Mädesüß - Rosengewächse (Rosaceae) Das der Familie der Rosengewächse angehörende Mädesüß kann als mehrjährig wachsende Pflanze eine Höhe von etwa 1,6 m erreichen. Das Mädesüß findet man Ufern von Bachläufen, in sumpfigen Gebieten, Sumpfwiesen, Auwäldern und an feuchten Wegrändern.
Heimisch ist diese Pflanze im nördlichen Amerika, im mittleren Europa und in den nördlichen Gebieten Asiens. Im frühen Sommer bildet das Mädesüß große Dolden mit gelblich-weiß gefärbten Blüten.
Für medizinische Zwecke verwendet man das während der Blütezeit gesammelte Kraut und die Blüten der Pflanze.
Hier findet man das Mädesüß Mit Ausnahme der Mittelmeerregionen findet man die Heilpflanze fast im gesamten Europa. Das Mädesüß wächst bis in Höhen von etwa 1700 m.
Eigenschaften der Heilpflanze Das Mädesüß wirkt adstringierend, harntreibend, krampflösend, narbenbildend, schweißtreibend und tonisch.
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzt man von dem Mädesüß die Blätter, den Wurzelstock und die noch nicht aufgeblühten Sprossspitzen. Nach dem Sammeln trocknet man die Pflanzenteile möglichst rasch.
Inhaltsstoffe des Mädesüß Gerbstoff, Phenolglykoside, Flavonglykoside, Mineralsalze
Anwendung der Heilpflanze Das Mädesüß wird innerlich und äußerlich angewendet.
Anwendungen mit Mädesüß in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Arteriosklerose, Bäder, Couperose, Durchfall, Fettleibigkeit, Gicht, Harnausscheidung, Harnstoff, Ödem, Rheumatismus, Steinerkrankungen, Wunde
In den Blüten und im Kraut der Pflanze finden sich Gerbstoffe, Flavonoide und Verbindungen der Salicalsäure.
Äußerlich verwendete man das Mädesüß bei rheumatischen Erkrankungen. Da die Wirksamkeit für diesen Anwendungsbereich bisher nicht belegt wurde, sollte man bei äußerlichen Anwendungen dieser Pflanze keine allzu großen Erwartungen haben.
Der Tee aus Mädesüß ist schweiß- und harntreibend. Man kann ihn deshalb zur heilungsunterstützenden Wirkung bei Erkältungskrankheiten benutzen.
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
Dosierung des Mädesüß Für die Zubereitung von Tee aus den Blüten oder dem Kraut des Mädesüß verwendet man 1 bis 2 Teelöffel pro Tasse der getrockneten oder frischen Pflanze. Nachdem der Tee etwa 10 bis 15 Minuten gezogen hat seiht man ihn ab.
Um die schweißtreibende Wirkung weiter zu unterstützen kann man täglich mehrere Tassen des Tees möglichst heiß trinken.
In den Apotheken findet man Erkältungstees und Arzneimittel mit Bestandteilen des Mädesüß.
Mädesüß / Filipendula ulmaria Foto: Christian Fischer Bestimmte Rechte vorbehalten
Wichtige Hinweise Personen die auf Salicylate überempfindlich reagieren dürfen diese Heilpflanze nicht verwenden.
Während einer Schwangerschaft und während der Stillzeit sollten Tees aus dem Mädesüß nicht getrunken werden.
Asthmatiker, Kleinkinder und Säuglinge dürfen keine Anwendung aus dem Mädesüß bekommen.
Ständige Anwendungen und hohe Konzentrationen des Mädesüß können Beschwerden in Magen und Darm hervorrufen. Schuld daran ist der Gehalt an Salicalsäure.
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