Kokospalme pflegen

Kokosnuss Cocos nucifera

Name: Kokospalme, Kokosnusspalme
Wissenschaftl. Name: Kokospalme
Familie: Cocos nucifera L.
Cocos nucifera "Malayan Dwarf"
Wuchshöhe: 2 bis 3 m und höher
Verwendung: Blattschmuckpflanze, Solitärpflanze
Schwierigkeit: anspruchsvoll

Steckbrief / Beschreibung

Die Kokospalme oder Kokosnusspalme (Cocos nucifera) ist eine langsam wachsende Palmen mit Fiederblättern. In Zimmerkultur wird die Kokospalme selten höher als 2,5 m und bis zu etwa 70 cm breit. Im Handel werden meist junge, 20 bis 30 cm hohe Pflanzen mit drei oder vier Wedeln angeboten. Bei älteren Kokospalmen können die Wedel im Laufe der Zeit eine Länge von etwa 90 cm erreichen. Einen sichtbaren Stamm bildet die Kokospalme in Wohnungen selten aus.

Cocos nucifera "Malayan Dwarf"

Die Pflege der Kokospalme "Malayan Dwarf" unterscheidet sich nicht von der Pflege der herkömmlichen Kokospalme. Die Cocos nucifera "Malayan Dwarf" ist eine kleinwüchsige Sorte und die Palme eignet sich damit besser für die meisten Standorte. Leider werden diese Palmen nur selten im Handel angeboten.

Standort / Licht

Die Kokospalme pflegt man an einem hellen bis sehr hellen Standort ohne pralle Sonnenbestrahlung während der Mittagsstunden. Unzureichende Lichtverhältnisse lässt die Kokospalme ihre unteren Wedel verlieren. Kokospalmen benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit, in Wohnungen sollte man die Palme oft mit kalkfreiem, zimmerwarmem Wasser besprühen. Besonders gut geeignete Standorte für die Kokospalme sind Wintergärten oder warme Gewächshäuser mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Kokospalme Gießen / Wässern

Der Wasserbedarf einer Kokospalme ist hoch. Während der Hauptwachstumsphase wird die Kokospalme häufig und kräftig gegossen, man sorgt immer für eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Dabei achte man darauf, dass kein Wasser nach dem Gießen in der Unterschale stehen bleibt, die Töpfe der Kokospalme dürfen nicht im Wasser stehen bleiben.

Kokospalmen vertragen keine Staunässe und keine Ballentrockenheit. Als Gießwasser verwendet man für Kokospalmen nur weiches, abgestandenes und zimmerwarmes Wasser.

Kokospalme überwintern / Ruheperiode

Ab November schränkt man das Gießen langsam ein, während der Ruheperiode im Winter werden die Kokospalme nur sehr sparsam gegossen. Im Februar steigert man die Wassergaben allmählich, bei Eintritt in die Hauptwachstumsphase wird die Kokospalme dann wieder reichlich gegossen.

Während der Überwinterung werden die Kokospalme nur ein- bis zweimal schwach gedüngt. Wer eine Kokospalme erfolgreich über lange Jahre hinweg pflegen möchte, sollte während des Winters für eine Zusatzbeleuchtung sorgen.

Aufenthalt im Sommer

In den Sommermonaten sollten man die Kokospalme auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Bei ausreichend guten Lichtverhältnissen bilden sich sehr schön gefärbte, kräftige neue Wedel.

Die Kokospalmen dürfen im Freien nicht direkt in das pralle Sonnenlicht gestellt werden. Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Palmen verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken der Blätter zu erkennen.

Um die Palme an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie  1 bis 2 Wochen an einen halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Kokospalme an ihren endgültigen sonnigen Standort rücken.

Temperatur

Die Kokospalme pflegt man während des Sommers bei Temperaturen zwischen 20 und 24 °C. Im Winter sollten es etwa 18°C sein, vorausgesetzt der Standort bietet genug Licht. Zu dunkle Standorte können mit einer Zusatzbeleuchtung für Pflanzen erhellt werden.  > Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte bestellen (über Amazon)

Kokospalme vermehren

Kokospalmen werden ausschließlich durch Aussaat der vorgekeimten Kokosnüsse vermehrt. Eine vegetative Vermehrung, z.B. durch Abmoosen oder Stecklinge ist nicht möglich. Ableger, kleine Adventivpflanzen, Kindel, etc. werden von den Kokospalmen nicht ausgebildet, diese Art der Vermehrung entfällt ebenfalls.

Erde / Substrat

Zur Pflege der Kokospalmen verwendet man ein Erdgemisch auf Kompostbasis mit einem Zusatz von etwas scharfem Sand und etwas Kies, Blähtonbruch oder Lavagranulat. Torf- oder Humuserde ohne Zusätze eignen sich nicht, da ein solches Substrat zusammensackt und eine Drainage und Belüftung der Wurzeln nicht mehr gewährleistet ist.

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Kokospalme umtopfen

Eine Kokospalme wird etwa alle 3 bis 4 Jahre zu Beginn des Frühjahres umgetopft. Man verwendet je nach Wachstum ein Gefäß mit einigen Zentimetern größerem Durchmesser. Ein sicheres Zeichen dafür dass die Kokospalme umgetopft werden sollte, ist das Austreten feiner Wurzeln der Palme an der Oberfläche der Erde. Beim Einsetzen der Kokospalme in das neue Pflanzgefäß sollte man die frische Erde gut andrücken und darauf achten die mittleren und größeren Wurzeln nicht zu beschädigen.

Generell sollte man für Palmen möglichst hohe Pflanzgefäße, Töpfe oder Kübel verwenden. Die Pfahlwurzeln der Palmen wachsen senkrecht nach unten, dafür benötigen sie ausreichend Platz. Wenn sich die oberen Wurzeln der Palmen aus dem Pflanzgefäß herausdrücken, wird es für die Wurzelstruktur zu eng. Spätesten zu diesem Zeitpunkt sollte man seine Palme in ein größeres, höheres Gefäß umtopfen.

Siehe auch Palmen Vermehren und Umtopfen

Düngen / Nährstoffbedarf

Eine gut wachsende und gesunde Kokospalme erhält während der Hauptwachstumsphase alle 4 bis 6 Wochen eine Düngergabe mit Palmendünger. > Hier finden Sie Dünger und Spezialdünger für Ihre Pflanzen (über Amazon)

Kokospalme schneiden

Da die Spitze der Kokospalme der einzige Vegetationspunkt ist, darf man die Spitzen nicht beschneiden. Die braun werdenden Blätter der Kokospalme dürfen erst nach dem vollständigen eintrocknen von der Palme entfernt werden. Hierfür schneidet man den Blattstiel vorsichtig an der Basis ab. Dabei achtet man darauf, das ein kleines Stück des Stiels, etwa 3 cm,  am Stamm bleibt.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Bei zu trockener Luft färben sich die Wedel der Kokospalmen braun und verwelken. Deshalb sollte man die Palme das ganze Jahr über in wassergefüllte Schalen auf Steine stellen oder in feuchten Torf einfüttern. Unter gleichmäßigen Bedingungen entwickelt sich die Kokospalme besonders gut im Wintergarten. Während des Sommers kann man die Palmen an einen geschützten Platz ins Freie, auf die Terrasse oder den Balkon stellen.

Die gemeine Spinnmilbe kann an der Kokospalme auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Schildläuse erkennt man bei genauem Hinsehen leicht an den hoch gewölbten, festen Rückenschildern. Da die Schildläuse aufgrund ihrer Färbung jedoch gut getarnt sind, werden sie schnell übersehen. Man sollte seine Kokospalme deshalb regelmäßig und sorgfältig untersuchen.

Hin und wieder kann die Palmen von Thripsen heimgesucht werden. Die von Thripsen befallenen Kokospalmen verlieren ihre Vitalität und zeigt Wachstumsstörungen. Stark befallenen Blätter sterben ab.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Kokospalme Bilder

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Kokosnuss Cocos

Kokospalme

Cocos nucifera
Foto: Kurt Stueber
Lizenz: GFDL

Kokosnuss Cocos nucifera

Kokospalme

Cocos nucifera
Foto: Kurt Stueber
Lizenz: GFDL