Eukalyptus pflegen

Eukalyptus

Deutscher Name: Eukalyptus, Blaugummibaum
Wissenschaftl. Name: Eucalyptus
Familie: Myrtaceae
Wuchshöhe: 1 bis 2 m (beschneiden)
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit: mittelschwer

Die artenreiche, in Australien beheimatete Gattung Eukalyptus, kann in der freien Natur eine Höhe von 100 Metern erreichen. Einige Arten der Gattung Eucalyptus kann man jedoch auch in Wohnungen kultivieren, den kräftigen Wuchs muss man jedoch im Laufe der Zeit durch drastisches beschneiden eindämmen, da diese Pflanzen ansonsten für jede normale Wohnung zu groß werden.

Steckbrief / Beschreibung

Eukalyptus globulus, auch Blaugummibaum genannt, bildet fast stiellose, herzförmige Blätter mit einem Durchmesser von 5 bis 8 cm. Die Färbung dieser Blätter ist graublau, sie bilden einen weißlichen Belag. In der Natur wird dieser Eukalyptus bis 60 m hoch. Der Zuwachs in der Zimmerkultur beträgt stattliche 90 bis 130 cm pro Jahr. Wer diesen Eukalyptus länger kultivieren möchte sollte ihn bei Bedarf kräftig beschneiden.

Eukalyptus gunnii wächst mit etwa 40 cm pro Jahr langsamer als der Eukalyptus Globulus. Die 5 bis 8 cm durchmessenden Blätter sind bläulich gefärbt und wachsen stets gegenständig.

Standort / Licht

Ein Eukalyptus benötigt einen hellen Standort mit möglichst viel direkter Sonnenbestrahlung. Bei unzureichenden Lichtverhältnissen verlieren die Blätter ihre hübsche Färbung und die Triebe der Pflanze neigen zum vergeilen.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

In der Zeit des Hauptwachstums gießt man den Eukalyptus gleichmäßig, die Erde sollte beim Gießen gut durchfeuchtet werden. Vor der jeweils nächsten Wassergabe lässt man dann das Substrat an der Oberfläche abtrocknen.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Überwintern / Ruheperiode

Falls man der Pflanze im Winter eine Ruheperiode gönnen möchte, so stellt man sie an einen kühlen Ort mit Temperaturen um die 13 °C. In dieser Zeit schränkt man das Gießen stark ein. Man achte nur darauf, dass die Erde nicht vollständig austrocknet.

Aufenthalt im Sommer

Gerne an einem vollsonnigen Platz im Freien.

Temperatur

Der Eukalyptus hat keine besonderen Temperaturansprüche. Er gedeiht an warmen und kühlen Standorten beinahe gleich gut.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Eukalyptus Vermehren

Den Eukalyptus vermehrt man am besten durch Samen. Diese gibt man in ein leicht angefeuchtetes Gemisch aus gleichen Teilen Sand und Torferde. Die Samen sollten dann in einen Anzuchtkasten bei Temperaturen um die 23 °C gestellt werden. Die Sämlinge erscheinen bereits nach drei bis vier Wochen. Sobald sie die Sämlinge einige Laubblätter gebildet haben, pikiert man die Pflanzen in kleine Töpfe mit einem Substrat auf Komposterdenbasis.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Eukalypten pflegt man am besten in einem Substrat aus Komposterde.

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Eukalyptus Umtopfen

Junge Eukalypten pflanzt man bei Bedarf in größere Töpfe um. Da diese Pflanzen sehr schnell wachsen, kann dies auch zweimal pro Jahr notwendig sein. Beim Umtopfen achte man darauf, die Wurzeln vollständig mit frischem Substrat abzudecken.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Vom Frühjahr bis zum Herbst düngt man alle 14 Tage mit einem Flüssigdünger in normaler Konzentration.

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Kürzen / Schneiden der Eukalyptus

Der Eukalyptus wird als Zimmerpflanze eigentlich zu hoch. Man kann jedoch alle Eukalypten durch kräftiges Beschneiden an die Platzverhältnisse anpassen.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Der Eukalyptus wird manchmal von Blattläusen befallen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Pflanzenschädlingen kontrollieren.

Die gemeine Spinnmilbe kann an dem Eukalyptus auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Eukalyptus Bilder 

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Eukalyptus

Eukalyptus

Eucalyptus leucoxylon
Foto: Jean Tosti
Lizenz: GFDL

Eukalyptus Eucalyptus microcorys

Eukalyptus

Eucalyptus microcorys
painted by Edward Minchen
Lizenz: Public Domain