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Bromelien 1: Licht und Temperatur
Bromelien 2: Gießen, Vermehren, Erde
Bromelien 3: Umtopfen, Düngen
Kulturanleitungen Bromelien:
Aechmea | Ananas | Billbergia | Cryptanthus | Dyckia | Guzmania | Neoregelia | Nidularium | Tillandsia | Vriesea
Bild: Tillandsia cyanea
Foto: Arséniure De Gallium
Lizenz: Bestimmte Rechte vorbehalten
Bild: Dyckia remotiflora
Foto: Stan Shebs
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation
Bild: Guzmania lingulata var. minor Hybrid
Foto: JF Gaffard
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation
Die Gattungen der Bromelien gießt man gleichmäßig mit weichem Wasser. Regenwasser wird von den Bromelien besonders gut vertragen. Hartes, kalkhaltiges Wasser hinterlässt unschöne Flecken auf den attraktiven Blätter der Pflanzen.
Zwischen den einzelnen Wassergaben lässt man die Oberfläche der Erde leicht antrocknen. Bei Bromelien die über eine Zisterne verfügen, achtet man darauf das diese stets mit Wasser gefüllt ist. Um zu verhindern das dieses Wasser faulig wird, ersetzt man es ca. alle 3 bis 4 Wochen durch Frischwasser.
Auf Substrat wachsende epiphytische Bromelien werden regelmäßig vollständig mit weichem Wasser besprüht. Insbesondere das die Wuzeln umgebende Torfmoos sollte gut angefeuchtet werden.
Bromelien benötigen eine praktisch kalkfreie Erde. Diese sollte außerdem locker und etwas krümelig sein.
Eine für Bromelien gute Mischung besteht aus jeweils gleichen Teilen Torf und Lauberde. Der Torf kann auch durch kalkfreie mineralische Erde auf Kompostbasis ersetzt werden.
Die Vermehrung durch Kindel ist bei den Bromelien die einfachste Art der Vermehrung. An der Basis der Mutterpflanze treten kleine Jungpflanzen auf, die man vorsichtig abtrennt und direkt in einen neuen Topf mit der geeigneten Erdmischung einsetzt.
Bei den meisten Bromelien findet die Bildung dieser Kindl vor der Blüte jedoch eher selten statt. Während und nach der Blüte bilden aber fast alle Gattungen der Bromelien Kindel und Ausläufer mit Trieben. Diese sollte man aber erst dann abschneiden, wenn sie bereits die für Bromelien übliche Rosettenform aufweisen und eine Größe von 8 bis 10cm erreicht haben.
Einige Gattungen der Bromelien bilden keine Seitensprosse und man muss sie aus Samen aufziehen. Andere Arten wiederum bilden einen einzigen Spross innerhalb der Pflanze während oder kurz nach der Blüte. Diesen Trieb lässt man wachsen ohne ihn zu entfernen, die Mutterpflanze stirbt nach der Blüte langsam ab.
Zur Vermehrung durch Samen füllt man im Frühling ein Gemisch aus 2/3 Torf und 1/3 scharfem Sand in einen Topf und verteilt die Samen der Bromelien gleichmäßig auf de Oberfläche. Die Samen werden nur leicht angedrückt und nicht mit Erde bedeckt.
Nun wird die Erde mit weichem Wasser und feinem Sprühnebel gut angenäßt und der Topf mit einer klaren Plastiktüte (Gefrierbeutel) überstülpt. Man Stellt den Topf an einen warmen, hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung. Die Keimtemperatur sollte zwischen 23-27°C liegen.
Die Keimung erfolgt bei frischem Saatgut innerhalb von ein bis zwei Wochen. Nachdem die junge Bromelie einige Blätter gebildet hat, entfernt man den Plastikbeutel täglich ein wenig mehr. So kann sich die Bromelie langsam an die Umgebungsluft - Temperatur und Luftfeuchtigkeit - gewöhnen.