Einblatt pflegen

Blattfahne Spathiphyllum

Einblatt

Spathiphyllum
Foto: Christopher Hollis
Lizenz: GFDL 

Deutscher Name: Scheidenblatt / Blattfahne / Einblatt / Friedenslilie
Wissenschaftl. Name: Spathiphyllum
Familie: Araceae
Wuchshöhe: 40 bis 80 cm
Blütezeit: März bis September - Im Handel ganzjährig blühend angeboten, da die Gärtnereien die Blütenbildung beeinflussen können.
Verwendung: Blüten und Fruchtschmuckpflanze
Schwierigkeit:
pflegeleicht

Steckbrief / Beschreibung

Die zur Familie der Aronstabgewächsen zugehörige Spathiphyllum (Einblatt) kommt aus den tropischen Gebieten Amerikas. Man schätzt diese Pflanzen wegen ihrer auffallenden, glänzenden Blatter und ihrer aparten Blüten.

Einblatt-Hybriden als Zimmerpflanzen
Die in Wohnungskultur gepflegten Pflanzen sind meist Hybriden. Das Einblatt hat einen sehr kurzen, nicht oder nur wenig über die Erde hervortretenden Stamm, aus dem sich in Büscheln längliche oder lanzettliche, dunkelgrün gefärbte Blatter entwickeln. Die Blüten bilden sich meist im Frühjahr und Sommer, sie können jedoch auch zu anderen Jahreszeiten ausbilden.

Die Blüten halten sich bis zu 6 Wochen
Die Blüten einer Einblatt ragen an langen Schäften auf und ragen weit über die dunkelgrünen Blätter der Pflanze hinaus. Der Blütenstand einer Einblatt besteht aus einem großen, weißen Hüllblatt, der sogenannten Spatha, welche einen aufrechten, weißen, cremefarbenen oder grün gefärbten Blütenkolben umgibt. Die bei den meisten Blattfahnen Arten duftenden Blüten sind nur etwa eine Woche lang weiß. Danach verfärbt sich das Hüllblatt langsam hellgrün und bietet weitere 5 bis 6 Wochen einen hübschen Anblick.

Spathiphyllum wallisii mit Hybriden
Spathiphyllum wallisii ist die einzige Sorte die in Wohnungskultur gepflegt wird. Die etwa 7 cm breiten und 20 cm langen Blätter bilden sich an ca. 15 cm langen Stielen. Die aparten Blüten bilden sich im Frühjahr und bei guten Kulturbedingungen nochmals im Spätsommer. Der Blütenschaft erreicht eine Länge von 25 cm, der cremefarbene Blütenkolben wächst aufrecht aus der Basis des etwa 10 cm langen und 5 cm breiten Hüllblatts. Von der Spathiphyllum wallisii gibt es im Handel zahlreiche Hybriden mit unterschiedlichen Blüten.

Standort / Licht

Das Einblatt wird an einem hellen Standort gepflegt. Die Pflanze muss vor der direkten Sonnenbestrahlung geschützt werden, ansonsten kommt es zu Schäden an den Blättern. Einblätter gedeihen auch an halbschattigen oder schattigen Standorten. Die Einblätter gedeihen besser, wenn die Luftfeuchtigkeit leicht erhöht ist. Sprühen Sie die Pflanzen öfter mit kalkarmem, abgestandenem Wasser ein.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Man wässert ein Einblatt gleichmäßig, zwischen den einzelnen Wassergaben lässt man die obere Erdschicht etwas antrocknen. Bei Temperaturen unter 15 °C schränkt man die Menge des Gießwassers ein und man befeuchtet den Ballen nur ein wenig.  Vorsicht, das Substrat der Einblätter darf niemals vollständig trocken werden. Staunässe ist ebenfalls zu vermeiden.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Überwintern / Ruheperiode

Das Einblatt bleibt ganzjährig an ihrem Standort, von November bis Februar wird die Pflanze etwas sparsamer gegossen und etwa alle 4 Wochen ganz schwach gedüngt. Die Temperaturen sollten während dieser Zeit nicht unter 16 °C fallen.

Temperatur

Zur Pflege der Einblätter eignen sich normale Wohnungstemperaturen. Die gerade noch verträgliche Mindesttemperatur liegt bei etwa 13 °C. Die aus den Tropen stammenden Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf trockene Luft. Man stellt die Töpfe deshalb am besten auf mit Wasser und Steinen gefüllte unterschalen. Wenn die Temperaturen unter 18 °C fallen, verlangsamt sich das Wachstum eines Einblatts erheblich.

Einblatt Vermehren

Im Frühjahr kann man ein Einblatt durch die Teilung der dichten Blattbüschel vermehren. Dafür nimmt man die Pflanze vorsichtig aus ihrem Gefäß und trennt die Rhizome vorsichtig in mehrere Teile. Jedes Teilstück sollte mindestens 3 Blätter besitzen. Diese Teilstücke topft man einzeln in das empfohlene Erdgemisch Die frisch vermehrten Einblätter sollten die nächsten 3 Monate nicht gedüngt werden.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

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Zur Pflege eines Einblatts nimmt man eine Erde auf Torfbasis oder man benutzt ein Gemisch aus gleichen Teilen Komposterde, Lauberde und Sand. Der ideale ph-Wert des Substrats liegt bei 5,5.

Einblatt Umtopfen

Jeweils im Frühjahr werden die Pflanzen in größere Töpfe versetzt, bis mit rund 15 bis 20 cm die Maximalgröße erreicht ist.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Man düngt ein Einblatt im Abstand von 14 Tagen mit einem flüssigen Volldünger in normaler Konzentration.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Bei niedriger Luftfeuchtigkeit neigt das Einblatt zu einem Befall durch die Rote Spinne. Man besprüht die Blätter deshalb öfters mit Wasser und kontrolliert die Blattunterseiten regelmäßig, da sich dort meist die Spinnmilben ansiedeln. Überdüngung verursacht braune Blattspitzen und verursacht oftmals einen Befall mit Blatt- oder Schildläusen. Siehe > Schädlinge & Krankheiten

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Einblatt Bilder 

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Blattfahne Spathiphyllum

Einblatt

Spathiphyllum
Foto: Alex Chupryna
Lizenz: GFDL

Blattfahne Spathiphyllum

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Spathiphyllum
Foto: Smaragdenstadt-Fanpage
Lizenz: Public Domain