Hitzefeste Bewässerungssysteme für den Garten

Für den deutschen Gartenliebhaber sind die immer extremeren Sommer eher ungewollt. Sonne ist zwar schön und gut, aber zu große Hitze läuft dem Grünen gegen den Strich und dies besonders wenn auch noch auf Wasserverschwendung geachtet werden soll.

Kübelpflanzen richtig überwintern

Traditionell

Traditioneller als die treue Gießkanne geht es kaum. Für kleinere Gärten, besonders empfindliche Pflanzen oder diejenigen, die viel Zeit und Muße haben, ist die Gießkanne auch heute noch eine gute Wahl und eine besonders billige Methode. Alternativ, wer weniger schleppen will, kann auch mit Schlauch und Sprühkappe durch den Garten ziehen. Während einer Hitzewelle mag es aber schwierig sein gegen die Dürre anzukommen.

Durch die Beete geführte Schläuche mit kleinen Sprühlöchern brauchen weniger handfeste Überwachung und sind versatil mit Schlauchschellen zu verlängern – ansonsten aber eher wenig steuerbar. Sprenger aller Art sorgen für regenähnliche Bewässerung und Wasserversorgung im größeren Maß für Pflanzen, deren Sterben man wirklich verhindern will, wie zum Beispiel alles im Gemüsebeet.

Eine höchst traditionelle aber nicht heimische Bewässerungsmethode sind sogenannte ‚Ollas‘ (ausgesprochen „ojas“), poröse Ton- oder Terrakottatöpfe, die als Wasserspeicher im Beet eingegraben werden und die Grundversorgung sicherstellen. Diese Methode hat zum Vorteil, dass auch untere Erdschichten feucht werden und kein Wasser verschwendet wird – die Pflanzenwurzeln umwachsen den Topf und ziehen durch Saugwirkung Wasser wenn sie dieses benötigen.

High Tech

Elektronik im Garten klingt nicht eingängig, wird aber beim Thema Bewässerung immer verbreiteter. Automatische Bewässerungssysteme gibt es inzwischen in verschiedensten Größen und Kompliziertheit. Da gibt es zum Beispiel ‚kluge‘ Wassersprenger, die über App gesteuert werden und mit einem Sensor ständig die Bodenfeuchtigkeit überwachen, sodass nur bewässert wird wenn die Pflanzen die Feuchtigkeit auch brauchen. Unabhängige kluge Bewässerungskontroller gibt es auch, die ein ganzes Netzwerk von Sprengern und Ventilen steuern können, solange diese über Kabel, WiFi oder Funk anschließbar sind.

Auf der etwas skurrileren Seite, finden sich selbstbewässernde Blumentöpfe – keine Lösung für den ganzen Garten, aber wer seine Balkonblumen im Urlaub bewahren will, kann sich solche Töpfe oder Kästen anschaffen. Diese beinhalten nämlich ein Wasserreservoir, das über Zeitperioden immer wieder Wasser an die Pflanzen lässt.

Die Vorteile solcher Systeme liegen offen: weniger Wasserverschwendung als herkömmliche Sprenger, weniger Aufwand für den Gärtner und das System kann bewässern auch wenn man nicht zu Hause ist. Dafür ist die Anschaffung teuer und das ganze fordert laufende Kosten – entweder beim Strom oder bei der Internetnutzung.

Was für ein System letztendlich für einen richtig ist hängt an Zeit und Kostenbereitschaft. Vielleicht aber auch daran ob man nicht doch seine Pflanzen persönlicher behüten will.