Sauerampfer - Heilkräuter & Heilpflanzen

   
Heilkräuter | «Sauerampfer»
Sie sind hier: Startseite > Heilpflanzen > Lexikon der Heilpflanzen S > Sauerampfer

Lexikon d. Heilpflanzen >

Heilpflanzen S

Verarbeitung der Heilpflanzen

Vergiftungen

Pflanzenforen

Online Einkaufen

Pflanzenfreunde TV


Lexikon der Heilpflanzen / Sauerampfer

Anzeigen

Sauerampfer - Knöterichgewächse (Polygonaceae)

SauerampferSauerampfer, Christian Hummert, Einige Rechte vorbehalten

Der Sauerampfer ist Europa auf nährstoffreichen Wiesen weit verbreitet. Der säuerliche Geschmack der Blätter dieser Heilpflanze rührt von dem hohen Gehalt an Oxalsäuresalz her. Da das Oxalsäuresalz auch in größeren Mengen im Sauerklee vorhanden ist, nennt man diese Substanz auch Kleesalz.

Der Genuss der rohen Blätter des Sauerampfer ist nicht ganz unbedenklich. Wie auch der Rhabarber, der Sauerklee und der Spinat enthält der Sauerampfer die giftigen Substanzen Oxalsäure und Kaliumhydrogenoxalat Besonders die älteren Blätter mit ihren rostbraun gefärbten Löchern können starke starke Durchfalle hervorrufen. Auch Vergiftungen beim Weidevieh sind bekannt, normalerweise wird der Sauerampfer aber von den Tieren gemieden.

Für Erwachsene ist der Verzehr geringer Mengen in Gemüse oder Suppen harmlos. Man sollte aber darauf achten, nur die jungen und frischen Blätter vom Sauerampfer zu verwenden. Bei Kindern kann der Verzehr größerer Mengen Sauerampferblätter zu Vergiftungen mit schweren Schädigungen am Organismus führen. Durch die Bildung des schwer löslichen Kaliumhydrogenoxalats wird im Körper der Kalziumspiegel stark abgesenkt. Dies kann zu Krämpfen, Lähmungen oder zur Schädigung der Nieren führen.

Abgebrühte oder gekochte Blätter vom Sauerampfer verlieren einen großen Teil der Oxalsäure und sind deshalb kaum gefährlich. Als Hausmittel wird der Sauerampfer, der auch in der Homöopathie Verwendung findet, gegen Hautleiden, Vitamin-C-Mangel, zur Verdauungsförderung und bei Frühjahrskuren als Blutreinigungsmittel benutzt.

Hier findet man den Sauerampfer
Die Pflanze findet man in Europa bis in Höhenlagen von etwa 2000 m. Der Sauerampfer wächst vorzugsweise auf schweren, lehmigen, mit Stickstoff und Nährstoffen gut angereichertem Boden.

Eigenschaften der Heilpflanze
Der Sauerampfer wirkt abführend, appetitanregend, blutreinigend, erfrischend, harntreibend, magenwirksam, Menstruationsregulierend, tonisch und verdauungsfördernd

Wirksame Pflanzenteile
In der Naturheilkunde benutzt man von dem Sauerampfer die Blätter, die Stängel und die Wurzeln.

Inhaltsstoffe des Sauerampfer
Eisen, Gerbstoffe, Kaliumhydrogenoxalat, Oxalsäure, Vitamin C

SauerampferSauerampfer, Foto: Steffen Heinz, Lizenz: GFDL

Anwendung der Heilpflanze
Der Sauerampfer wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Sauerampfer in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Abszess, Akne, Durst, Frühjahrskur, Haut, Insektenstich, Verstopfung

Hinweise zum Sauerampfer
Der Sauerampfer sollte nicht bei Erkrankungen wie Arthritis, Gicht, oder Rheuma benutzt werden. Besonders Personen mit Nierenerkrankungen sollten den Sauerampfer nicht verwenden. Von dem Sauerampfer sollten nur die jungen Blätter verwendet werden. Beschädigte Blätter älterer Pflanzen sind unbekömmlich.

Die Einnahme größerer Mengen der alten Blätter kann zu Vergiftungen führen. Personen mit Eisenmangel sollten auf den Verzehr vom Sauerampfer verzichten, die in dieser Heilpflanze vorhandene Oxalsäure hemmt die Eisenaufnahme.

Beim Sammeln dieser Heilkräuter sollte man darauf achten, den Sauerampfer nicht auf stark gedüngten Wiesen zu ernten.

Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer


Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen