Codiaeum pflegen

Codiaeum variegatum

Deutscher Name: Wunderstrauch, Kroton
Wissenschaftl. Name: Codiaeum
Familie: Euphorbiaceae
Wuchshöhe: bis 2 m
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit:
mittelschwer

Die unterschiedlichen Sorten des Codiaeum, die sich in Blattform, Größe und Farbe voneinander unterscheiden, sind Zuchtformen der Codiaeum variegatum var. pictum. Die glatten und ledrigen Blätter sind je nach Sorte entweder mittelbreit oder schmal, lanzettförmig oder aber schwertförmig, rundlich oder oval. Die Ränder der Blätter unterscheiden sich ebenfalls je nach Sorte recht erheblich: Sie sind glatt oder leicht gewellt, bei manchen Arten drehen sie sich spiralig ein. Es gibt bis fast zur Mittelrippe eingeschnittene Blätter, andere zeigen nur leichte Einbuchtungen. Die farbigen Blätter dieser Pflanzen sind gepunktet, fleckig, geädert oder marmoriert gezeichnet. Auch die Farben der Blätter sind sehr unterschiedlich. Bei einigen Sorten ändern sich die Form und die Farbe im Laufe der Jahre. Ältere Codiaeum bilden kleine cremefarbene Blüten aus.

Steckbrief / Beschreibung

Codiaeum variegatum var. pictum "Aucubifolium" bildet elliptisch geformte, glänzende Blätter mit hellgrünen Punkten.

Codiaeum variegatum var. pictum "Bruxellense" wächst mit breiten, schwertförmigen Blättern, die im frühen Stadium bronzefarben sind und sich im Alter rot färben. Die Adern der Blätter sind gelb gefärbt.

Codiaeum variegatum var. pictum "Craigii" hat stark eingeschnittene, dreilappige, hellgrün gefärbte Blätter mit gelb gefärbten Adern.

Codiaeum variegatum var. pictum "Fascination" bildet lange, streifenförmige Blättern, die eine marmorierte Zeichnung in den Farben Grün, Rot und Orange haben.

Codiaeum variegatum var. pictum "Gloriosum superbum" wächst mit breiteren, leicht gewellten grünen Blättern, die zum Ende hin schmal zusammenlaufen. Die Adern und Ränder der Blätter sind gelb gefärbt.

Codiaeum variegatum var. pictum "Imperialis" hat elliptisch geformte, gelbe Blätter mit recht grob abgegrenzten roten Rändern und grün gefärbten Mittelrippen.

Codiaeum variegatum var. pictum "Punctatum aureum" wächst mit langen, lanzettlich schmalen und glänzenden Blättern, die dunkelgrün gefärbt und gelb punktiert sind.

Codiaeum variegatum var. pictum "Reidii" hat längliche, ovale Blätter mit grünem Grund. Im Alter zeigt das Grün einen starken gelblichen, rosaroten oder roten Schimmer. Die ausgeprägten Adern der Blätter sind orange oder rot gefärbt.

Codiaeum variegatum var. pictum "Spirale" hat schmale, vielfarbige Blätter - grün, rot und gelb in unterschiedlichsten Kombinationen. Ihren Namen verdankt diese Variation den stark spiralförmig eingedrehten Blättern.

Standort / Licht

Damit die Codiaeum seine farbenprächtigen Blätter gut ausbilden kann benötigt er direkte Sonnenbestrahlung. Nur während des Sommers muss man die Codiaeum vor der direkten Bestrahlung durch die Mittagssonne schützen. Ältere Pflanzen verlieren bei unzureichenden Lichtverhältnissen ihr Blätter. Erste Warnzeichen hierfür sind das Verblassen der Farben und ein spärlicher Zuwachs.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

In der Hauptwachstumszeit gießt man einen Codiaeum reichlich, der Erdballen sollte  gleichmäßig feucht bleibt und nicht abtrocknen. Nach dem Gießen wird das überschüssige Wasser aus dem Untersetzer entfernt, die Pflanzen reagieren empfindlich auf Staunässe und Ballentrockenheit.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Überwintern / Ruheperiode

 In den Wintermonaten schränkt man das Gießen stark ein, und achtet nur darauf, den Erdballen nicht ganz eintrocknen zu lassen.

Temperatur

Der Codiaeum wächst gut bei normaler Wohnungstemperatur. Die untere Temperaturgrenze, auch während der winterlichen Ruheperiode, beträgt 13 °C. Um den Bedarf an erhöhter Luftfeuchtigkeit zu erfüllen, stellt man den Topf des Codiaeum in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine.

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Vermehren der Pflanze

Den Codiaeum vermehrt man im Frühjahr durch 10 bis 15 cm lange Kopfstecklinge. Aufgrund des beim Beschneiden für Wolfsmilchgewächse typischen austretenden Milchsaftes, sollte man die Schnittstellen in Wasser ausbluten lassen.

Danach steckt man die Stecklinge in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und scharfem Sand Um den Steckling vor dem absterben durch Vertrocknen zu bewahren, stülpt man über den Topf einen Plastikbeutel oder stellt ihn in einen Vermehrungskasten. Die nächsten 4 bis 6 Wochen stellt man die Stecklinge an einen hellen, vor direktem Sonnenlicht geschützten Platz.

Zur Bewurzelung sollte die Bodentemperatur 24 bis 25 °C betragen. Sobald ein erster junger Austrieb die erfolgreiche Bewurzelung des Stecklings anzeigt, entfernt man die Abdeckung und behandelt die Jungpflanze wie ein ausgewachsenes Exemplar. Bei günstigen Kultivierungsbedingungen ist der Topf nach 5 bis 6 Monaten durchwurzelt. Dann setzt man den kleinen Codiaeum in ein größeres Gefäß mit normale Kulturerde um.

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Erde / Substrat

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Man verwendet ein gut wasserdurchlässiges Erdgemisch auf Kompostbasis.

Umtopfen

Im Frühjahr setzt man die Pflanzen bei Bedarf in etwas größere Töpfe um. Die alte Erde wird vorsichtig aus den Wurzeln entfernt und durch neues Substrat ersetzt.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Während der Wachstumsperiode düngt man einen Codiaeum alle 14 Tage mit einem Flüssigdünger.

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Kürzen / Schneiden der Codiaeum

Ein Rückschnitt ist bei diesen buschigen Pflanzen erst nötig, wenn sie für den verfügbaren Raum zu groß werden. Man kürzt dann die Triebe im Frühjahr vor dem ersten Austrieb ein. Die Schnittstellen sollte man mit Wasser abwaschen oder mit Holzkohlepulver betupfen, um den Milchfluss einzudämmen.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Die Pflanzen neigen dazu, von der roten Spinne befallen zu werden.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Bilder der Codiaeum

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Wunderstrauch

Codiaeum

Wunderstrauch
Francisco Manuel Blanco (O.S.A.)
 Public Domain

Codiaeum variegatum

Codiaeum

Codiaeum variegatum
Foto: Oeropium
Bestimmte Rechte vorbehalten

Codiaeum variegatum (Croton)

Codiaeum

Codiaeum variegatum (Croton)
Foto: Grizzly