Beifuß - Korbblütler (Asteraceae) Der gemeine Beifuß ist in Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet, man findet ihn oft an Wegrändern, Uferböschungen und auf verwildertem Grundstücken.
Der Beifuß sieht dem eng verwandten Wermut auf den ersten Blick ähnlich, bei genauerem Hinsehen kann man die beiden Pflanzen jedoch gut unterscheiden. Die Unterseite der Blätter des Beifuß sind mit weißlichen, flaumigen Haaren bewachsen.
Im frühen Mittelalter verwendete man den Beifuß gegen Epilepsie und Hysterie, die Wirkung bei diesen beiden Krankheiten ist jedoch nicht belegt. Im späteren Mittelalter verwendete man diese Heilkräuter dann zum Vertreiben von Insekten wie Fliegen, Mücken und Flöhen. Dem Beifuß wurde auch eine positive Wirkung auf Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden nachgesagt. Das in dem Beifuß enthaltene ätherischen Öl Cineol besitzt eine wurmtreibende Wirkung.
In der Küche verwendet man den Beifuß besonders zum Würzen von Fleischgerichten, insbesondere bei Wildgerichten wird der Beifuß gerne verwendet.
Hier findet man den Beifuß Der eng mit dem Wermut verwandte Beifuß ist überall in Europa bis in Höhen von etwa 1800 m zu finden. Bevorzugte Standorte dieser Heilkräuter sind Wegränder, Ödland und Uferböschungen.
Eigenschaften der Heilpflanze Der Beifuß wirkt fiebersenkend, krampflösend, menstruationsregulierend, tonisch und wurmtreibend.
Bei Allergikern kann der Blütenstaub des Beifuß Heuschnupfen hervorrufen. Verantwortlich für die allergische Reaktion sind die Glykoproteine.
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzt man von dem Beifuß die jungen, sich im Frühling bildende Blätter, die von Juli bis Oktober gesammelten Sprossspitzen und die im Oktober / November gesammelten Wurzeln. Die Blätter und die Sprossspitzen werden getrocknet, zu Pulver zerrieben und dann luftdicht aufbewahrt. Die gesammelten Wurzeln des Beifuß schneidet man in kleine Stücke und trocknet sie rasch an der Sonne oder im Ofen bei 90 °C.
Inhaltsstoffe des Beifuß Ätherische Öle, Harz, Gerbstoffe, Schleim, Inulin, Sesquiterpensäuren, Sesquiterpenlactone und Flavonoide. Die Blätter des Beifuß enthalten zusätzlich auch die Vitamine Al , B1, B2 und das Vitamin C.
Anwendung des Beifuß als Heilpflanze Der Beifuß wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet.
Anwendungen mit Beifuß in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Appetit, Darmparasiten, Erbrechen, Fieber, Fußpflege, Gallenblase, Hautgeschwür, Insekten, Menstruation
Weitere Anwendung mit Beifuß findet man in der homöopathischen Medizin.
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
Wichtige Hinweise Der Beifuß darf von schwangeren Frauen und stillenden Müttern nicht angewendet werden. Das in diesen Heilpflanzen enthaltene ätherische Öl Thujon soll eine stimulierende Wirkung auf den Uterus haben.
Bei einer Überempfindlichkeit gegen Beifuß oder gegen andere Korbblütengewächse dürfen diese Heilkräuter nicht angewendet werden.
Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen Diskutieren und Kommentieren Sie den Beifuß im Pflanzenforum
Beifuß im Forum der Pflanzenfreunde
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