichen Anwendung mit Wacholder besonders vorsichtig sein, bereits geringe Mengen können bei Nierenkranken zu Nierenreizungen führen.
Der Wacholder ist ein strauchartiges Gewächs mit einer Wuchshöhe von bis zu 12 m. Die buschigen Äste stehen aufrecht am Stamm, die blaugrünen oder weißlichen, stechenden Nadeln des Wacholder wachsen quirlständig. Im zeitigen Frühling bildet der Wacholder kleine, gelblich gefärbte Blüten in den Achseln der mittleren Nadelquirle. Die noch nicht herangereiften Beeren sind grün, reife Wacholderbeeren färben sich blauschwarz und sind bereift.
Hier findet man den Wacholder Diese Heilpflanze ist fast überall in Europa bis in Höhenlagen von etwa 2500 m zu finden. Bevorzugte Standorte des Wacholder sind trockene, magere Wiesen an sonnenbeschienen Hängen oder Heidelandschaften.
Der Wacholder steht unter dem Artenschutzgesetz.
Eigenschaften der Heilpflanze Der Wacholder wirkt appetitanregend, blutreinigend, harntreibend, hautreizend, menstruationsregulierend und windtreibend.
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzt man von dem Wacholder die Zweige und die Beeren. Die Zweige müssen dünn geschnitten und zum Trocknen an einem möglichst luftigen Platz gelagert werden.
Inhaltsstoffe des Wacholder Ätherische Öle, Harz, Kohlenhydrate, organische Säuren, Flavonglykoside, Gerbstoffe
Wacholder / Juniperus communis Foto: Bff Lizenz: GFDL
Anwendung der Heilpflanze Der Wacholder wird innerlich und äußerlich angewendet.
Anwendungen mit Wacholder in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Akne, Appetit, Atem, Blasenentzündung, Desinfektion, Odem
In größeren Mengen konsumierte Scheinbeeren des Wacholder können zu Reizungen der Harnwege führen. Schwangere Frauen sollten die Wacholderbeeren nicht essen. Bei Nierenkranken können bereits geringe Mengen der Wacholderbeeren zu Nierenreizungen führen
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
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