Einblatt

Einblätter (Spathiphyllum), auch Scheidenblatt, Blattfahne oder Friedenslilie genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die Gattung Spathiphyllum besteht aus etwa 50 bis 60 Arten, fast alle stammen aus den tropischen Gebieten Amerikas oder vom Westrand des Pazifiks.

Einblatt: Spathiphyllum wallisii

Spathiphyllum wallisii - Einblatt

Man pflegt die Einblätter wegen ihrer auffallenden, glänzenden Blatter und ihrer haltbaren, aparten Blüten. Die in Wohnungskultur gepflegten Pflanzen sind meist Hybriden. Da einige Arten als Zierpflanzen gepflegt werden, gibt es von diesen auch außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets verwilderte Bestände. Die Art Spathiphyllum wallisii ist nur aus der Kultur und von ihren verwilderten Vorkommen bekannt.

Handelsnamen: Scheidenblatt / Blattfahne / Einblatt / Friedenslilie
Wissenschaftl. Name: Spathiphyllum
Familie: Aronstabgewächse (Araceae)
Wuchshöhe: 40 bis 80 cm
Blütezeit: März bis September - Im Handel ganzjährig blühend angeboten, da die Gärtnereien die Blütenbildung beeinflussen können.
Verwendung: Blüten und Fruchtschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht

Arten & Pflege der Einblätter

Die Einblätter Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler.

Alle Einblätter wachsen mit einem sehr kurzen, nicht oder nur wenig über die Erde hervortretenden Stamm, aus dem sich in Büscheln längliche oder lanzettliche, dunkelgrün gefärbte Blatter entwickeln.

Spathiphyllum floribundum

Spathiphyllum floribundum
von Krzysztof Ziarnek, CC BY-SA 4.0

Die Blüten einer Einblatt ragen an langen Schäften auf und ragen weit über die dunkelgrünen Blätter der Pflanze hinaus. Der Blütenstand besteht aus einem großen, weißen Hüllblatt, der sogenannten Spatha, welche einen aufrechten, weißen, cremefarbenen oder grün gefärbten Blütenkolben umgibt. Die Blüten bilden sich meist im Frühjahr und Sommer, sie können jedoch auch zu anderen Jahreszeiten ausbilden.

Die bei den meisten Arten duftenden Blüten sind nur etwa eine Woche lang weiß. Danach verfärbt sich das Hüllblatt langsam hellgrün und bietet weitere 5 bis 6 Wochen einen hübschen Anblick.

Neben der wohl wichtigsten Art, Spathiphyllum wallisii mit Hybriden und Sorten, gibt es noch einige andere die weniger bekannt sind, z. B. S. cannifolium Bild ansehen, S. cochlearispathum Bild ansehen. Aus diesen Arten sind auch verschiedene Sorten durch Kreuzung entstanden. Eine der bekanntesten ist 'Mauna Loa' Bild ansehen. Sie ist blühfreudig und blüht reich und lange.

Spathiphyllum 'Clevelandii'

Spathiphyllum wallisii

Spathiphyllum wallisii
von Krzysztof Ziarnek, CC BY-SA 4.0

Spathiphyllum 'Clevelandii' ist eine blühfreudige Sorte mit einer lang gestielten, weißen, bis zu 18 cm langen Spatha. Die hängenden, glänzenden, bis 45 cm Länge erreichenden Blätter sind länglich-lanzettich geformt

Spathiphyllum floribundum

Spathiphyllum floribundum, wird im Handel unter den Namen Großes Einblatt, Einblatt, Große Spathenblume oder Reichblühende Einblatt angeboten.

Spathiphyllum floribundum wächst als krautige, grundständige Pflanze mit aufstrebenden, länglich-lanzettlichen, dunkelgrünen, glänzenden, lang gestielten Blättern. Aus den Blattscheiden der bis 50 cm Wuchshöhe erreichenden Pflanze wachsen die cremeweißen Blütenstände mit einem großen runden, weißen Hochblatt.

Spathiphyllum wallisii Sorten & Hybriden

Spathiphyllum wallisii, im Handel unter den Namen Kleines Einblatt, Einblatt, Spathenblume, Zwerg-Einblatt angeboten, ist eine der gerne gepflegte Arten.

Spathiphyllum wallisii 'Mauna Loa'

Spathiphyllum wallisii 'Mauna Loa'
von Fuzzform, CC BY-SA 3.0

Die etwa 7 cm breiten und 20 cm langen Blätter dieser rhizombildenden, krautigen Pflanze bilden sich an ca. 15 cm langen Stielen. Die aparten, zart duftenden Blüten bilden sich im Frühjahr und bei guten Kulturbedingungen nochmals im Spätsommer. Der Blütenschaft erreicht eine Länge von 25 cm, der cremefarbene Blütenkolben wächst aufrecht aus der Basis des etwa 10 cm langen und 5 cm breiten Hüllblatts. Von Spathiphyllum wallisii gibt es im Handel zahlreiche Hybriden mit unterschiedlichen Blüten.

Spathiphyllum wallisii 'Mauna Loa'

Spathiphyllum wallisii 'Mauna Loa' ist eine gut wüchsige, kompakt wachsende, rhizombildende Staude. Die Pflanze bildet etwa 20 cm lange, lanzettlich geformte, glänzend dunkelgrün gefärbte Blättern. Im Frühjahr und Sommer bilden sich die hübschen Blütenstände mit einer ovalen, 10 bis 15 cm langen, rein weißen Spatha.

Bildnachweise: Spathiphyllum mauna loa von Fuzzform, Spathiphyllum cochlearispathum von Kurt Stüber, Spathiphyllum cannifolium von Dick Culbert, unter der Lizenz CC BY-SA 3.0, alle über Wikimedia Commons.

Standort / Licht

Einblätter pflegt man an einem hellen Standort. Die Pflanzen müssen vor der direkten Sonnenbestrahlung geschützt werden, ansonsten kommt es zu Schäden an den Blättern.

Ein Einblatt gedeiht auch mit wenig Licht noch an Standorten, die für die meisten Zimmerpflanzen zu dunkel oder schattig sind. Hübscher ist es jedoch, dunkle Zimmerecken mit einer Pflanzlampe aufzuwerten. Beleuchtet werden die Einblätter mit ihren attraktiven Blüten zu einem Blickfang. Die Pflanzen danken es auch mit kräftigerem Wachstum, wenn wir Ihnen statt des fehlenden Tageslichts eine künstliche Beleuchtung geben. Die Einblatt gedeiht besser, wenn die Luftfeuchtigkeit leicht erhöht ist. Sprühen Sie die Pflanzen öfter mit kalkarmem, abgestandenem Wasser ein.

Die minimale Beleuchtungsstärke für Einblätter beträgt etwa 500 Lux.

Info: Wie misst man die Beleuchtung am Standort ?
Standort finden

Licht ist für Pflanzen wie Nahrung. Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke in Lux zeigen, ob der Standort hell genug ist. Schattenliebende Pflanzen brauchen mindestens 500 bis 600 Lux, während sonnenliebende Geranien oder Sukkulenten 2000 Lux und mehr benötigen.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Art der Verglasung und umgebende Bäume und Büsche beeinflussen die Lichtmenge schnell um 30 bis 70 %.

Ein Nordfenster lässt deutlich weniger Licht herein als ein Südfenster.

Auch der Abstand zu einem Fenster ist wichtig. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es zu dunkel sein.

Zu viel Licht ist auch schädlich und erfordert eine Abschattung oder einen Standortwechsel.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe

Luxmessung: Mit einem Luxmeter können Sie die Lichtstärke an verschiedenen Standorten messen. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Einblätter Gießen / Wässern

Man wässert ein Einblatt gleichmäßig, zwischen den einzelnen Wassergaben lässt man die obere Erdschicht etwas antrocknen. Bei Temperaturen unter 15 °C schränkt man die Menge des Gießwassers ein und man befeuchtet den Ballen nur ein wenig. Vorsicht, das Substrat der Einblatt darf niemals vollständig trocken werden. Starke Vernässung des Substrats und Staunässe sind ebenfalls zu vermeiden.

+ Weitere Info über den Wasserbedarf anzeigen

Die richtige Bewässerung ist für das Gedeihen von Zimmerpflanzen essentiell. Doch wann, wie viel und wie oft gießt man richtig? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da der Wasserbedarf von Pflanze zu Pflanze stark variiert. Gerade Anfänger tun sich oft schwer damit, die Bedürfnisse ihrer grünen Freunde zu erkennen.

Grundsatz beim Gießen

Weniger ist mehr! Dies ist die goldene Regel beim Gießen von Zimmerpflanzen. Die meisten Pflanzen vertragen Trockenheit besser als Staunässe, die zu Wurzelfäule und Schimmelbildung führen kann. Ist man sich also unsicher, lieber etwas weniger gießen als zu viel.

Anzeichen für Überwässerung:

  • Schlaffe Blätter: Oftmals wird bei schlappen Blättern reflexartig zur Gießkanne gegriffen. Doch bevor Sie gießen, sollten Sie die Erde kontrollieren. Handelt es sich nicht um Wassermangel, kann Überwässerung die Ursache sein.
  • Gelbe Blätter: Vergilbte Blätter können ebenfalls ein Hinweis auf zu viel Wasser sein.
  • Faulige Wurzeln: Im schlimmsten Fall führt Staunässe zu faulen Wurzeln, die die Pflanze nicht mehr versorgen können.

Richtig gießen:

  • Fühlen Sie die Erde: Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger ca. zwei Zentimeter tief ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Fühlt sie sich feucht an, warten Sie mit dem Gießen, bis die Erde etwas angetrocknet ist. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.
  • Gießen Sie gründlich: Wenn gegossen wird, sollte das Wasser bis aus den Drainagelöchern fließen. So wird sichergestellt, dass der gesamte Wurzelballen durchfeuchtet wird.
  • Vermeiden Sie Gießwasser im Untersetzer: Gießwasser im Untersetzer kann zur Wurzelfäule führen. Gießen Sie daher lieber direkt in den Topf und kippen Sie überschüssiges Wasser nach einigen Minuten weg.
  • Die richtige Wassermenge: Die Menge des benötigten Wassers hängt von Pflanzenart, Topfgröße und Jahreszeit ab. Als Faustregel gilt: Je größer der Topf und je wärmer die Umgebung, desto mehr Wasser wird benötigt.
  • Das richtige Wasser: Verwenden Sie zum Gießen am besten Zimmerwarmes, abgestandenes Leitungswasser. Kaltes Wasser kann die Pflanzen schocken, während chlorhaltiges Leitungswasser den Pflanzen schaden kann.

Zusatztipps:

  • Gießen Sie nach Bedarf: Achten Sie auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen und gießen Sie diese nach Bedarf, anstatt nach einem festen Zeitplan.
  • Verschiedene Pflanzenarten: Informieren Sie sich über die speziellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen, da der Wasserbedarf von Sukkulenten beispielsweise deutlich geringer ist als der von Blattpflanzen.
  • Investieren Sie in einen Feuchtigkeitsmesser: Dieses praktische Tool hilft Ihnen, den Feuchtigkeitsgehalt der Erde zu ermitteln. Mit einem Feuchtigkeitsmesser kann man auch in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und es gehört zur Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
Einkaufstipp: Automatische (Urlaubs) - Bewässerung für Pflanzen & Feuchtigkeitsmesser

Luftfeuchtigkeit

Eine mittlere bis hohe Luftfeuchtigkeit, 60 bis 75%, ist für alle Einblätter vorteilhaft. Bei einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit gedeihen die Pflanzen gesund und entwickeln sich prächtig, sofern auch die anderen Pflegebedürfnisse ausreichend erfüllt werden.

Info: Luftfeuchtigkeit für Pflanzen erhöhen: Tipps & Tricks

Ideal für tropische Pflanzen:

Zusätzliche Tipps:

  • Pflanzen einsprühen: Weiches, zimmerwarmes Wasser verwenden
  • Gefiltertes Regenwasser bevorzugen (keine Flecken auf Blättern)
  • Kleinen Drucksprüher mit Schlauch und Lanze verwenden (gleichmäßiges Besprühen von allen Seiten) Drucksprüher, Sprühflasche für Pflanzen auf Amazon*

Einblatt überwintern / Ruheperiode

Einblätter pflegt man ganzjährig an einem Standort, von Oktober bis März wird die Pflanze etwas sparsamer gegossen und etwa alle 4 Wochen ganz schwach gedüngt. Die Temperaturen sollten während dieser Zeit nicht unter 16 °C fallen.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Standort im Sommer

Das Einblatt kann während der warmen Jahreszeit nur an einem geschützten, hellen bis halbschattigem Standort im Freien gepflegt werden, sofern die Temperatur nicht unter 18 ° Celsius fällt.

Temperatur

Zur Pflege eignen sich normale Wohnungstemperaturen. Die gerade noch verträgliche Mindesttemperatur liegt bei etwa 15 °C. Die aus den Tropen stammenden Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf trockene Luft. Man stellt die Töpfe deshalb am besten auf mit Wasser und Steinen gefüllte unterschalen. Wenn die Temperaturen unter 18 °C fallen, verlangsamt sich das Wachstum der Einblatt erheblich.

Einblatt

Spathiphyllum wallisii - Einblatt

Die angegebenen Temperaturen sollte man nicht über- oder unterschreiten. Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig.

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Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock

Einblatt vermehren

Im Frühjahr kann man ein Einblatt durch die Teilung der dichten Blattbüschel, oder durch die Abnahme junger Seitentriebe vermehren. Dafür nimmt man die Pflanze vorsichtig aus ihrem Gefäß und trennt die Rhizome in mehrere Teile. Jedes Teilstück sollte mindestens 3 Blätter besitzen. Diese Teilstücke topft man einzeln in das empfohlene Erdgemisch. Die frisch eingesetzten Einblätter sollten die nächsten 3 Monate nicht gedüngt werden.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
Einkaufstipp: Aufzucht-, Anzucht u. Gewächshäuser zur Vermehrung

Erde / Substrat

Ideal für die Einblätter ist ein schwach saurer Boden pH-Wert von 5,0 bis 6,0. Die Pflanzen gedeihen auch in einfacher, handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte liegen. Bei falschem pH-Wert wird sich ein Einblatt nicht gesund entwickeln können.

Für die Pflege der Einblätter verwendet man ein gut wasserdurchlässiges, humoses Substrat mit einem Zusatz tonhaltiger Ackererde und etwas Quarzsand.

Einfache Blumenerde aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht dauerhaft gewährleistet sind.

+ Info über ein gutes Substrat anzeigen

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Ein Zusatz von Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe.

Die Zusatzstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat, Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde sind die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten der Erde zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, sie verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • größere Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man das Einblatt in ein gut abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt. Da das eigene Substrat, im Gegensatz zu einfacher Blumenerde, über einen langen Zeitraum nicht zusammensackt und verdichtet, kann man auf ein jährliches Umtopfen verzichten.

Substratmischung für Einblätter

Ein Einblatt pflanzt man mit einem Zusatz von Landerde in ein Torf- oder Humussubstrat mit Zumischung verschiedener Fremdstoffe.

  •  5 Anteile Torfsubstrat (Humussubstrat) = herkömmliche Blumenerde
  • 1,5 bis 2 Anteile Ackererde mit Tonanteil
  • 1 Anteil Quarzsand
+ Info: Bezugsquellen für Substrate & weitere Zutaten

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Torffreie / Torfreduzierte Rhododendron- und Hortensien Erde dient als Basis für Mischungen mit niedrigem pH-Wert.

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Quarzsand zur Auflockerung und für einen guten Wasserabzug
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Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
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oder

Lavagranulat: Eifel-Lava, rein mineralisches Material. Körnung ca. 0-12 mm.
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Vermiculite oder Blähton: aufgeblähtes Tonmineral zur Substratverbesserung: Lockerung, großes Anlagerungsvermögen für Nährstoffe und Wasser.
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Landerde / Ackererde mit Tonanteil:
mit den Zuschlagsstoffen Sand und Humus aus Kompost. Mutterboden gesiebt 0-20 mm

Der Boden pH-Wert von 5,0 bis 6,0 wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torfsubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Mit einem pH-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Wert der fertigen Mischung ermitteln und gegebenenfalls korrigieren.

Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die richtige Mischung für Zimmerpflanzen

Hinweise

Oft werden Einblätter in normaler Torf- oder Blumenerde, vermischt mit einigen Styroporperlen zum Verkauf angeboten. Diese einfache Blumenerde sollte man bei Gelegenheit gegen ein für diese Pflanzen besser geeignetes Substrat austauschen.

Einblatt umtopfen

Jeweils im Frühjahr werden die Pflanzen in größere Töpfe versetzt, bis mit rund 15 bis 20 cm die Maximalgröße erreicht ist.

Zum Umtopfen wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln der Pflanze werden abgeschnitten. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Während der Hauptwachstumszeit bekommt ein Einblatt bei jedem dritten bis vierten Gießvorgang einen handelsüblichen Dünger für Zimmerpflanzen nach Herstellerangaben. Während des Winters düngt man seltener, zwischen November und März reichen ein bis zwei Düngergaben aus.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen

Blumendünger

Bezugsquellen für richtige Düngemittel finden Sie hier:
Dünger für Topfpflanzen, Zierpflanzen und Zimmerpflanzen

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

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Die Einblatt gilt als raumluftreinigende Zimmerpflanze. Es gibt in der Literatur Berichte, wonach Einblätter giftig oder starke Allergien ausgelöst hat. Der Blütenstaub soll ein allergisches Potential besitzen.

Die gemeine Spinnmilbe kann, besonders bei zu trockener Luft, an den Einblätter auftreten. Die Spinnweben sind gut an den Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Einblätter Bilder

Klicken Sie zum Vergrößern auf die Vorschaubilder

Spathiphyllum floribundum

Spathiphyllum floribundum

C T Johansson, CC BY-SA 3.0
über Wikimedia Commons

Spathiphyllum wallisii

Spathiphyllum wallisii

Toshihiro Oimatsu, CC BY 2.0
über Wikimedia Commons

Spathiphyllum silvicola

Spathiphyllum silvicola

Franz Xaver, CC BY-SA 3.0
über Wikimedia Commons

Zuletzt aktualisiert:

Quellen

Das Grosse Buch der Zimmerpflanzen. VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln 1995, ISBN 3-625-10680-9, 1001 Zimmerpflanzen von A - Z. ISBN-10: 1405492090, RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298, Spathiphyllum - Wikipedia, Zimmerpflanzen von Editha Thomas, ISBN-10: 3730401033, Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5

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