Pfeifenputzer

Pfeifenputzer (Callistemon), auch Zylinderputzer oder Flaschenputzer genannt, sind eine Pflanzengattung in der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Einige Arten und ihre Sorten werden als Zierpflanzen gepflegt.

Callistemon citrinus

Name: Pfeifenputzer, Zylinderputzer, Flaschenputzer
Wissenschaftl. Name: Callistemon R.Br.
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Wuchshöhe: bis 100 cm
Blütezeit: Juni bis August
Verwendung: Blatt- und Blütenschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht

Beschreibung & Pflege der Pfeifenputzer

Die Pfeifenputzer Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler.

Pfeifenputzer bestechen durch schöne Blüten mit langen, prächtig farbigen Staubfäden. Die in Zimmerkultur gehaltene Art Callistemon Citrinius ist ein graziler, locker wachsender Strauch mit einer Höhe von bis zu 1 Meter. Um die Pflanzen nicht zu groß werden zu lassen, sollte man die Pfeifenputzer im Frühjahr kräftig zurückschneiden.

Standort / Licht

Die Flaschenputzer wachsen buschig und bilden ihre schönen Blütenstände nur dann, wenn sie einen hellen Standort mit täglicher direkter Sonneneinstrahlung bekommen.

An Tagen mit niedriger Luftfeuchtigkeit sollten die Pfeifenputzer öfter besprüht werden.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Pfeifenputzer Gießen / Wässern

Während der Hauptwachstumszeit gießt man die Pfeifenputzer reichlich, im Inneren des Topfballens sollte immer eine durchgehend gleichmäßige, gute Feuchtigkeit bestehen. Man achte nach dem Gießen darauf, dass kein Wasser im Untersetzer der Pflanze stehenbleibt.

Als Gießwasser und zum Besprühen nimmt man für die Pfeifenputzer weiches, abgestandenes und zimmerwarmes Wasser. Idealerweise verwendet man sauberes, bei Bedarf gefiltertes Regenwasser.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

Messgeräte und Bodentester

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Pfeifenputzer überwintern / Ruheperiode

Die Pflanzen brauchen zur Blütenbildung eine ausgesprochene Ruhezeit von etwa 16 Wochen. Von Oktober bis März sollte der Pfeifenputzer eine Ruhepause bei Temperaturen zwischen 8 bis 10 °C einlegen. In dieser Zeit schränkt man die Wassergaben stark ein und die Pflanze wird nicht mehr gedüngt. Es ist ausreichend darauf zu achten, die Erde nicht vollständig austrocknen zu lassen, Ballentrockenheit muss jedoch vermieden werden.

Zu Beginn der Vegetationsperiode werden die Pfeifenputzer wieder kräftiger gegossen. Beginnt die Pflanze nun kräftig auszutreiben, so fängt man auch wieder mit dem regelmäßigen Düngen an.

Ein kühler Kellerraum oder eine frostfreie Garage geben einen perfekten Überwinterungsraum ab. Um das für die Überwinterung notwendige Licht bereitzustellen, eignen sich 20 cm über den Pflanzen angebrachte Leuchtstoffröhren bzw. noch energiesparendere Pflanzlampen mit LED. Bei einem Standort im Wintergarten oder vor ausreichend großen Süd-, Südwest-, oder Südostfenstern mit ungehindertem Lichteinfall ist in der Regel keine Zusatzbeleuchtung erforderlich.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Die Pfeifenputzer kann während der warmen Jahreszeit an einem geschützten, hellen bis sonnigem Standort im Freien gepflegt werden.

Pflanzen die in geschlossenen Räumen überwintert werden, dürfen zu Beginn der warmen Jahreszeit nicht sofort dem vollen Sonnenlicht unter freiem Himmel ausgesetzt werden. Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Pfeifenputzer verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken auf den Blättern zu erkennen. Um die Pflanze an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen schattigen bis halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Pflanze an ihren endgültigen, sonnigeren Standort stellen.

Temperatur

Der Pfeifenputzer wächst gut bei Temperaturen zwischen 18 und 23 °C.

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Pfeifenputzer vermehren

Die Pflanzen werden im Frühling durch Stecklinge vermehrt. Dazu schneidet man  ca. 10 cm lange einjährige, blütenlose Seitentriebe mit einem Stück des alten Stammes an der Basis. Solche Stecklinge nennt man Achselstecklinge.

Die Stecklinge werden in ein leicht feuchtes Gemisch aus gleichen Teilen scharfem Sand und Torferde gesteckt. Die Zöglinge werden an einen hellen Standort gebracht, nach 6 bis 8 Wochen bilden sich dann die ersten Wurzeln. Sobald die Pflanzen so weit gewachsen sind, dass die Wurzeln beginnen aus dem Abzugsloch des Pflanzgefäßes herauszutreten, topft man die jungen Pfeifenputzer in größere Pflanzgefäße um.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Für die Pflege der Pfeifenputzer verwendet man ein hochwertiges Substrat aus Kompost- oder Lauberde.

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Pfeifenputzer umtopfen

Gut gedeihende, kräftige Pflanzen werden im Frühjahr in etwas größere Pflanzgefäße umgetopft.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Der Pfeifenputzer wird alle 14 Tage mit Flüssigdünger in mittlerer Konzentration gedüngt. Während der winterlichen Ruheperiode werden die Pfeifenputzer nicht gedüngt.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Pfeifenputzer schneiden

Ein Pfeifenputzer verträgt problemlos einen Rückschnitt im zeitigen Frühjahr. Zu lange Triebe kürzt man maximal um 2/3 ihrer Länge. Das Schneiden der Triebe einer Pflanze die nicht verholzt sind macht man mit einem scharfen Messer. Verholzte Triebe beschneidet man immer mit einer Gartenschere. Sehr dicke Triebe werden mit einer Astschere oder mit einer Säge gekappt.

Lesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Der Pfeifenputzer wird manchmal von Blattläusen befallen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Pflanzenschädlingen kontrollieren.

Die Pfeifenputzer ist manchmal anfällig gegenüber einem Befall mit weißer Fliege. Die ausgewachsenen Tiere und die Larven der weißen Fliege saugen Pflanzensaft aus den Blättern, überwiegend sind sie auf den Blattunterseiten zu finden.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Pfeifenputzer Bilder

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Pfeifenputzer: Callistemon

Pfeifenputzer

Callistemon citrinus
Foto: Kurt Stueber
Lizenz: GFD

Pfeifenputzer: Callistemon citrinus

Pfeifenputzer

Callistemon citrinus
Foto: Garitzko
Lizenz: Public Domain

Pfeifenputzer: Callistemon citrinus

Pfeifenputzer

Callistemon citrinus
Foto: Chilepine
Lizenz: Public Domain