Crocus pflegen

Crocus

Name: Crocus
Deutscher Name: Krokus
Familie: Iridaceae
Wuchshöhe: 12 bis 15 cm
Verwendung: Blütenschmuckpflanze
Blütezeit: Februar bis April
Schwierigkeit: mittelschwer bis anspruchsvoll

Steckbrief / Beschreibung

In Wohnungskultur blühen die etwa 12 cm kleinen Crocus im späten Winter oder zeitigen Frühjahr. Den kleinen, zwiebelartigen Knollen entwachsen schlanke, dunkelgrüne Blätter mit weißen Streifen. Die trichterförmigen Blüten der Crocusse sind je nach Sorte bronzefarben, gelb, purpurrot, weiß, oder malvenfarben, manchmal auch zweifarbig gestreift. Im Spätherbst, in den Monaten September, Oktober, legt man die kleinen Knollen des Krokus dicht unter die Erdoberfläche in eine breite Pflanzschale. Die einzelnen Zwiebeln benötigen etwas Abstand und dürfen sich nicht berühren. Nun gießt man sehr vorsichtig, das Substrat sollte nur leicht angefeuchtet werden.

Die Pflanzschalen an einen kühlen Platz stellen
Vor dem Austrieb müssen die Zwiebeln zuerst Wurzeln bilden. Man lässt die Pflanzschalen bis Mitte Januar an einem kühlen und dunklen Ort, meist eignet sich ein ungeheizter Keller oder eine Garage recht gut. Wer über keinen abgedunkelten Raum verfügt, kann die Schalen mit einer schwarzen Folie abdecken. Man achte dabei auf genügend Belüftung um Schimmelbildung zu vermeiden.

2 1/2 Monate bis zur Bewurzelung
Die Bewurzelung der Crocuszwiebeln benötigt etwa 10 Wochen, in dieser Zeit sollten die Temperaturen bei 7 bis 9 °C liegen und die Erde nur leicht feucht gehalten werden. Höhere Temperaturen und zu starkes Gießen sind während der Wurzelbildung nicht zu empfehlen. Ab Mitte Januar kann man die Crocusse an einen hellen Ort stellen. Die Pflanzen benötigen nun Temperaturen von etwa 17 °C.

Standort / Licht

Nach dem Austreiben der Crocuszwiebeln stellt man die Pflanzen an einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Man gießt den Crocus nur mäßig, die Erde wird nur leicht feucht gehalten. Staunässe ist zu vermeiden.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Temperatur

Zum Bewurzeln benötigen die Zwiebeln eine niedrige Temperatur von 7 bis 9 °C. Sobald sich der erste Austrieb zeigt, stellt man die Pflanzen wärmer. Die Temperatur sollte aber 16 °C nicht übersteigen.

Vermehren der Pflanze

Man vermehrt den Crocus durch einsetzten frischer Zwiebeln. > Vermehrung von Knollen / Zwiebelpflanzen

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

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Nachdem die Blätter der Pflanzen abgefallen sind nimmt man die Knollen aus der Erde und trocknet sie. Erst im Herbst werden die Zwiebeln wieder in frische Substrat eingesetzt. Für den Crocus eignet sich handelsübliche Blumenerde für Zwiebelpflanzen.

Umtopfen

Nachdem die Blätter der Pflanzen abgefallen sind nimmt man die Knollen aus der Erde und trocknet sie. Erst im Herbst werden die Zwiebeln wieder in frische Substrat eingesetzt.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Düngung ist bei einem Crocus nicht notwendig.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Falls man mehrere Knollen der Crocusse nebeneinander in die Erde gibt, dürfen sie sich die Zwiebeln nicht berühren.

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Bilder der Crocus

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Crocus aleppicus

Crocus

Crocus aleppicus
Foto: Gideon Pisanty
Lizenz: GFDL

Crocus sativus

Crocus

Crocus sativus
Prof. Dr. Otto Wilhelm
Public Domain

Crocus longiflorus

Crocus

Crocus longiflorus
Foto: Meneerke bloem
Lizenz: GFDL

Krokus

Crocus

Foto: Benjamin Gimmel
Lizenz: GFDL