Cyperus pflegen

Cyperus alternifolius

Deutscher Name: Zypergras
Wissenschaftl. Name: Cyperus
Familie: Cyperaceae
Wuchshöhe: 30 bis 200 cm
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit:
pflegeleicht bis mittelschwer

Pflanzen der Gattung Cyperus gehören fast ausschließlich zu den Sumpfpflanzen. Die Zypergräser wachsen mit dünnen, riedartigen Halmen und einem strahlenförmig ausgebreiteter Schopf aus schmalen, lanzettartigen  Hochblättern. Der Narbe entspringen braunen oder grünlichweiße, grasartigen Blüten. Die meisten Zypergräser bilden dichte Büschel aus zahlreichen Halmen. Der Basis der Pflanze, dicht über der Erde, entspringen die Blätter des Cyperus.

Steckbrief / Beschreibung

Cyperus albostriatus

Cyperus albostriatus wächst mit bis zu 90 cm langen, schlanken Halmen und einigen ebenso lang werdenden, sehr schmalen Grundblättern. Die Blattscheiden der Pflanze sind purpurrot gefärbt. Der strahlenförmige Schopf bildet sich aus etwa 22 schmalen und 3 bis 10 cm langen Hochblättern. Die Blüten dieses Zypergrases sind hellbraun gefärbt und strecken sich zu einer weiten Dolde aus. Die Halme und Blätter sind leuchtend hellgrün.

Cyperus alternifolius

Cyperus alternifolius erreicht eine Höhe von mehr als 120 cm. Die schlanken, biegsamen Halme sind feinfasrig gestreift und fast rund bis dreieckig. Der strahlenförmige Schopf bildet sich aus 10 bis 12 dünnen, leicht nach unten gebogenen Hochblättern. Die Blätter dieses Cyperus sind zu einfachen Blattscheiden zurückgebildet. Die Blüten der Pflanze sind unauffällig braun gefärbt.

Cyperus alternifolius "Gracilis", das Zwergzypergras, ist kleinwüchsiger als die Ursprungssorte. Die dunkelgrünen, kräftigen Hochblätter bilden nur selten Blüten aus.

Cyperus alternifolius "Variegatus" ist als junge Pflanze an den Halmen und den Hochblättern weiß gestreift. Ältere Exemplar verlieren die Färbung und werden vollständig grün.

Cyperus papyrus

Cyperus papyrus, die im Altertum zur Papierherstellung verwendete Papyrusstaude, bildet bis zu 3 m lange Halme. Diese erreichen einen Durchmesser von etwa 2 cm, sind dunkelgrün, glatt und dreikantig geformt. Den bis zu 25 cm langen Hochblätter entwachsen im Zentrum dichte Büschel fadenartiger, herabhängender Zusatzblätter.

Standort / Licht

Zypergras benötigt einen sehr hellen Standort mit möglichst viel direkter Sonnenbestrahlung. Bei unzureichenden Lichtverhältnissen bildet das Zypergras keine neuen Triebe. Die Sorte Cyperus alternifolius "Variegatus" ist noch mehr als die anderen Sorten auf tägliche Sonneneinstrahlung angewiesen.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Cyperus alternifolius und Cyperus papyrus benötigen als reine Sumpfpflanzen sehr viel Wasser. Bei beiden Stauden muss der Topfballen permanent feucht sein. Eine gute Lösung ist es, die Töpfe der Pflanzen in einen mit Wasser gefüllten Untersetzter oder Übertopf zu stellen. Man achte nur darauf, dass der Wasserstand nicht zu hoch ist; die Basis der Halme sollte nicht im Wasser stehen da ansonsten Fäulnis auftreten kann. Als hübsche Alternative kann man diese beiden Sorten auch direkt in ein mit Kieseln und zu 2/3 mit Wasser gefülltes Glasgefäß pflanzen.

Cyperus. albostriatus benötigt stets feuchte Erde, der Topf darf aber niemals mit Wasser stehenbleiben.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Überwintern / Ruheperiode

Alle Papyrusstauden gedeihen gut bei normalen Wohnungstemperaturen. Die untere, noch gut verträgliche Temperaturgrenze beträgt 10 °C. Eine Ausnahme bildet nur Cyperus papyrus, diese Pflanze verträgt keine Temperaturen unter 16 °C.

Temperatur

Alle Papyrusstauden gedeihen gut bei normalen Wohnungstemperaturen. Die untere, noch gut verträgliche Temperaturgrenze beträgt 10 °C. Eine Ausnahme bildet nur Cyperus papyrus, diese Pflanze verträgt keine Temperaturen unter 16 °C.

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Vermehren der Pflanze

Cyperus lässt sich am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks vermehren. Man nimmt die Pflanze aus dem Topf und zerschneidet den Wurzelballen mit einem Messer senkrecht in mehrere Teile. Das verfilzte, zusammenhängende Wurzelgeflecht kann man mit den Fingern vorsichtig auseinanderziehen. Nun entfernt man vorsichtig eventuell abgestorbene Wurzelfäden und setzt die Pflanzen in Büscheln zu 3 bis 5 Pflanzen in die neuen Pflanzgefäße.

Cyperus alternifolius lässt sich auch gut mit den Blattkronen vermehren. Dafür schneiten man einen Halm etwa 5 cm unterhalb der Kronblätter ab, stutzt die Hochblätter ein und setzt den gekürzten Blattschopf etwa 2 cm tief in ein Substrat aus Sand und Torf. Sobald ein neuer Austrieb die Bewurzelung anzeigt, pflanzt man das Zypergras in das endgültige Pflanzgefäß mit Komposterde oder Kieseln.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

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Man pflegt Cyperus in einer Erde auf Kompostbasis. Auch die direkte Bepflanzung von mit Kieseln und Wasser gefüllten Behältern ist möglich.

Umtopfen

Zypergräser sind schnellwachsend. Wenn die Halmbüschel das Pflanzgefäß vollständig ausfüllen, setzt man die Pflanzen in größere Töpfe um. Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist das zeitige Frühjahr. Man achte beim Umtopfen darauf, die Halme nicht tiefer als ursprünglich in das neue Substrat einzusetzen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

In der Hauptwachstumszeit düngt man alle 3 bis 4 Wochen mit einem Flüssigdünger.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Wenn ein Zypergras auch nur für sehr kurze Zeit austrocknet, färben sich die Spitzen der Hochblätter braun und vertrocknen. Auch zu geringe Luftfeuchtigkeit kann ein vertrocknen der Blattspitzen hervorrufen. Um dies zu vermeiden, achte man darauf ein Zypergras stets mit ausreichend Wasser zu versorgen.

Bei einem Befall mit der roten Spinne sind die befallenen Blätter der Pflanze mit einem feinen Gespinst überzogen. Bei einer genaueren Untersuchung sieht man kleine helle bis gelblich weiße Flecken. Bei stärkerem Befall mit der roten Spinne ändert sich die Farbe der Blätter von grün zu gelb und graugün bis kupferbraun. > Rote Spinne bekämpfen

Der Befall mit Schmierläusen / Wollläusen wird leider öfter beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der befallenen Pflanzen zu erkennen. > Schmierläuse bekämpfen

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Bilder der Cyperus

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Cyperus Fuscus

Cyperus

Cyperus Fuscus
Foto: Fice
Bestimmte Rechte vorbehalten

Cyperus papyrus

Cyperus

Cyperus papyrus
Foto: Dave pape
Public Domain

Cyperus papyrus

Cyperus

Cyperus papyrus
Foto: KENPEI
Lizenz: GFDL