Fischschwanzpalme pflegen

Fischschwanzpalme Caryota maxima - Himalaya Fischschwanzpalme

Fischschwanzpalme

 Caryota urens (maxima)
Fotos: Angelika H.

Deutscher Name: Fischschwanzpalme
Wissenschaftl. Name: Caryota
Wuchshöhe: bis 3 m
Schwierigkeit: mittelschwer bis anspruchsvoll

Die Caryota, Fischschwanzpalme unterscheidet sich von allen anderen Palmenarten durch die doppelt fiederschnittigen Wedel, jedes Blatt der Fischschwanzpalme ist in weitere Blätter unterteilt. Die graugrünen Blattstiele der Palme können je nach Art eine unterschiedliche Länge erreichen, tragen aber bei allen vorkommenden Arten die typisch geteilten Wedel, welche sich in mehrere Abschnitte gliedern.

Jedes Blättchen der Fischschwanzpalme ist v-förmig eingefaltet und hat leicht schartige Ränder. Die Fischschwanzpalme ist bei Kultivierung in Wohnräumen eine sehr langsame wachsende Palme. Unter günstigen Kulturbedingungen kann der Stamm einer Fischschwanzpalme im Laufe der Zeit eine Höhe von 2,5 m erreichen. Fischschwanzpalmen entwickeln mehrere Stämme mit aufrechten, schlanken Trieben. In der Zimmerkultur werden nur in den seltensten Fällen  Blüten und Früchte ausgebildet. Im freien kultivierte Fischschwanzpalmen wachsen erheblich schneller und sind kälteresistent. Diese Palme kann auch in Europa direkt im Garten gepflegt werden, vorausgesetzt man schützt die Fischschwanzpalme vor strengem Frost: siehe Frostschutz für Palmen

Steckbrief / Beschreibung

Caryota mitis erreicht als Zimmerpflanze eine Höhe von bis zu 3 m. Der Stamm einer 1,5 m hohen Palme kann 8 bis 10 kräftig gebogene und doppelt fiederschnittige Wedel tragen, die an 30 bis 60 cm langen Stielen sitzen. Mehrere kleine Wedel gruppieren sich meist direkt um die Basis des Stamms. Die großen Wedel können bis zu 90 cm breit werden, die hellgrünen kleinen Blättchen etwa 18 cm lang und 15 cm breit; diese Blättchen bilden sich in Gruppen von 20-30 Stück.

Die Fischschwanzpalme (Caryota urens) bildet einen Stamm, der bei den Palmen in Zimmerkultur bis zu 2,5 m hoch werden kann. Ein 1,5 m hohes Exemplar dieser Fischschwanzpalme hat meist einen Schopf aus 6 oder 7 stark herabhängenden, bis zu 1,2 m breiten Wedeln, die an 45 cm langen Stielen sitzen. Die Wedel der Palme sind in zahlreiche dunkelgrüne, etwas ledrige Blättchen unterteilt, die etwa 14 cm lang und 10 cm breit werden. Diese Blätter haben eine leicht dreieckige Form und sind an den Rändern weniger ausgefranst als bei Caryota mitis.

Standort / Licht

Die Fischschwanzpalme benötigt für ein gesundes Wachstum einen hellen Standort mit Sonneneinstrahlung.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Man gießt die Fischschwanzpalme gleichmäßig, die Erde sollte immer etwas feucht bleibt. Überschüssiges Wasser ist nach dem Gießen aus dem Untersetzter zu entfernen.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Überwintern / Ruheperiode

In der Wohnung kultivierte Palmen dieser Gattung haben keine genau zu unterscheidenden Wachstums- und Ruheperioden, doch im Herbst und Winter verringert sich, aufgrund der schwächeren Lichteinstrahlung, meist das Wachstum. Während dieser Zeit schränkt man die Wassergaben ein und lässt die Oberfläche der Erde immer leicht antrocknen.

Temperatur

Die Fischschwanzpalmen lieben die Wärme und vertragen während der Wachstumsphase Temperaturen unter 13 °C nicht sehr gut. In sehr warmen Räumen, besonders im Winter während der Heizperiode, sorgt man für höhere Luftfeuchtigkeit, indem man die Pflanzgefäße in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine stellt oder in Kübel mit angefeuchteten Torf einfüttert. Zusätzlich sollte man die Palmen hin und wieder einsprühen.

Für die winterlichen Ruheperiode kann man die Palmen langsam an niedrige Temperaturen gewöhnen. Eine im Freien kultivierte Fischschwanzpalme gilt als frostbeständig bis -7 °C.

siehe auch:
Frostschutz für Palmen
Lexikon winterharter Palmen

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
Einkaufstipp: Hygrometer, Thermometer, Feuchtigkeitsmesser & Wetterstationen

Fischschwanzpalme vermehren

Die Vermehrung der Fischschwanzpalme ist durch die Aussaat im Frühjahr ab einer Mindesttemperatur von 24 °C möglich. Caryota mitis kann auch durch Ausläufer oder Ableger vermehrt werden. Man nimmt die bewurzelten Triebe von den Pflanzen ab, wenn sie etwa eine Höhe von 20 bis 30 cm erreicht haben. Die Triebe werden in übliche Einheitserde oder in ein Kompost-Torf-Gemisch gepflanzt. Die Töpfe mit den frisch eingesetzten Palmen werden an einen hellen, warmen Ort ohne direkte Sonnenbestrahlung gestellt. Man gießt die jungen Palmen nur so viel, dass die Erde gerade feucht ist. Zwischen den einzelnen Wassergaben sollte die Erdoberfläche leicht abtrocknen. Frischer Austrieb an den jungen Setzlingen zeigt dann die erfolgreiche Bewurzelung an.

Caryota Urens ist in Zimmerkultur praktisch nicht zu vermehren. Wer Zeit und Geduld hat, kann die Anzucht aus Palmensamen versuchen. Die Palmensamen sind im Internethandel erhältlich.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
Einkaufstipp: Aufzucht-, Anzucht u. Gewächshäuser zur Vermehrung

Erde / Substrat

Die Fischschwanzpalmen werden in üblicher Blumenerde gepflegt. Besser ist es jedoch eine speziell auf die Bedürfnisse der Palmen abgestimmte Palmenerde zu verwenden.

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Fischschwanzpalme umtopfen

Die Palmen wachsen gut, wenn ihre Wurzeln nur wenig Platz haben. Man pflegt die Fischschwanzpalme deshalb in Pflanzgefäßen, die auf den ersten Blick zu klein erscheinen. Ein Umtopfen in größere Gefäße ist nur alle paar Jahre notwendig. Zur Vermeidung von Staunässe legt man auf den Boden des Pflanzgefäßes einige Tonscherben und drückt dann die Erde fest um die Wurzeln an. Dabei muss man darauf achten keine der dickeren Wurzeln abzubrechen darf.

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Düngen / Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf der Fischschwanzpalme ist mäßig. Vom Frühjahr bis Herbst düngt man die Fischschwanzpalme einmal in 4 Wochen mit einen handelsüblichen Flüssigdünger oder mit einem speziellen Palmendünger. Während des Winters düngt man nur alle 6 bis 8 Wochen.

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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Braun werdende Blattspitzen und der Befall durch die Rote Spinne lassen meist auf zu trockene Luft schließen. Wenn ein Wedel vergilbt, braun wird und abstirbt ist dies ein natürlicher Vorgang, pro Jahr werden 1 bis 2 ältere Wedel abgeworfen.

Die gemeine Spinnmilbe kann an der Fischschwanzpalme auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Schildläuse erkennt man bei genauem Hinsehen leicht an den hoch gewölbten, festen Rückenschildern. Da die Schildläuse aufgrund ihrer Färbung jedoch gut getarnt sind, werden sie schnell übersehen. Man sollte seine Fischschwanzpalme deshalb regelmäßig und sorgfältig untersuchen.

Hin und wieder kann die Palme von Thripsen heimgesucht werden. Die von Thripsen befallene Fischschwanzpalme verliert ihre Vitalität und zeigt Wachstumsstörungen. Stark befallenen Blätter sterben ab.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Fischschwanzpalme Bilder 

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Fischschwanzpalme Caryota urens

Fischschwanzpalme

Caryota urens
Foto: Forest & Kim Starr
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Caryota maxima - Himalaya Fischschwanzpalme / Früchte

Fischschwanzpalme

Fruchtstand einer im freien
wachsenden Fischschwanzpalme
Fotos: Angelika H.

Caryota maxima - Himalaya Fischschwanzpalme

Fischschwanzpalme

Caryota maxima
Foto: Tristan