Sansevieria trifasciata 'Golden Hahnii'

Sansevieria trifasciata Mokkie CC BY-SA 3.0

Bogenhanf
Sansevieria

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida) Monokotyledonen
Ordnung:
Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Tribus: Dracaenea
Unterfamilie: Nolinoideae
Gattung: Bogenhanf
Wissenschaftl. Name: Sansevieria Thunb.
Unter Glas (in Wohnungen) gepflegte Art/en, Sorten oder Varietäten:
Sansevieria trifasciata, Sansevieria trifasciata "Laurentii", Sansevieria trifasciata "Craigii", Sansevieria trifasciata "Hahnii" und weitere
Deutscher Name / Handelsname: Grüner Bogenhanf, Grüne Schwiegermutterzunge, Hahn`s Bogenhanf, Hahn`s gelbgestreifter Bogenhanf, Schwiegermutterzunge
Synonyme:
Sansevieria guineensis, Sansevieria laurentii, Sansevieria
Wuchshöhe unter Glas (Wohnung): 10 bis 100 cm, Zwergform oder hochwachsend
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Heimat / Herkunft:: Nigeria, Westafrika, tropisches Westafrika
Schwierigkeit: pflegeleicht, für Anfänger gut geeignet
Hilfreiche Seiten: Sukkulenten pflegen
Lexikon / Übersicht: Sukkulenten

Die Bogenhanf Pflege ist einfach. Der Bogenhanf ist für Anfänger eine gute Wahl, denn die Pflanzen gelten als tolerant gegenüber kleineren Pflegefehlern.

Arten & Pflege des Bogenhanfs

Sansevieria cylindrica

Sansevieria cylindrica

Sansevieria cylindrica ist eine eher selten anzutreffende, hochwachsende Bogenhanf Art mit zylindrischen, aufrecht wachsenden, bis zu etwa 1 m langen, 2 bis 3 cm dicken, hellgrün gefärbten Blättern. Junge Pflanzen bilden dunkelgrüne Querbänder, im Alter sind die Blätter leicht gefurcht.


Sansevieria hyacinthoides

Sansevieria hyacinthoides

Sansevieria hyacinthoides mittelgrün gefärbte Blätter mit dunkelgrünen Querbändern. Die Blätter erreichen eine Länge von etwa 80 cm, sie wachsen in einer locker ausgebreiteten Rosette.


Sansevieria trifasciata

Sansevieria trifasciata

Sansevieria trifasciata bildet dunkelgrün gefärbte, marmorierte und leicht spiralförmig eingedrehte Blätter mit einer Länge zwischen 40 und 80 cm.


Sansevieria trifasciata "Laurentii"

Sansevieria trifasciata Laurentii

Sansevieria trifasciata "Laurentii" gehört mit zu den bekannteren Bogenhanf Sorten, die bis zu 1,2 m hoch werdenden Blätter dieser Sansevieria bilden goldgelbe Streifen entlang der Blattränder.


Sansevieria trifasciata "Hahnii"

Sansevieria trifasciata Hahnii

Sansevieria trifasciata "Hahnii" zeigt ein völlig anderes Wuchsbild. Die Pflanze bildet eine bis max. 20 cm hohe Blattrosette. Dieser Bogenhanf wird im Handel in unterschiedlichen Färbungen angeboten. Es finden sich Es finden sich Exemplare mit kräftig goldgelb gestreiften Blättern auf dunkelgrünem Grund und silbergrüne Blätter mit dunkelgrünen Flecken.

Sansevieria cylindrica von Stickpen  Gemeinfrei, Sansevieria trifasciata "Hahnii" von Dinkum, CC0, Sansevieria trifasciata von Peter A. Mansfeld, CC BY 3.0, Sansevieria trifasciata "Laurentii" von Peter A. Mansfeld, CC BY 3.0

Standort / Licht

Bogenhanf ist eine lichtliebende Pflanze. Sie sollte an einem hellen Standort mit viel Sonne gepflegt werden. Obwohl die Pflanze auch mit schattigeren Plätzen zurechtkommt, zeigt sie dort nur ein spärliches Wachstum.

Wenn ein Bogenhanf für einige Zeit an einem sonnenärmeren Standort gepflegt wurde, sollte man beim Umstellen der Pflanze darauf achten, sie nicht direkt in die pralle Sonne zu stellen. Der Bogenhanf muss langsam an das Sonnenlicht gewöhnt werden, ansonsten kommt es zu Verbrennungen an den Blättern.

Die Beleuchtungsstärke am Standort des Bogenhanfs sollte mindestens 800 bis 1000 Lux betragen.

Standort für Zimmerpflanzen

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort

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Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Bogenhanf Gießen / Wässern

Während der Wachstumsperiode von März bis November wässert man den Bogenhanf mäßig. Während der lichtärmeren Periode von November bis März werden die Pflanzen dann sparsam gegossen.

Mäßiges Gießen von März bis November

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von ca. 2 cm antrocknen. Die Fingerprobe funktioniert gut. Wenn sich die oberste Schicht des Substrats gut trocken anfühlt, wird gegossen. Im Inneren des Topfballens bleibt eine leichte, gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen, das Substrat darf nicht durchtrocknen.
  2. Beim Gießen gibt man soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist.
  3. Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Wer die Pflanze von unten bewässern möchte, gibt ein wenig Wasser in den Untersetzer und wartet bis alles aufgesogen wurde. Dies widerholt man je nach Topfgröße mehrmals. Es sollte kein Wasser in dem Untertopf stehenbleiben.

Sparsames Gießen von November bis März

  1. Vor dem Gießen lässt man das Substrat zu ca. 2/3 abtrocknen und feuchtet es danach nur leicht an.
  2. Für die Wassergabe schüttet man etwas Wasser auf die Oberfläche des Topfballens und wartet bis dieses aufgesogen wurde.
  3. Mit einem Feuchtigkeitsmesser oder einem Holzstab prüft man wie weit das Wasser eingedrungen ist. Findet man noch trockene Stellen in der Erde, so widerholt man den Vorgang nochmals. Beim sparsamen Gießen darf das Substrat nicht zu feucht werden. Wenn Wasser aus dem Abzugsloch fließt, so hat man bereits zu viel gegossen.

Die Fingerprobe funktioniert hier nicht mehr. Mit genügend Erfahrung kann man beim Hochheben des Pflanzgefäßes den Feuchtigkeitsgehalt des Substrats relativ gut einschätzen. Bei großen Pflanzgefäßen oder Pflanzkübeln benötigt man ein jedoch ein Feuchtigkeitsmessgerät, ansonsten kommt es schnell zu Fehleinschätzungen, die zur Ballentrockenheit oder zur Vernässung des Substrats führen können.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Hinweise zum Gießen : Besonders bei den rosettenbildenden Bogenhanf Arten ist darauf zu achten, dass sich kein Wasser in der Mitte der Pflanze ansammelt und dort Fäulnis verursacht.

Zu häufiges oder zu starkes Wässern führt zu Fäulnis am Wurzelhals, und die schweren Blätter der hochwachsenden Arten fallen um.

Es ist ratsam zimmerwarmes, enthärtetes Leitungswasser oder Regenwasser zum Gießen zu verwenden. Kalk oder zu kaltes Gießwasser schädigt die Pflanzen. Jede Region hat eine unterschiedliche Wasserhärte. Es gibt Gegenden mit sehr weichem, kalkarmem oder auch sehr hartem Leitungswasser. Falls man die Wasserhärte nicht kennt, kann man die Wasserhärte beim regionalen Versorger erfragen. Falls man keine Möglichkeit hat Regenwasser zu sammeln und das Leitungswasser ungeeignet ist, kann man zur Enthärtung des Gießwassers einen Ionenaustauscher (hier z.B. bei Amazon) verwenden.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Luftfeuchtigkeit

Als Sukkulente verträgt der Bogenhanf eine niedrige Luftfeuchte. Trockenwarme Luft wird gut, kühle und nasse Luft wird schlecht vertragen.

Bogenhanf überwintern / Ruheperiode

Bogenhanf legt keine Ruheperiode ein und wächst das ganze Jahr über. Aufgrund des geringeren Lichtangebotes während der Wintermonate und den kürzeren Tagen, verlangsamt sich das Wachstum der Pflanzen jedoch.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Der Bogenhanf kann während der warmen Jahreszeit an einem, hellen bis vollsonnigen Standort im Freien gepflegt werden.

Pflanzen die in geschlossenen Räumen überwintert werden, dürfen zu Beginn der warmen Jahreszeit nicht sofort dem vollen Sonnenlicht unter freiem Himmel ausgesetzt werden. Die harte UV Strahlung kann die Blätter de Bogenhanfs verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken auf den Blättern zu erkennen. Um die Pflanze an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen schattigen bis halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Pflanze an ihren endgültigen, sonnigeren Standort stellen.

Temperatur

Bogenhanf stammt aus den warmen, tropischen Gebieten, die Temperaturen sollten zwischen 18 und 29°C liegen. Ab etwa 12 °C können die Pflanzen durch die niedrigen Temperaturen geschädigt werden.

Die angegebenen Temperaturen sollte man nicht schnell und/oder über einen längeren Zeitraum über- oder unterschreiten. Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Bogenhanf vermehren

Bogenhanf kann man gut durch die Teilung zu großer, dicht zusammengewachsener Pflanzen vermehren. Dazu wird die Pflanze ausgetopft und der ganze Wurzelballen wird vorsichtig von oben mit einem scharfen, desinfiziertem Messer zerteilt. Eine Teilpflanze sollte immer aus einigen Blättern, möglichst in Form einer Blattrosette, und den dazugehörigen Wurzeln bestehen. Die so geteilten Pflanzen können dann direkt in die für Sansevierien geeignete Erde gepflanzt werden. Falls an einer Teilpflanze nur wenige und spärlich ausgebildete Wurzeln vorhanden sind, kann man solche Teilstücke auch in ein Gemisch aus Torf und Sand pflanzen. Wenn sich dann nach einigen Monaten kräftige Wurzeln gebildet haben, kann der Bogenhanf in normale Erde verpflanzt werden.

Vermehrung mit Blattstecklingen
Alternativ lässt sich der Bogenhanf auch durch Blattstecklinge vermehren. Dabei zerschneidet man die Blätter quer in etwa 5 cm lange Stücke.  Man steckt die Blattstücke etwa 1 cm tief in ein gut angefeuchtetes Gemisch aus Torf und Sand. Beim einbringen der Blattstücke ist unbedingt auf die ursprüngliche Wuchsrichtung zu achten, ansonsten Wurzeln die Teilstücke nicht an. Nach einiger Zeit bilden sich dann Wurzeln, und an der Basis entstehen nun auch neue Vegetationspunkte, aus denen sich junge Blätter entwickeln. Die Methode der Vermehrung durch Blattstecklinge ist jedoch sehr langwierig. Ein weiterer Nachteil liegt darin, das die gelb geränderten Sorten von Sansevieria trifasciata die hübsche Blaufärbung nicht vererben.

Vermehrung mit Seitensprossen
Wenn die Mutterpflanze Seitensprosse (Kindel) gebildet hat, kann man diese vorsichtig von einer Mutterpflanze abtrennen und in einen Topf einzupflanzen. Falls der Seitentrieb bereits Wurzeln hat, wird er direkt in das empfohlene Erdgemisch eingetopft. Ableger ohne müssen erst in einem Sand / Torf Gemisch Wurzeln ausbilden.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege des Bogenhanfs ist ein humoses Substrat mit Landerdeanteil (Ackererde mit Tonanteil) und einem Boden pH-Wert von 6,0 bis 7,0.

Blumenerde kaufen: Bogenhanf gedeiht auch in handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte von 6,0 bis 6,8 liegen. Bei falschem pH-Wert des Substrats wird sich ein Bogenhanf nicht gesund entwickeln können. Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht gewährleistet sind.

Substrat selber mischen: Einen Bogenhanf pflanzt man in ein Humussubstrat mit einem Zusatz von Landerde. Zusätzlich verwendet man Fremdstoffe wie Quarzsand und Perlite. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Substratmischung für den Bogenhanf

  • 3 bis 5 Anteile Humussubstrat = herkömmliche Blumenerde
  • 1,5 bis 2 Anteile Ackererde mit Tonanteil
  • 1 Anteil Quarzsand

Der Boden pH-Wert von 6,0 bis 7,0 wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torf oder Humussubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Mit einem pH-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Wert der fertigen Mischung ermitteln und gegebenenfalls korrigieren.

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Blumenerde als Basis für die Mischung.
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Quarzsand zur Auflockerung und für einen guten Wasserabzug
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Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
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oder

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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Bogenhanf umtopfen

Bogenhanf braucht nur selten umgetopft werden. Die Pflanze gedeiht besser wenn die Wurzeln etwas eingeengt sind. Man kann die Pflanze deshalb mehrere Jahre lang im gleichen Pflanzgefäß lassen. Nach einiger Zeit erscheinen fleischige, meist cremefarbene Wurzeln an der Oberfläche des Substrates. Man topft den Bogenhanf aber trotzdem erst um, wenn die Wurzeln der Pflanze ihren Topf schon fast sprengen.

Bei den hoch aufrecht wachsenden Arten sollte dann umgetopft werden, wenn die Blätter nahezu die ganze Topffläche beanspruchen. Die beste Zeit zum umtopfen des Bogenhanfs ist das Frühjahr.

Man topft den Bogenhanf um, wenn

  • der Topf im Verhältnis zur Pflanze zu klein geworden ist
  • das Substrat zusammengesackt ist
  • wenn reichlich Wurzeln an die Oberfläche treten

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Sansevierien dürfen nicht oft gedüngt werden. Man gibt den Pflanzen nur während der Hauptwachstumszeit einmal in 8 bis 10 Wochen einen Flüssigdünger in mittlerer bis geringer Konzentration.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Leider findet auch der Dickmaulrüssler den Bogenhanf recht schmackhaft, die typischen Fraßspuren des Dickmaulrüsslers sind jedoch leicht an den Blättern der Pflanzen zu erkennen, er kann große Stücke aus den Rändern der Blätter fressen. Die Larven des Dickmaulrüsslers sind schwerer zu entdecken, oft bemerkt man sie nur wenn die Pflanze bereits stark geschädigt ist, oder wenn sich die Käfer entwickeln und die Fraßspuren sichtbar werden.

Bogenhanf ist anfällig für Schildläuse. Diese erkennt man leicht an den hoch gewölbten, festen Rückenschildern. Da die Schildläuse aufgrund ihrer Färbung jedoch gut getarnt sind, werden sie schnell übersehen. Man sollte seinen Bogenhanf deshalb regelmäßig und sorgfältig untersuchen.

Bei zu tiefen Temperaturen oder zu viel Nässe kommt es schnell zu Wurzel- und Stammfäule.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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