Borretsch - Standort und Anwendung der Heilpflanzen

   
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Lexikon der Heilpflanzen / Borretsch

Borretsch - Borago officinalis L.

Borretsch - Borago officinalis
L.Wahrscheinlich war der Borretsch den alten Römern und Griechen nicht bekannt gewesen. Vermutlich wurde der Borretsch erst im späten Mittelalter von den Arabern in Spanien kultiviert, dort findet man diese Heilpflanze an feuchten Standorten auch wild wachsend.

Der einjährige Borretsch wächst heute außer im ganzen Mittelmeerraum auch im übrigen Europa. Man findet den Borretsch hier fast überall kultiviert und verwildert auf Schuttplätzen, in Ödland und an Wegrändern. Die blauen Blüten dieser Heilpflanze leuchten fast während des ganzen Sommers.

Borretsch ist sehr reich an Schleimstoffen, woraus sich die kühlende und lösende Wirkung dieser Heilpflanze erklärt. Die frischen Blätter und Blüten des Borretsch haben einen gurkenartigen Geschmack und können als Salatbeigabe verwendet werden. Auch als Suppengewürz eignet sich der Borretsch vorzüglich. Sein Saft, gemischt mit dem Saft der Brunnenkresse und Löwenzahn, ist ein hervorragendes Blutreinigungsmittel und wirkt sich besonders günstig auf die Gesichtshaut aus.

Beschreibung des Borretsch
Der einjährige Borretsch wird, je nach Standort, 20 bis 60 cm hoch. Die gesamte Pflanze ist rauhaarig. Die Blätter wechselständig am Stängel wachsenden sind grob runzelig. Die unteren Blätter sind gestielt, die oberen direkt am Stängel sitzend. Die Blattbasis ist eingezogen.

Die vom Mai bis in den September wachsenden, blau gefärbten Blüten stehen leicht nach unten nickend im oberen Stängelbereich. Die 5 Kronblätter des Borretsch sind verwachsen, die Spitzen der Kronblätter sind flach ausgebreitet. Die Staubbeutel stehen in einem zentralen, spitzen, schwarzvioletten Kegel. Der Blütenstand ist locker, die Fruchtblätter braun und stumpf. Der Geschmack des Borretsch erinnert an frische Gurken.

Hier findet man den Borretsch
Die Pflanze findet man in Europa an Uferböschungen, Gräben und Sümpfen bis in Höhenlagen von 1400 m.

Eigenschaften der Heilpflanze
Der Borretsch wirkt abführend, blutreinigend, harntreibend und schweißtreibend.

Wirksame Pflanzenteile
In der Naturheilkunde benutzt man von dem Borretsch die Blüten, den Saft der Blätter und die Stängel.

Inhaltsstoffe des Borretsch
Schleimstoffe, Gerbstoffe, Harz, Saponin und Kaliumnitrat

Anwendung der Heilpflanze
Der Borretsch wird innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Borretsch in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Fieber, Frühjahrskur, Gesichtsfarbe, Gicht, Grippe, Herpes, Husten, Lungenblähung, Masern, Ödem, Steinerkrankungen und Transpiration.

Hinweis
Zubereitungen filtrieren, um die eventuell hautreizenden Haare zu beseitigen. Die getrocknete Pflanze verliert ihre Wirkung

Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten.
Disclaimer

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