Nachtschatten - Heilkräuter und Heilpflanzen

   
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Lexikon der Heilpflanzen / Nachtschatten

Nachtschatten - Nachtschattengewächse (Solanaceae)

NachtschattenDer bittersüße Nachtschatten wächst als kletternder, überhängender oder niederliegender halbhoher Strauch auf feuchten Böden, an Flussufern, Gräben und Böschungen in Wäldern und unter anderen Gebüschen.

Den bittersüßen Nachtschatten erkennt man leicht an den sich vom Juni bis in den September bildenden hübschen, violett und im Zentrum gelb gefärbten, sternförmigen Blüten. Die oberen, jungen Zweige wachsen krautig, die älteren Zweige verholzen. Die gestielten Blätter des bittersüßen Nachtschatten sind meist eiförmig, an manchen Standorten lanzettlich und leicht eingeschnitten.

Die im zeitigen Herbst und späten Frühjahr gesammelten zwei- bis dreijährigen Zweige wurden früher bei chronischen Hautleiden mit starkem Juckreiz sowie bei Ekzemen, Gelenkschmerzen, chronischer Bronchitisoder Asthma verwendet.

In der Naturheilkunde spielte diese Heilpflanze früher eine wesentlich bedeutendere Rolle als heute. Der bittersüße Nachtschatten wird jedoch nach wie vor in der Heilkunde geschätzt. Die Heilkräuter werden bei verschiedenen Hautleidensowie als blutreinigendes, abführendes, harntreibendes und schweißtreibendes Mittel eingesetzt.

Wegen der in dem bittersüßen Nachtschatten enthaltenen Alkaloide dürfen die in den Überlieferungen angegebenen Mengen nicht überschritten werden. Von dem Verzehr der Beeren ist aufgrund der Giftigkeit dringend abzuraten. .

Hier findet man die Nachtschatten
Diese bei zahlreichen Beschwerden verwendeten Heilkräuter sind im gesamten Europäischen Raum beheimatet. Der bittersüße Nachtschatten bevorzugt feuchte Standorte, die Pflanze ist bis in Höhenlagen von etwa 1600 m zu finden.

NachtschattenBittersüßer Nachtschatten
Foto: H. Zell, Lizenz: GFDL

Eigenschaften der Heilpflanze

Der bittersüße Nachtschatten wirkt abführend, blutreinigend, harntreibend und schweißtreibend. Diese Pflanze hemmt die Milchsekretion,.

Wirksame Pflanzenteile
In der Naturheilkunde benutzt man von dem Nachtschatten die im Herbst oder Frühjahr gesammelte Rinde der jungen Zweige und Blätter. Die gesammelten Pflanzenteile sollten zügig an der Sonne getrocknet werden.

Inhaltsstoffe vom Nachtschatten
Alkaloide, Saponine, Gerbstoffe und Glykoside

Anwendung der Heilpflanze
Der bittersüße Nachtschatten wird innerlich und äußerlich in Form von Aufgüssen, Absuden und Umschlägen angewendet.

Anwendungen mit dem Nachtschatten in der Naturheilkunde finden Sie auf folgenden Seiten: Achselschweiß, Akne, Albuminurie, Frühjahrskur, Hautflechte, Herpes, Stillen, Transpiration

giftpflanzenDer bittersüße Nachtschatten ist mäßig giftig. Die Beeren dürfen nicht gegessen werden.

Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten.
Disclaimer

Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen