gelbe Narzisse - Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) gelbe Narzissen, Foto: BerndH, Lizenz: GFDL
Die Narzissen gehört zu den ersten Blumen, die im Frühling ihre Blüten öffnen. Früher war die gelbe Narzisse in Deutschland an vielen Standorten zu finden, mittlerweile gehört diese hübsche Pflanze jedoch zu den bedrohten Arten, die Narzisse ist streng geschützt. An den wenigen Stellen wo die Narzisse heute noch wild vorkommen, in der Eifel, dem Hunsrück und den Westalpen, treten diese in früheren Zeiten als Heilpflanzen verwendeten Gewächse meist in Mengen auf und färben große Flächen gelb. Als Gartenpflanzen sind die gelben Narzissen als Osterglocken bekannt. Dieser Name entstand, weil die Narzissen pünktlich zu Ostern ihre Blüten entfalten.
Der betäubende Blütenduft der Narzissen ist in ihrem Gattungsnamen zu finden, dieser stammt vom griechischen narkao (ich betäube) ab. Dioskurides wies auf die brechreizerzeugende Wirkung der Narzissenzwiebel hin. Die Anwendung der Pflanze wurde auch bei Verbrennungen und Abszessen empfohlen. Im 19. Jahrhundert wurde die Narzisse wegen ihrer krampflösenden Eigenschaften in das Arzneibuch aufgenommen. In der Homöopathie verwendet man die Narzisse bei Bronchitis, Schnupfen und Durchfall. Narzissen enthalten ein lähmend wirkendes Gift und werden vom Weidevieh gemieden.
Die wild wachsenden gelben Narzissen bildet wesentlich kleinere Blüten als die Kulturform aus. Da die gelben Narzissen zu den bedrohten Pflanzen gehören, sin sie streng geschützt und dürfen nicht gesammelt werden.
Hier findet man die gelbe Narzisse Die Heilpflanze wächst von West bis Südeuropa bis in Höhen von etwa 2000 m. Bevorzugte Standorte der gelben Narzisse sind lichte Laubwälder und Fettwiesen, sonnige bis halbschattige Standorte mit feuchten Untergründen und nährstoffreichen Böden.
Eigenschaften der Heilpflanze Die gelbe Narzisse wirkt krampflösend und sedativ.
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzte man von der gelbe Narzisse die getrockneten Blüten und die sehr giftigen Zwiebeln.
Inhaltsstoffe der gelbe Narzisse Ätherisches Öl, Carotin, fettes Öl, Wachs, Alkaloid
gelbe Narzissen Foto: Guido Gerding Lizenz: GFDL
Anwendung der Heilpflanze Die gelbe Narzisse wurde nur innerlich angewendet. Aufgrund der hohen Toxizität dieser Pflanzen ist von einer Verwendung in der Naturheilkunde dringend abzuraten.
Wichtige Hinweise
Die gelbe Narzisse gilt als stark giftig und hautreizend. Die Zwiebeln dieser Pflanzen dürfen auf keinen Fall gegessen werden, am besten ist es, die gelbe Narzisse nur mit Handschuhen anzufassen.
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
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