Augentrost - Rachenblütler (Crophulariaceae) Der bis in große Höhen vorkommende Augentrost wurde früher wegen seiner heilenden Wirkung bei Augenleiden hoch geschätzt. Auch die Behandlung von Schnupfen und Bronchitis war wegen der entzündungshemmenden Eigenschaften dieser Heilkräuter weit verbreitet.
Beim Sammeln des Augentrost muss man sehr genau hinschauen, da es von dieser Pflanze zahlreiche Arten und Unterarten gibt. Je nach der Verzweigung der Stängel, der Größe der Blüten und vorhandener oder nicht vorhandener Drüsenhaare handelt es sich um die hier beschriebene Art oder eben um eine Unterart des Augentrost.
Obwohl diese Heilpflanze selbst Chlorophyll produziert, handelt es sich bei dem Augentrost um einen Halbschmarotzer. Der Augentrost zapft die Wurzeln anderer Pflanzen, insbesondere die Wurzeln verschiedener Gräser, an und entzieht diesen wichtige Nährstoffe.
Der Augentrost findet auch in der Homöopathie Anwendung, man gewinnt aus der gesamten Heilpflanze eine Essenz die zur Behandlung von Augenleiden eingesetzt wird.
Der einjährig wachsende Augentrost bildet aufrecht stehende, teilweise verzweigte Stängel. Die Pflanze kann eine Wuchshöhe von etwa 30 cm erreichen. Die gegenständig wachsenden, eiförmigen und drüsigen Blätter eines Augentrost sind graugrün gefärbt und stiellos am Stängel sitzend. Die Blattränder weisen eine mittelgrobe Zähnung auf. Vom Juli bis in den September bilden diese Heilkräuter hübsche weiße Blüten mit violett gefärbten Streifen und einem gelben Fleck im Schlund. Die Wurzeln des Augentrost besitzen Saugorgane, diese sind fest mit den Wurzeln der in Nachbarschaft stehenden Pflanzen verhaftet.
Hier findet man den Augentrost Der Augentrost wächst in allen Teilen Europas bis in Höhen von 3000 m. Bevorzugte Standorte dieser Heilkräuter sind bewirtschaftete Wiesen, Wildwiesen und Weiden.
Eigenschaften der Heilpflanze Der Augentrost wirkt adstringierend, entzündungshemmend und schmerzlindernd
Der Geschmack des Augentrost ist bitter und scharf.
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzt man von dem Augentrost die ab Juli bis in den Oktober hinein gesammelte, gesamte Pflanze. Der Augentrost sollte schnell getrocknet und dann luftdicht verschlossen und dunkel aufbewahrt werden.
Inhaltsstoffe des Augentrost ätherisches Öle, Gerbstoff, Glykosid (Aucubin), Harz, Farbstoff
Anwendung der Heilpflanze Der Augentrost wird innerlich und äußerlich angewendet.
Anwendungen mit dem Augentrost in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Augenentzündung, Augenlidentzündung, Gerstenkorn, Katarrh, Mund, Rachenentzündung
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
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