Aechmea pflegen

Aechmea serrata

Deutscher Name: Lanzenrosette
Wissenschaftl. Name: Aechmea
Familie: Bromeliaceae
Wuchshöhe: 40 bis 50 cm
Blütezeit: Mai bis Oktober
Schwierigkeit: pflegeleicht
Verwendung: Blatt- und Blütenschmuckpflanze

Steckbrief / Beschreibung

Pflanzen der Gattung Aechmea zählen zu den Bromelien oder Ananasgewächsen. Alle Arten der umfangreichen Gattung der Aechmeen stammen aus Süd- und Mittelamerika. Die meisten Arten der Gattung Aechmea wachsen epiphytisch. Die Blätter dieser Bromelien sind rosettenförmig angeordnet, die Blättermitte bildet eine wassersammelnde Zisterne.

Nach der Blüte bilden Aechmeen bunte Hochblätter
Sobald die Aechmea ausgereift ist, bildet sich in der Mitte der Rosette eine einzelne Blüte. Nach der Blütezeit bleiben die wunderschönen, farbenprächtigen Hochblätter der Bromelie noch einige Monate ein dekorativer Schmuck. Während dieser Zeit bilden sich einige Seitensprosse an der Basis der Mutterpflanze und die Mutterbromelie stirbt langsam ab. Erfahrene Hobbygärtner kultivieren die Bromelien der Gattung Aechmea möglichst naturgetreu, zusammen mit anderen Ananasgewächsen in Epiphytenbäumen.

Standort / Licht

Bromelien der Gattung Aechmea benötigen hellen Standort mit direktem Sonnenlicht. Werden diese Bromelien in unzureichenden Lichtverhältnissen gepflegt, so gedeihen sie nicht richtig und setzen keine Blüten an. Die pralle Mittagssonne ist jedoch zu vermeiden, bei Bedarf sollte der Standort der Aechmea während der Mittagsstunden etwas abgeschattet sein.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
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Gießen / Wässern

Die Aechmea gießt man mäßig. Der Wurzelballen der Bromelie sollte nur leicht feucht gehalten werden und zwischen den einzelnen Wassergaben an der Oberfläche etwas abtrocknen. Ballentrockenheit verträgt die Aechmea jedoch nicht.

Die Zisterne in der Mitte der Pflanze muss jedoch während der Sommermonate ständig mit Wasser gefüllt sein. Beim Gießen der Bromelien achte man auch auf sehr weiches Wasser, Regenwasser ist die beste Alternative.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Temperatur

Aechmea gedeihen gut bei Temperaturen zwischen 18 und 20 °C. Da Bromelien eine hohe Luftfeuchtigkeit lieben, stellt man die Pflanzgefäße in mit Kieseln und Wasser gefüllte Untersetzer. Bei höheren Temperaturen sollten die Pflanzen regelmäßig mit weichem, kalkfreiem Wasser besprüht werden.

Vermehren der Pflanze

Bei den Aechmeen wartet man bis die Mutterpflanze Seitensprosse bildet. Diese Kindel trennt man im Frühjahr von der Mutterpflanze ab und topft sie in ca. 12 cm große Pflanzgefäße mit der weiter unten empfohlenen Erdmischung. Während der ersten 3 Monate stellt man die jungen Schösslinge an einen hellen Standort und schützt sie vor direktem Sonnenlicht. Die jungen Bromelien werden sparsam gegossen und nach ca. 4 Monaten wie ausgewachsene Aechmeen behandelt.

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Erde / Substrat

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Für diese Bromelien verwendet man ein Gemisch aus Lauberde, Torfmoos und scharfem Sand. Da die meisten Aechmeen  nur sehr kleine Wurzeln ausbilden, reichen in der Regel Pflanzgefäße mit einem Durchmesser von 10 bis 13 cm. Der ideale ph-Wert für das Aechmeensubstrat beträgt 5.

Umtopfen

Aechmeen werden bei Bedarf zwischen März und August umgetopft. Das Umtopfen ist ein guter Zeitpunkt um abgestorbene Mutterpflanzen von den Kindeln zu trennen.

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Düngen / Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf einer Aechmea ist mäßig. Man gibt den Aechmeen alle drei Wochen eine schwache Lösung aus Volldünger. Während der winterlichen Ruhezeit verzichtet man vollständig auf Düngergaben. Die Düngerlösung wird in die Zisterne der Aechmea gegeben, die Erde der Bromelie wird nicht gedüngt.

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Bilder der Aechmea

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Aechmea aquilegia

Aechmea

Foto: Bot Bln
Lizenz: GFDL

Pflegeanleitung der Aechmea

Aechmea

Foto: Annemarie