Tetrastigma

Bei den Tetrastigma-Arten handelt es sich um eine kletternde Pflanzengattung innerhalb der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae). Als Topf- und Zimmerpflanze pflegt man hauptsächlich Tetrastigma voinierianum, unter dem Namen Kastanienwein bekannt.

Tetrastigma voinierianum

Tetrastigma voinierianum

Die Tetrastigma Pflege ist einfach. Diese Pflanzen sind besonders für Anfänger eine gute Wahl, denn sie gelten als tolerant gegenüber kleineren Pflegefehlern.

Familie: Weinrebengewächse (Vitaceae)
Gattung: Tetrastigma
Wissenschaftl. Name: Tetrastigma (Miq.) Planch.
Unter Glas (in Wohnungen) gepflegte Art/en, Sorten oder Varietäten: Tetrastigma voinierianum (Baltet) Gagnep.
Handelsnamen: Kastanienwein, Kastanienrebe
Synonyme:  Vitis voinieriana, Cissus voinieriana
Wuchshöhe unter Glas (Wohnung): 200 bis 400 cm und mehr
Verwendung: Kletterpflanze, Blattschmuckpflanze
Heimat / Herkunft:: China
Schwierigkeit: pflegeleicht, für Anfänger gut geeignet

Arten & Pflege der Tetrastigma

Tetrastigma voinierianum

Tetrastigma voinierianum - Kastanienwein

Tetrastigma voinierianum, Kastanienwein

Als Topf- und Zimmerpflanze pflegt man hauptsächlich Tetrastigma voinierianum, unter dem Namen Kastanienwein bekannt. Tetrastigma voinierianum ist eine stark wachsende Kletterpflanze. Die kräftigen Ranken erreichen eine Länge von über 4 m. Ältere Exemplare benötigen dann viel Platz. Die grünen, leicht glänzenden, handförmig geteilten, wechselständigen Blätter können drei oder fünflappig sein. Aus den Blattachseln wachsen lange, dünne Klimmorgane.

Tetrastigma voinierianum eignet sich gut für große Räume, das Wachstum kann bis zu 2 Meter jährlich betragen. Mit den spiralig gedrehten Ranken klammert sich Tetrastigma voinierianum an jeden Halt und wächst problemlos Kletterhilfen, Spaliere, etc. hinauf. Tetrastigma voinierianum ist eine sehr schöne Pflanze für lichtdurchflutete Badezimmer.

Standort / Licht

Tetrastigma voinierianum pflegt man an einem hellen Standort in schattiger bis halbschattiger Lage ohne pralle Sonnenbestrahlung. Sehr dunkle Zimmerecken sind jedoch nur mit einer zusätzlichen Pflanzbeleuchtung als Standort geeignet.

Tetrastigma voinierianum benötigt ganzjährig eine Beleuchtungsstärke von mindestens 600 Lux. Während des Sommers ist eine ausreichende Beleuchtung kein Problem, vorausgesetzt man stellt die Pflanze nicht in eine dunkle Ecke des Zimmers. In der lichtarmen Jahreszeit sollte man die Lichtwerte überprüfen, nur ein ausreichend hell gepflegte Pflanze bleibt auch während der Überwinterung gesund und schädlingsfrei.

Nach Eingewöhnung kann man Tetrastigma voinierianum auch an lichtarmen Standorten, wie z.B. einem nicht abgeschattetem Nordfenster (ohne gegenüberliegende Bebauung oder Bewuchs durch Bäume, etc.) pflegen. Ideal sind nach Osten- oder Westen ausgerichtete Blumenfenster. Auch Südfenster kommen als Standort in Frage, die kräftige Sonne muss hier aber durch Gardinen, vorgestellte sonnenliebende Pflanzen oder ähnliches deutlich abgeschwächt werden. Dicht vor einem Südfenster wachsende Bäume oder Büsche erfüllen meist die gleiche Funktion, sofern sie nicht die kräftige Mittagssonne direkt durch das Fenster scheinen lassen.

Standort für Zimmerpflanzen

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort

Zubehör: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Gießen / Wässern

Während der Hauptwachstumsphase gießt man ein Tetrastigma voinierianum reichlich. Im Inneren des Topfballens sollte während der Wachstumszeit immer eine durchgehend gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen. Selbst kurze Trockenphasen sind zu vermeiden.

Pflanzen reichlich gießen

Reichliches Gießen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats leicht antrocknen. Dann wird gegossen. Im Inneren des Topfballens sollte während der Wachstumszeit immer eine durchgehende gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen. Selbst kurze Trockenphasen sind zu vermeiden.
  2. Beim Gießen verabreicht man der Pflanze soviel Wasser, bis dieses kräftig aus dem Abzugsloch wieder herausläuft und sich im Untersetzer ansammelt.
  3. Dieses überschüssige Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Auch Pflanzen mit einem hohen Wasserbedarf leiden wenn die Wurzeln längere Zeit im Wasser stehenbleiben.

Während der Wintermonate wird Tetrastigma voinierianum etwas sparsamer gegossen, die Wassergaben sind der Temperatur und der Helligkeit anzupassen.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Luftfeuchtigkeit

Strauchveronika einsprühen

Eine mittlere bis leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit, 50 bis 70%, ist für Tetrastigma voinierianum vorteilhaft. Bei einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit gedeihen die Pflanzen gesund und entwickeln sich prächtig, sofern auch die anderen Pflegebedürfnisse ausreichend erfüllt werden.

Außerhalb der Heizperiode ist die natürliche Luftfeuchte für die meisten Pflanzen ausreichend bis gut. Während des Winters sinkt die Luftfeuchte in unseren Wohnungen jedoch deutlich. Problematisch ist es besonders dann, wenn die Pflanze während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht. Mit einer Wetterstation oder einem einfachen Hygrometer lässt sich der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft messen, bei Bedarf kann man dann die Luftfeuchte durch Sprühen oder Verdunster erhöhen.

Bekommt ein Tetrastigma voinierianum braune, vertrocknete Blattspitzen, so liegt dies meist an zu trockener Luft. Problematisch ist es, wenn die Pflanze während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht.

Bei Bedarf sollte man die Luftfeuchte erhöhen, hierfür eignen sich in der Nähe der Pflanze aufgestellte Luftbefeuchter (hier über Amazon erhältlich) oder Verdunster für Heizkörper (hier über Amazon).

Zusätzlich ist es hilfreich, die Pflanze hin und wieder mit weichem, zimmerwarmem Wasser einzusprühen. Damit die Sprühdüse nicht verstopft verwendet man gefiltertes Regenwasser. Leitungswasser eignet sich nicht so gut, denn es hinterlässt im Laufe der Zeit oft Flecken auf den Blättern. Am besten funktioniert das Einsprühen mit einem kleinen Drucksprüher mit Schlauch und Lanze (hier über Amazon erhältlich).

Damit können die Blätter der Pflanze unproblematisch von allen Seiten, auch von unten besprüht werden, ohne den Topf drehen zu müssen. Dies ist bei empfindlichen Zimmerpflanzen wichtig, denn manche reagieren mit Knospen- oder Blattfall auf eine Änderung des Lichteinfalls. Einfache Handsprüher wie sie z.B bei Haushaltsreinigern verwendet werden, sind unpraktisch in der Verwendung und gehen meist schnell kaputt.

Überwintern / Ruheperiode

Die Überwinterung der Tetrastigma voinierianum als Kübelpflanze ist möglich im:

  • Lauwarmhaus 12 - 18 °C, Beleuchtung mindestens 600 Lux / 12 Stunden pro Tag
  • Warmhaus 18 - 24 °C, Beleuchtung mindestens 600 Lux u. mehr / 12 Stunden pro Tag

Zu dunkle Überwinterungsquartiere müssen zusätzlich beleuchtet werden.

Während der Überwinterung werden die Tetrastigma voinierianum nur ein- bis zweimal schwach gedüngt und sparsamer gegossen, die Wassergaben sind der Temperatur und der Helligkeit anzupassen.

Zu Beginn der Vegetationsperiode werden die Tetrastigma voinierianum wieder kräftiger gegossen. Beginnt die Pflanze nun kräftig auszutreiben, so fängt man auch wieder mit dem regelmäßigen Düngen an.

Einsprühen von Zimmerpalmen

Um während der Ruheperiode den Feuchtigkeitsgehalt im Inneren des Topfes richtig einschätzen zu können, benötigt man ein Feuchtigkeitsmessgerät für Zimmerpflanzen. Dies gilt ganz besonders für größere Pflanzgefäße.

Die praktischen Testgeräte findet man in Gartencentern oder wie hier bei Amazon Feuchtigkeitsmesser, ab ca. 5 Euro

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Tetrastigma voinierianum kann während der warmen Jahreszeit an einem geschützten, hellen Standort im Freien gepflegt werden. Etwas Morgen- oder Nachmittagssonne ist für ein gesundes Wachstum dieser Pflanze von Vorteil. Tetrastigma voinierianum sollte nicht direkt von der prallen Sonne beschienen werden. Man achte auf die Temperaturen, auch nachts sollten 10 °C nicht unterschritten werden.

Temperatur / Frosthärte

Idealerweise pflegt man die Tetrastigma voinierianum in einem Temperaturbereich zwischen 12 und 18°C.

Frosthärte: frostempfindlich

Die angegebenen Temperaturen sollte man nicht schnell und/oder über einen längeren Zeitraum über- oder unterschreiten. Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig.

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Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock

Vermehren

Vom späten Frühjahr bis in den Sommer kann man die Tetrastigma voinierianum mit Kopfstecklingen, Triebteil- und Blattaugenstecklingen vermehren. Man schneidet mehrere Stecklinge direkt unterhalb eines Blattknotens ab und entfernt dann die unteren Blätter. Die so vorbereiteten Stecklinge setzt man in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand in einzelne kleine Gefäße mit Wasserabzugsloch. Über das Pflanzgefäß stülpt man einen Plastikbeutel oder man stellt es in einen beheizten Vermehrungskasten an einen nicht sonnigen aber hellen Platz.

Zur Bewurzelung benötigen die Pflanzen eine Bodentemperatur von etwa 25 °C. Das Substrat wird bis zur Bewurzelung nur schwach gegossen, die Anzuchterde sollte nur leicht feucht sein.

Man wartet bis sich die Stecklinge gut bewurzelt haben, vier bis sechs Wochen sollten ausreichen, danach kann man den Plastikbeutel im Laufe von 2 bis 3 Tagen langsam entfernen und die Stecklinge an die trockenere Umgebungsluft gewöhnen. Etwa ein halbes Jahr später topft man die Stecklinge in kleinen Gruppen in größere Pflanzgefäße mit dem empfohlenen Substratgemisch.

Beim Umtopfen achtet man darauf, das Anzuchtsubstrat nicht von den Wurzeln zu entfernen. Man nimmt die jungen Tetrastigma voinierianum vorsichtig aus den Töpfen und setzt den Tuff zusammen mit dem Steckling in ein größeres Pflanzgefäß mit dem neuem Substratgemisch.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Tetrastigma voinierianum ist ein Boden h-Wert von 6,0 bis 7,0.

Blumenerde kaufen: : Tetrastigma voinierianum gedeihen auch in handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte. Bei falschem pH-Wert des Substrats wird sich die Pflanze nicht gesund entwickeln können. Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht gewährleistet sind.

Substrat selber mischen: Tetrastigma voinierianum pflanzt man idealerweise in ein Substrat aus hochwertiger Blumenerde, lehmhaltiger Ackererde, Perlit oder Quarzsandanteilen. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Substratmischung für Tetrastigma voinierianum

  • 2 Teile hochwertige Blumenerde
  • 2 Teile Ackererde mit Tonanteil
  • 1 Teil Quarzsand oder
  • 1 Teile 6 mm Grus oder Lavagranulat

 Alles muss gut miteinander vermischt werden. Die Landerde (Ackererde mit Tonanteil) kann vor der Verwendung durch Erhitzen sterilisiert werden.

 

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Weißtorf dient als Basis für Mischungen mit niedrigem pH-Wert.
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Quarzsand zur Auflockerung und für einen guten Wasserabzug
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Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
Bims 10 l, über Amazon

oder

Lavagranulat: Eifel-Lava, rein mineralisches Material. Körnung ca. 0-12 mm.
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Vermiculite: aufgeblähtes Tonmineral zur Substratverbesserung: Lockerung, großes Anlagerungsvermögen für Nährstoffe und Wasser. Körnung 1-3mm
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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Umtopfen

Die Tetrastigma voinierianum wird bei Bedarf im zeitigen Frühjahr umgetopft.

Man topft die Pflanze um, wenn

  • der Topf im Verhältnis zur Pflanze zu klein geworden ist
  • das Substrat zusammengesackt ist
  • der Topf vollständig durchwurzelt ist
  • wenn reichlich Wurzeln an die Oberfläche treten

Zum Umtopfen der Tetrastigma voinierianum wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln der Pflanze werden abgeschnitten. Auch lebende Wurzeln können bei Bedarf etwas gestutzt werden. Nach dem Umtopfen schützt man die Pflanzen 2 bis 3 Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf einer Tetrastigma voinierianum ist mäßig bis hoch. Je weniger man düngt, desto langsamer wächst ein Tetrastigma voinierianum. Vom Frühling bis zum Herbst bekommt die Tetrastigma voinierianum alle zwei Wochen einen flüssigen Volldünger. Während des Winters düngt man seltener, zwischen November und März reicht eine Düngergabe meist aus.

4 bis 8 Wochen nach dem Umsetzen werden die Pflanzen nicht gedüngt.

schneiden

Ein Tetrastigma voinierianum verträgt problemlos einen Rückschnitt im zeitigen Frühjahr. Zu lange Triebe kürzt man maximal um 2/3 ihrer Länge. Das Schneiden der Triebe einer Pflanze die nicht verholzt sind macht man mit einem scharfen Messer. Verholzte Triebe beschneidet man immer mit einer Gartenschere. Sehr dicke Triebe werden mit einer Astschere oder mit einer Säge gekappt.

Lesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Tetrastigma voinierianum ist eine schnellwachsende, großblättrige und rankende Kletterpflanze. Wegen des starken Wuchses mit den meterlangen Ranken, ist es mit dieser Pflanze möglich ganze Wände oder Zimmer zu begrünen. Man sorge bei einer solchen Begrünung rechtzeitig für entsprechende Rankhilfen und Klettergerüste an denen die Pflanze entlangwachsen kann.

Die Tetrastigma voinierianum sind Krankheiten und Schädlingen gegenüber nicht anfällig. Probleme ergeben sich meist aus falscher Wasserversorgung oder fehlerhafter, bzw. gar keiner Düngung.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihren Pflanzen bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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