Vallota - Sommer-Amaryllis

Vallota speciosa

Vallota speciosa, CC BY-SA 3.0, Júlio Reis

Wissenschaftl. Name: Vallota speciosa (Cyrtanthus elatus)
Deutscher Name: Sommer-Amaryllis
Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Wuchshöhe: 40 bis 70 cm
Verwendung: Blütenschmuckpflanze
Blütezeit: zwischen Mai und August
Schwierigkeit: mittelschwer

Vallota gehören zu den zwiebelbildenden Pflanzen. Die Gattung Vallota, eine nahe Verwandte der Hippeastrum, besitzt nur eine Art: Vallota speciosa. Die Vallota ist mit ihren 10 cm großen Blüten, in drei bis zehn Dolden pro Schaft, ein herrlicher Schmuck in einem sonnigen Fenster. Die Blütenfarben sind hellachsrosa, weiß und mittelscharlachrot.

Standort / Licht

Vallota benötigt zum gedeihen und zur Blütenbildung einen sehr hellen Standort mit viel Sonne. Im Sommer sollte man die Pflanzen jedoch vor der besonders grellen Mittagssonne schützen.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

Luxmeter - Jetzt auf Amazon ansehen* »

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Gießen / Wässern

Frisch eingetopfte Pflanzen werden sparsam gegossen, die oberste Schicht der Erde lässt man während den Wassergaben abtrocknen. Nach 7 bis 10 Wochen gibt man gerade soviel Wasser, dass die Erde etwas feucht ist. Während der Ruheperiode im Winter achtet man nur darauf die ruhende Zwiebel nicht austrocknen zu lassen.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

Messgeräte und Bodentester

Für große Pflanzgefäße und Kübel unverzichtbar, der

Bodentester & Feuchtigkeitsmesser für Topfpflanzen, hier über Amazon erhältlich

Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
Einkaufstipp: Automatische (Urlaubs) - Bewässerung für Pflanzen & Feuchtigkeitsmesser

Temperatur

Vallota speciosa wächst problemlos bei Temperaturen zwischen 19 und 24 °C. Die Pflanzen sollten die Ruhezeit im Winter bei 10 bis 12 °C verbringen.

Vermehren der Pflanze

Im Laufe der Jahre teilt sich die ursprüngliche Zwiebel der Pflanze in mehrere Zwiebeln. Vallota speciosa bildet auch Nebenzwiebeln. Vom Frühjahr bis zum frühen Sommer kann man die Zwiebeln vorsichtig von der Mutterzwiebel trennen und getrennt einpflanzen.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
Einkaufstipp: Aufzucht-, Anzucht u. Gewächshäuser zur Vermehrung

Erde / Substrat

Für Vallota speciosa nimmt man nährstoffreiche Erde auf Kompostbasis.

Einkaufstipp: Blumenerde, Spezialerden & Substrate

Umtopfen

Frisch eingetopfte Zwiebeln werden zur Hälfte in die Erde gedrückt. Um die Zwiebel herum muss die Erde fest anliegen. Die so herangezogenen Pflanzen topft man erst nach 3 bis 4 Jahren zum ersten mal um.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
Einkaufstipp für Zubehör: Dekorative Pflanzgefäße und Übertöpfe vor dem Umtopfen bestellen

Düngen / Nährstoffbedarf

Vom Frühjahr bis zum Sommer düngt man Vallota speciosa alle 14 Tage mit einem ausgewogenen Volldünger. Ab dem Sommer bis zum Herbst stellt man die 14 tägige Düngung auf kalireichen Volldünger um. Ab dem Spätherbst stellt man die Düngergaben komplett ein.

Vallota online kaufen