Einblatt

Einblätter (Spathiphyllum), auch Scheidenblatt, Blattfahne, oder Friedenslilie genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die Gattung Spathiphyllum besteht aus etwa 50 bis 60 Arten, fast alle stammen aus den tropischen Gebieten Amerikas oder vom Westrand des Pazifiks.

Man pflegt die Pflanzen wegen ihrer auffallenden, glänzenden Blatter und ihrer haltbaren, aparten Blüten. Die in Wohnungskultur gepflegten Einblätter sind meist Hybriden. Da einige Arten als Zierpflanzen gepflegt werden, gibt es von diesen auch außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets verwilderte Bestände. Die Art Spathiphyllum wallisii ist nur aus der Kultur und von ihren verwilderten Vorkommen bekannt.

Blattfahne

Einblatt

Foto: Christopher Hollis
Lizenz: GFD

Name: Scheidenblatt / Blattfahne / Einblatt / Friedenslilie
Wissenschaftl. Name: Spathiphyllum
Familie: Aronstabgewächse (Araceae)
Wuchshöhe: 40 bis 80 cm
Blütezeit: März bis September - Im Handel ganzjährig blühend angeboten, da die Gärtnereien die Blütenbildung beeinflussen können.
Verwendung: Blüten und Fruchtschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht

Arten & Pflege der Einblatt

Die Einblätter Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler. Die Pflanzen sind auch für Anfänger eine gute Wahl, denn die Einblätter gelten als tolerant gegenüber kleineren Pflegefehlern.

Alle Einblätter wachsen mit einem sehr kurzen, nicht oder nur wenig über die Erde hervortretenden Stamm, aus dem sich in Büscheln längliche oder lanzettliche, dunkelgrün gefärbte Blatter entwickeln.

Die Blüten einer Einblatt ragen an langen Schäften auf und ragen weit über die dunkelgrünen Blätter der Pflanze hinaus. Der Blütenstand besteht aus einem großen, weißen Hüllblatt, der sogenannten Spatha, welche einen aufrechten, weißen, cremefarbenen oder grün gefärbten Blütenkolben umgibt. Die Blüten bilden sich meist im Frühjahr und Sommer, sie können jedoch auch zu anderen Jahreszeiten ausbilden.

Die bei den meisten Arten duftenden Blüten sind nur etwa eine Woche lang weiß. Danach verfärbt sich das Hüllblatt langsam hellgrün und bietet weitere 5 bis 6 Wochen einen hübschen Anblick.

Neben der wohl wichtigsten Art, Spathiphyllum wallisii mit Hybriden und Sorten, gibt es noch einige andere die weniger bekannt sind, z. B. S. cannifolium Bild ansehen, S. cochlearispathum Bild ansehen. Aus diesen Arten sind auch verschiedene Sorten durch Kreuzung entstanden. Eine der bekanntesten ist 'Mauna Loa' Bild ansehen. Sie ist blühfreudig und blüht reich und lange.

Spathiphyllum 'Clevelandii' ( Bild ansehen )

Spathiphyllum 'Clevelandii' wird ist eine blühfreudige Sorte mit einer lang gestielten, weißen, bis zu 18 cm langen Spatha. Die hängenden, glänzenden, bis 45 cm Länge erreichenden Blätter sind länglich-lanzettich geformt

Spathiphyllum floribundum ( Bild ansehen )

Spathiphyllum floribundum, wird im Handel unter den Namen Große Einblatt, Einblatt, Große Spathenblume oder Reichblühende Einblatt angeboten. Spathiphyllum floribundum wächst als krautige, grundständige Pflanze mit aufstrebenden, länglich-lanzettlichen, dunkelgrünen, glänzenden, lang gestielten Blättern. Aus den Blattscheiden der bis 50 cm Wuchshöhe erreichenden Pflanze wachsen die cremeweißen Blütenstände mit einem großen runden, weißen Hochblatt.

Spathiphyllum wallisii Sorten & Hybriden ( Bild ansehen )

Spathiphyllum wallisii, im Handel unter den Namen Kleine Einblatt, Einblatt, Spathenblume, Zwerg-Einblatt angeboten, ist eine der gerne gepflegte Arten. Die etwa 7 cm breiten und 20 cm langen Blätter dieser rhizombildenden, krautigen Pflanze bilden sich an ca. 15 cm langen Stielen. Die aparten, zart duftenden Blüten bilden sich im Frühjahr und bei guten Kulturbedingungen nochmals im Spätsommer. Der Blütenschaft erreicht eine Länge von 25 cm, der cremefarbene Blütenkolben wächst aufrecht aus der Basis des etwa 10 cm langen und 5 cm breiten Hüllblatts. Von der Spathiphyllum wallisii gibt es im Handel zahlreiche Hybriden mit unterschiedlichen Blüten.

Spathiphyllum wallisii 'Mauna Loa' ( Bild ansehen )

Spathiphyllum wallisii 'Mauna Loa' ist eine gut wüchsige, kompakt wachsende, rhizombildende Staude. Die Pflanze bildet etwa 20 cm lange, lanzettlich geformte, glänzend dunkelgrün gefärbte Blättern. Im Frühjahr und Sommer bilden sich die hübschen Blütenstände mit einer ovalen, 10 bis 15 cm langen, rein weißen Spatha.

Bildnachweise: Spathiphyllum wallisii, Spathiphyllum floribundum von Pinus, Spathiphyllum mauna loa von Fuzzform, Spathiphyllum cochlearispathum von Kurt Stüber, Spathiphyllum cannifolium von Dick Culbert, unter der Lizenz CC BY-SA 3.0, alle über Wikimedia Commons.

 

 

 

Standort / Licht

Einblätter pflegt man an einem hellen Standort. Die Pflanzen müssen vor der direkten Sonnenbestrahlung geschützt werden, ansonsten kommt es zu Schäden an den Blättern.

Eine Einblatt gedeiht auch mit wenig Licht noch an Standorten, die für die meisten Zimmerpflanzen zu dunkel oder schattig sind. Hübscher ist es jedoch, dunkle Zimmerecken mit einer Pflanzlampe aufzuwerten. Beleuchtet werden die Einblätter mit ihren attraktiven Blüten zu einem Blickfang. Die Pflanzen danken es auch mit kräftigerem Wachstum, wenn wir Ihnen statt des fehlenden Tageslichts eine künstliche Beleuchtung geben. Die Einblatt gedeiht besser, wenn die Luftfeuchtigkeit leicht erhöht ist. Sprühen Sie die Pflanzen öfter mit kalkarmem, abgestandenem Wasser ein.

Die minimale Beleuchtungsstärke für die Einblätter beträgt etwa 500 Lux.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses zur Standartaurüstung eines Pflanzenliebhabers nützliche Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Einblätter Gießen / Wässern

Man wässert eine Einblatt gleichmäßig, zwischen den einzelnen Wassergaben lässt man die obere Erdschicht etwas antrocknen. Bei Temperaturen unter 15 °C schränkt man die Menge des Gießwassers ein und man befeuchtet den Ballen nur ein wenig. Vorsicht, das Substrat der Einblatt darf niemals vollständig trocken werden. Starke Vernässung des Substrats und Staunässe sind ebenfalls zu vermeiden.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

Messgeräte und Bodentester

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Luftfeuchtigkeit

Eine mittlere bis hohe Luftfeuchtigkeit, 60 bis 75%, ist für alle Einblätter vorteilhaft. Bei einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit gedeihen die Pflanzen gesund und entwickeln sich prächtig, sofern auch die anderen Pflegebedürfnisse ausreichend erfüllt werden.

Bei Bedarf sollte man die Luftfeuchte erhöhen, hierfür eignen sich in der Nähe der Pflanze aufgestellte Luftbefeuchter (hier über Amazon erhältlich) oder Verdunster für Heizkörper (hier über Amazon).

Zusätzlich ist es hilfreich, die Pflanze hin und wieder mit weichem, zimmerwarmem Wasser einzusprühen. Damit die Sprühdüse nicht verstopft verwendet man gefiltertes Regenwasser. Leitungswasser eignet sich nicht so gut, denn es hinterlässt im Laufe der Zeit oft Flecken auf den Blättern. Am besten funktioniert das Einsprühen mit einem kleinen Drucksprüher mit Schlauch und Lanze (hier über Amazon erhältlich).

Damit können die Blätter der Pflanze unproblematisch von allen Seiten, auch von unten besprüht werden, ohne den Topf drehen zu müssen. Dies ist bei empfindlichen Zimmerpflanzen wichtig, denn manche reagieren mit Knospen- oder Blattfall auf eine Änderung des Lichteinfalls. Einfache Handsprüher wie sie z.B bei Haushaltsreinigern verwendet werden, sind unpraktisch in der Verwendung und gehen meist schnell kaputt.

Einblatt überwintern / Ruheperiode

Einblätter pflegt man ganzjährig an einem Standort, von Oktober bis März wird die Pflanze etwas sparsamer gegossen und etwa alle 4 Wochen ganz schwach gedüngt. Die Temperaturen sollten während dieser Zeit nicht unter 16 °C fallen.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Die Einblatt kann während der warmen Jahreszeit nur an einem geschützten, hellen bis halbschattigem Standort im Freien gepflegt werden, sofern die Temperatur nicht unter 18 ° Celsius fällt.

Temperatur

Zur Pflege eignen sich normale Wohnungstemperaturen. Die gerade noch verträgliche Mindesttemperatur liegt bei etwa 15 °C. Die aus den Tropen stammenden Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf trockene Luft. Man stellt die Töpfe deshalb am besten auf mit Wasser und Steinen gefüllte unterschalen. Wenn die Temperaturen unter 18 °C fallen, verlangsamt sich das Wachstum der Einblatt erheblich.

Die angegebenen Temperaturen sollte man nicht über- oder unterschreiten. Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Einblatt vermehren

Im Frühjahr kann man eine Einblatt durch die Teilung der dichten Blattbüschel, oder durch die Abnahme junger Seitentriebe vermehren. Dafür nimmt man die Pflanze vorsichtig aus ihrem Gefäß und trennt die Rhizome in mehrere Teile. Jedes Teilstück sollte mindestens 3 Blätter besitzen. Diese Teilstücke topft man einzeln in das empfohlene Erdgemisch. Die frisch eingesetzten Einblätter sollten die nächsten 3 Monate nicht gedüngt werden.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Einblatt ist ein schwach saurer Boden pH-Wert von 5,0 bis 6,0. Die Pflanzen gedeihen auch in einfacher, handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte von 5,8 bis 6,8 liegen. Bei falschem pH-Wert wird sich eine Einblatt nicht gesund entwickeln können.

Ideal für die Pflege der Einblätter ist ein gut wasserdurchlässiges, humoses Substrat mit einem Zusatz tonhaltiger Ackererde und etwas Quarzsand.

Einfache Blumenerde aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht dauerhaft gewährleistet sind.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man die Einblatt in ein gut abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt. Da das eigene Substrat, im Gegensatz zu einfacher Blumenerde, über einen langen Zeitraum nicht zusammensackt und verdichtet, kann man auf ein jährliches Umtopfen verzichten.

Substratmischung für Einblätter

Einen Einblatt pflanzt man mit einem Zusatz von Landerde in ein Torf- oder Humussubstrat mit Zumischung verschiedener Fremdstoffe.

  •  5 Anteile Torfsubstrat (Humussubstrat) = herkömmliche Blumenerde
  • 1,5 bis 2 Anteile Ackererde mit Tonanteil
  • 1 Anteil Quarzsand

Der Boden pH-Wert von 5,0 bis 6,0 wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torfsubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Mit einem pH-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Wert der fertigen Mischung ermitteln und gegebenenfalls korrigieren.

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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Hinweise

Oft werden Einblätter in normaler Torf- oder Blumenerde, vermischt mit einigen Styroporperlen zum Verkauf angeboten. Diese einfache Blumenerde sollte man bei Gelegenheit gegen ein für diese Pflanzen besser geeignetes Substrat austauschen.

Einblatt umtopfen

Jeweils im Frühjahr werden die Pflanzen in größere Töpfe versetzt, bis mit rund 15 bis 20 cm die Maximalgröße erreicht ist.

Zum Umtopfen wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln der Pflanze werden abgeschnitten. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Während der Hauptwachstumszeit bekommt die Einblatt bei jedem dritten bis vierten Gießvorgang einen handelsüblichen Dünger für Zimmerpflanzen nach Herstellerangaben. Während des Winters düngt man seltener, zwischen November und März reichen ein bis zwei Düngergaben aus.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Die Einblatt gilt als raumluftreinigende Zimmerpflanze. Es gibt in der Literatur Berichte, wonach Einblätter giftig oder starke Allergien ausgelöst hat. Der Blütenstaub soll ein allergisches Potential besitzen.

Die gemeine Spinnmilbe kann, besonders bei zu trockener Luft, an den Einblätter auftreten. Die Spinnweben sind gut an den Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Einblätter Bilder

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Spathiphyllum floribundum

Spathiphyllum floribundum

C T Johansson, CC BY-SA 3.0
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Spathiphyllum wallisii

Spathiphyllum wallisii

Toshihiro Oimatsu, CC BY 2.0
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Spathiphyllum silvicola

Spathiphyllum silvicola

Franz Xaver, CC BY-SA 3.0
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