Baldrian - Baldriangewächse (Valerianaceae) Valeriana officinalis, Foto: Jeffdelonge, Bestimmte Rechte vorbehalten
Der bis zwei Meter hoch wachsende, aufrechte und schwach verzweigte Baldrian bildet gefiederte Blätter und zahlreiche doldenartig gedrängte, rosaweißlich gefärbte Blüten. Der Baldrian gedeiht an an feuchten bis trockenen Standorten. Man findet diese Heilpflanze meist in Wäldern, an Gebüschrändern und in Gräben.
Von der Baldrianpflanze gibt es einige kleinwüchsige Arten die sich von dem Arzneibaldrian unterscheiden. Im Orient wurden die Heilkräfte des Baldrian bereits im 9. Jahrhundert erwähnt. In der Zeit des Mittelalters hielt man den Baldrian sogar für ein Allheilmittel.
Überwiegend wurden die Baldrianwurzeln als fiebersenkendes Mittel verwendet. Heute gilt der Baldrian er als eines der besten natürlichen Beruhigungsmittel bei nervösen Störungen. Auszüge aus dem Baldrian können auch zur Appetitzügelung, bei nervösen Herzbeschwerden, als Schlafmittel und als krampflösendes Mittel bei Störungen des Magen-Darm Traktes angewendet werden. Der eigenartige, kräftige Geruch des Baldrians übt eine starke Anziehungskraft auf Katzen aus.
Hier findet man den Baldrian Die Pflanze wächst in Europa bis in Höhen von 2000 m. Der bevorzugte Standort des Baldrians sind lichte Wälder, Gebüsche, Wildwiesen und Gräben.
Eigenschaften der Heilpflanze Der Baldrian wirkt krampflösend, schlaffördernd und sedativ.
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzt man von dem Baldrian den vom Frühjahr bis in den Herbst frisch gesammelten Wurzelstock mit den Wurzeln Nach dem Sammeln werden die Wurzeln sofort gereinigt und an einem gut belüfteten Ort getrocknet. Ergiebige und wirkstoffreiche Wurzeln erhält man nur von Pflanzen die bereits im zweiten oder dritten Vegetationsjahr sind.
Inhaltsstoffe des Baldrian Ätherisches Öl (mit Borneol, Isovaleriansäure), Ester, Alkaloide, Glykoside
Anwendung der Heilpflanze Anwendungen mit Baldrian in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Angst, Appetit, Asthma, Cellulitis, Fettleibigkeit, Herzklopfen, Kolik, Nervosität, Schlaf, Wechseljahre, Zuckungen
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen |