Feuerradbaum pflegen

Feuerradbaum  Stenocarpus sinuatus

Feuerradbaum

Stenocarpus sinuatus
Foto: KENPEI
Lizenz: GFDL

Deutscher Name: Feuerradbaum
Wissenschaftl. Name: Stenocarpus
Familie: Proteaceae
Wuchshöhe: 2 m
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht

Die Pflanzen aus der Gattung Stenocarpus (Feuerradbaum) wachsen in Australien in freier Natur, in Wohnungen werden sie wegen ihrer interessanten, aparten Blattform und der hübschen Blüten gerne gepflegt.

Steckbrief / Beschreibung

Stenocarpus sinuatus ist die einzige in Wohnungen kultivierte Art aus dieser Gattung. Die Pflanzen erreichen in Kübeln eine Höhe von etwa 2 m. Der Feuerradbaum verzweigt sich von Natur aus recht unwillig, um ein buschiges Wachstum zu provozieren sollte man regelmäßig die Triebspitzen entfernen. Die bis zu 20 cm breiten und 40 cm langen, tief eingeschnittenen Blätter bilden sich wechselständig an Stamm und Zweigen. Es gibt jedoch auch Formen des Feuerradbaumes mit kleineren lanzettlich geformten, ungeteilten oder nur angedeutet eingeschnittenen Blättern.

Bei allen Arten des Feuerradbaumes sind die Blätter auf der Oberseite glänzend grün gefärbt, die Unterseite ist etwas blasser mit einem leichten rötlichen Schimmer. Die Mittelrippen der Blätter sind hellgrün. Die Blattstiele eines Feuerradbaumes  haben die gleiche Färbung wie die Mittelrippe.

Standort / Licht

Einen Feuerradbaum pflegt man an einem hellen Standort mit einigen Stunden täglicher Sonnenbestrahlung.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Während der Wachstumsperiode wird ein Feuerradbaum reichlich gegossen, die Erde sollte nicht abtrocknen und der Topfballen muss gleichmäßig feucht bleiben. Staunässe ist zu vermeiden, überschüssiges Wasser entfernt man nach dem Gießen aus dem Untersetzer.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Überwintern / Ruheperiode

Von Oktober bis März schränkt man die Wassergaben ein und gießt gerade so viel, dass der Topfballen nicht vertrocknet. Während der Wintermonate wird der Feuerradbaum nicht gedüngt.

Aufenthalt im Sommer

Ein heller, halbschattiger Platz im Freien ist im Sommer ideal, aber nicht unbedingt notwendig.

Temperatur

Der Feuerradbaum wächst bei normalen Zimmertemperaturen. Wenn die Pflanze etwas kühler steht, bei Temperaturen unter 18 °C, wachsen die Blätter härter und werden ledrig. Bei höheren Temperaturen sind die Blätter weicher und größer. Temperaturen unter 9 °C werden von dem Feuerradbaum nicht gut vertragen.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Feuerradbaum vermehren

Im zeitigen Frühjahr kann man den Feuerradbaum durch Aussaat vermehren. Die Samen werden etwa 5 mm tief in ein leicht angefeuchtetes Gemisch aus Torf und Sand eingebracht. Über das Saatgefäß legt man eine Plexiglasplatte die ideale Keimtemperatur liegt bei etwa 18 °C. Nach der Keimung deckt man die Sämlinge auf, dann stellt man sie an einen hellen, halbschattigen Platz ohne pralle Sonne in den Mittagsstunden und hält das Substrat weiterhin leicht feucht. Zwischen den Wassergaben sollte die Oberfläche des Substrates leicht antrocknen, permanent feuchte Erde kann bei den kleinen Pflanzen zur Stengelfäule führen. Sobald die Sämlinge etwa 5 cm groß sind und mindestens zwei echte Blätter besitzen, werden sie in einzelne Pflanzgefäße mit Komposterde pikiert und wie ausgewachsene Exemplare weiterkultiviert.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Einen Feuerradbaum pflegt man in einer Blumenerde auf Kompostbasis.

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Feuerradbaum umtopfen

Im zeitigen Frühjahr kann man die Pflanzen bei Bedarf in größere Pflanzgefäße umtopfen.

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Düngen / Nährstoffbedarf

Man düngt den Feuerradbaum im Abstand von 14 Tagen mit einem flüssigen Volldünger in normaler Konzentration.

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Kürzen / schneiden der Feuerradbaum

Zu große Pflanzen können problemlos zurückgeschnitten werden. Das Ausbrechen der Triebspitzen führt auch bei kleineren Pflanzen zu einem buschigeren Wachstum.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Die gemeine Spinnmilbe kann an dem Feuerradbaum auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Der Befall mit Schmier- und Wollläusen wird bei diesen Pflanzen öfter beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der Feuerradbaum zu erkennen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Feuerradbaum Bilder 

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Feuerradbaum  Stenocarpus sinuatus

Feuerradbaum

Stenocarpus sinuatus
Foto: Cas Liber
Bestimmte Rechte vorbehalten

Feuerradbaum  Stenocarpus sinuatus

Feuerradbaum

Stenocarpus sinuatus
Foto: Cas Liber
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