Schwarzäugige Susannen

Schwarzäugige Susannen (Thunbergia alata) sind eine aus dem südlichen Afrika stammende Pflanzenart aus der Familie der Akanthusgewächse (Acanthaceae). Die Pflege der Schwarzäugigen Susanne als Topfpflanze ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler.

Himmelsblumen Thunbergia alata

Deutscher Name: Himmelsblumen, Schwarzäugige Susannen
Wissenschaftl. Name: Thunbergia (Thunbergia alata)
Familie: Akanthusgewächse (Acanthaceae)
Wuchshöhe: bis 2m, je nach Kletterhilfe
Verwendung: Blatt- und Blütenschmuckpflanze, Kletterpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht

Steckbrief / Beschreibung / Pflege

Von den Pflanzen der Gattung Thunbergia findet man überwiegend die Thunbergia alata (Schwarzäugige Susanne - Bild ansehen) in Wohnungskultur. Die Thunbergia alata ist ein schnell wachsender, rankender Strauch mit sehr hübschen Blüten. Die Pflanze bildet ausdauernd vom Frühsommer bis in den späten Herbst Blüten. Die bis zu 8 cm langen, an schlanken Stielen wachsenden Blätter der Schwarzäugigen Susannen sind langgestreckt herzförmig.

In den Blattachseln der Pflanze bilden sich an kurzen Stielen trichterförmige Blüten mit etwa 5 cm Durchmesser. Eine Einzelblüte besteht aus einer 2 bis 3 cm langen Röhre, die sich nach vorne hin in fünf blumenblattähnliche Abschnitte öffnet. Die Farbe der Blüten einer Schwarzäugigen Susanne kann unterschiedlich sein, alle Blüten haben aber ein dunkelbraunes bis schwarzes Auge in der Mitte. Die Röhre einer Blüte ist im dunklen purpurrot gefärbt, jede Blüte ist von einem Paar etwa 2 cm langer, grüner Hochblätter umgeben.

Thunbergia alata "Aurantiaca" bildet orange gelb gefärbte Blumenblätter.

Thunbergia alata "Alba" bildet weiße Blumenblätter.

Thunbergia alata "Lutea" bildet hellgelbe Blumenblätter.

Schwarzäugige Susanne Blüte (Bild ansehen) von Schnobby unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

 

 

 

 

Standort / Licht

Für ein gesundes Wachstum und zur fortwährenden Ausbildung der hübschen Blüten benötigt die Schwarzäugige Susanne einen Standort mit hellem Licht und mindestens 3 Stunden täglicher direkter Sonnenbestrahlung. Ideal ist ein sehr heller bis vollsonniger Standort. Die minimale Beleuchtungsstärke für die Schwarzäugige Susanne beträgt etwa 1600 bis 2000 Lux.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Die Anfangs kleinen Pflanzen gießt man mäßig, zwischen den einzelnen Wassergaben lässt man die oberste Erdschicht etwas abtrocknen. Sobald die Schwarzäugigen Susannen beginnen Blüten auszubilden, wässert man reichlicher und achtet darauf, dass die Erde immer ein wenig feucht bleibt und nicht mehr abtrocknet.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

Messgeräte und Bodentester

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Aufenthalt im Sommer

Gerne im Freien an einem hellen bis halbschattigem Standort. Etwas Morgensonne oder Nachmittagssonne ist von Vorteil.

Temperatur

Die Schwarzäugige Susanne kann man problemlos bei normalen Temperaturen kultivieren. Die Pflanze verträgt Temperaturen bis etwa 8 °C. Schwarzäugige Susannen sind damit auch eine für den Balkon oder die Terrasse gut geeignete Pflanze.

Schwarzäugige Susannen vermehren

Die Schwarzäugigen Susannen kann man leicht im Frühjahr durch Aussaat vermehren. Dafür legt man 4 bis 5 Samenkörner in ein kleines Pflanzgefäß mit leicht angefeuchteter Komposterde und stellt sie an einen warmen, hellen Platz. Die Samen der Schwarzäugigen Susanne keimen innerhalb von 4 bis 5 Wochen, wenn man die Erde bis zur Keimung gleichmäßig feucht hält.

Nach der Keimung stellt man die kleinen Pflanzen an einen Platz, wo sie in den Morgen- oder Abendstunden etwas besonnt werden. Vor kräftige Mittagssonne schadet den Sämlingen, die Pflanzen entwickeln sich aber schnell und können ab einer Größe von etwa 15 cm vereinzelt in Töpfe umgesetzt werden. Ab diesem Zeitpunkt behandelt man sie wie ausgewachsene Exemplare. 

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Schwarzäugigen Susanne ist ein Boden pH-Wert von 6,0 bis 6,8. Die Pflanzen gedeihen auch in handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte von 6,0 bis 6,8 liegen. Bei falschem pH-Wert wird sich eine Schwarzäugige Susanne nicht gesund entwickeln können.

Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht gewährleistet sind.

Eine Schwarzäugige Susanne pflanzt man mit einem Zusatz von Landerde in ein Torf- oder Humussubstrat. Zusätzlich verwendet man Fremdstoffe wie Quarzsand und Perlite.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man seine Schwarzäugige Susanne in gut abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt. Da das eigene Substrat, im Gegensatz zu einfacher Blumenerde, über einen langen Zeitraum nicht zusammensackt und verdichtet, kann man auf ein jährliches Umtopfen verzichten.

Substratmischung für Schwarzäugigen Susannen

Schwarzäugigen Susannen pflanzt man mit einem Zusatz von Landerde in ein Torf- oder Humussubstrat mit Zumischung verschiedener Fremdstoffe.

  • 3 bis 5 Anteile Humussubstrat = herkömmliche Blumenerde
  • 1,5 bis 3 Anteile Ackererde mit Tonanteil
  • 1 Anteil Quarzsand

Der Boden pH-Wert von 6,0 bis 6,8 wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torf oder Humussubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Mit einem pH-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Wert der fertigen Mischung ermitteln und gegebenenfalls korrigieren.

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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Schwarzäugige Susannen umtopfen

Sobald die Wurzeln der Pflanze aus dem Abzugsloch herauswachsen, setzt man die Schwarzäugige Susanne in größere Pflanzgefäße um.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Das ganze Jahr hindurch düngt man die Schwarzäugige Susanne alle zwei Wochen mit einen flüssigen Volldünger.

Kürzen / schneiden der Schwarzäugigen Susannen

Die Schwarzäugige Susanne kann im zeitigen Frühjahr, vor Austriebsbeginn, gestutzt werden. Zu lange Triebe kürzt man um etwa 2/3 ihrer Länge.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Bereits verwelkte Blüten zupft man mit den Fingerspitzen aus, ansonsten verkürzt sich die Blütezeit der Pflanze erheblich.

Die gemeine Spinnmilbe kann an der Schwarzäugigen Susanne auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Die Schwarzäugige Susanne ist anfällig gegenüber einem Befall mit weißer Fliege. Die ausgewachsenen Tiere und die Larven der weißen Fliege saugen Pflanzensaft aus den Blättern, überwiegend sind sie auf den Blattunterseiten zu finden.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Schwarzäugige Susannen Bilder 

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Himmelsblumen Thunbergia alata

Schwarzäugige Susanne

Thunbergia alata
Foto: KENPEI
Lizenz: GFDL

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Foto: Jeffdelonge
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