Permakultur auf dem eigenen Balkon

Der Trend zur Permakultur wird für viele Menschen immer interessanter. Zudem lässt sich gerade der Balkon mit Elementen eines Permakulturgartens ausstatten. Jedoch können nicht alle Prinzipien angewendet werden, da schlicht der Platz fehlt.

Dennoch kann die Permakultur für einen höheren Ertrag sorgen und den eigenen Balkon oder auch die Terrasse harmonischer gestalten. Dabei ist es zu Beginn wichtig, zu wissen, welche Möglichkeiten sich umsetzen lassen. Die Optionen umfassen hier weit mehr, als vier Varianten, Kresse zu pflanzen. Viel mehr wird mit der Permakultur auf dem Balkon ein Garten geschaffen, der Ertrag bringt.

Permakultur und ihre Prinzipien

Eine der Kernideen der Permakultur ist das Prinzip des platzsparenden Anbaus. Das passt hervorragend zu dem Plan, den Balkon oder die Terrasse zu begrünen und noch leckeres Essen selbst herzustellen. Dabei gilt ebenfalls, dass alles, was vorhanden ist, genutzt wird, ohne dass viel Abfall produziert wird. Auch das lässt sich auf einem Balkon gut umsetzen.

Mit einer Wurmfarm oder kleinen Komposthaufen, die mit vertrockneten Pflanzenresten, Blättern oder Küchenabfällen gefüttert werden, wird Müll in Kompost umgewandelt. Durch die Verwendung vieler unterschiedlicher Pflanzen sorgen Sie zudem für Artenvielfalt, von der nicht nur Sie alleine profitieren.

Auch Insekten sowie Hummeln und Bienen können von dem Nektar leben. Selbst manche Arten des Zitronengrases überwintern als immergrüne Kräuter, die Sie einfach blühen lassen. Sie machen den Balkon zu einer ganzjährigen Oase.

Optionen für den Balkon

Es gibt viele Varianten, die auch auf einem Balkon für hohen Ertrag sorgen können. Wichtig ist jedoch im Vorfeld, das Sie die Statik beachten. Daher bietet es sich an, einen Fachmann zu befragen, um sicherzugehen, bevor mit dem Bepflanzen begonnen wird. Denn ein Kartoffelturm, Hochbeet und Mini-Teich können schnell schwer werden.

Hochbeet

Das Hochbeet ist eine klassische Möglichkeit, den Balkon als Anbaufläche zu nutzen. Aufgrund der Bauweise erfolgt die Ernte früher und fällt positiver für den Rücken aus, da Sie sich nicht ständig bücken müssen. Dabei wird ein Kasten aus Holz, Kunststein oder Naturstein sowie Kunststoff oder Blech genutzt. Wichtig ist, dass die Konstruktion dem Erddruck standhalten kann.

Kartoffelturm

Auf gerade einmal einem Quadratmeter erhalten Sie mit dieser Konstruktion mehrere Kilos Kartoffeln. So hilft diese, den Ertrag zu maximieren. Zum Bau werden Steine benötigt, um den Turm zu verankern, sowie Kompost und Gartenerde. Zu Beginn wird eine Ummantelung gefertigt, beispielsweise aus Maschendraht. Diese wird dann mit den Steinen befestigt. Anschließend folgt eine Schicht Heu und eine mit Kompost. Nun werden die Kartoffeln am Rand im Kreis ausgelegt. Darauf kommt eine Schicht aus Erde und Heu. Mit dem folgenden Kompost beginnen Sie erneut die Schichten aufzutragen, bis der Turm komplett befüllt ist.

Mini-Teich

Ein Mini-Teich sieht nicht nur toll aus – Er bietet auch einer Vielzahl Insekten ein Heim. Dazu wird nur eine Zinkwanne oder ein Fass benötigt, etwas Kies, Sand, Natursteine und Pflanzen. So ist er mit seinem Wasser zentrales Element im Balkongarten.

Vertikale Gärten

Optimal, um auf wenig Platz viel zu erreichen. Hier werden Gemüse und Obst sowie Kräuter in zum Beispiel Pflanzentaschen angebaut. Eine weitere Option sind Palettengärten. Besonders gut wachsen hier Salat, Erdbeeren aber auch Spinat und Radieschen.